Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz
Rheinland-Pfalz muss sich besser auf Extremhitze vorbereiten
aus Andernach
ANDERNACH / MENDIG / PELLENZ. Extreme Hitze ist längst kein Ausnahmeereignis mehr. Sie
entwickelt sich zunehmend zu einer der größten gesundheitlichen Herausforderungen
unserer Zeit. Besonders ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke, Schwangere,
Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten, sind den Belastungen
hoher Temperaturen in besonderem Maße ausgesetzt.
„Hitzeschutz ist keine Frage des Komforts, sondern des Gesundheitsschutzes. Wir müssen
unsere Städte und Gemeinden, aber auch unsere sozialen und gesundheitlichen
Einrichtungen so aufstellen, dass besonders gefährdete Menschen wirksam geschützt
werden“, erklärt Anette Moesta, stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie sozial- und
pflegepolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz.
Aus Sicht von Moesta braucht Rheinland-Pfalz einen konsequenten Ausbau der
Hitzevorsorge. Dazu gehören verbindliche Hitzeschutzkonzepte für Pflegeeinrichtungen,
Krankenhäuser, Geburtskliniken und soziale Einrichtungen ebenso wie eine bessere
Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung von Hitzeaktionsplänen. Darüber hinaus
muss das Land Investitionen in Hitzeschutzmaßnahmen gezielt unterstützen – etwa für
Verschattung, Sonnenschutz, moderne Lüftungs- und Kühlsysteme sowie die Begrünung von
Außenbereichen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Kitas, Schulen und Einrichtungen
der Eingliederungshilfe. Trinkwasserangebote im öffentlichen Raum, ausreichend
Schattenflächen, hitzeresiliente Gebäude und eine gezielte Information der Bevölkerung
müssen selbstverständlich werden.
Für Moesta gehört zum Hitzeschutz aber auch eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung:
„Wir müssen viel stärker erklären, warum bestimmte Maßnahmen notwendig sind. Ich erlebe
vor Ort immer wieder, dass zusätzliche Bäume oder andere Bepflanzungen im Straßenraum
kritisch gesehen oder sogar abgelehnt werden, weil sie im Herbst Laub verursachen oder
einen Pflegeaufwand mit sich bringen. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag zum
Hitzeschutz. Wer heute nur das Laub sieht, übersieht den Schatten von morgen. Bäume
spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung ihre Umgebung und tragen dazu bei, unsere
Städte und Gemeinden auch an heißen Tagen lebenswert zu halten.“
„Hitzeschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir werden unsere Orte nur
gemeinsam an zunehmende Hitze anpassen können. Dafür brauchen wir Investitionen, gute
kommunale Konzepte und vor allem das Verständnis der Menschen dafür, warum
Veränderungen notwendig sind. Hitzeschutz beginnt nicht erst bei 35 Grad.“
[Pressemitteilung Anette Moesta MdL]
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Anette Moesta fordert einen konsequenten Ausbau des Hitzeschutzes in Rheinland-Pfalz. Foto: Paul Schneider