Politik | 17.08.2026, 08:15 Uhr

Soziale Sicherheit Andernach

SPD-Frauen sprechen mit Bürgern über soziale Sicherheit

Andernach. Mit einem zunächst leeren Plakat vor dem SPD-Bürgerbüro in der Bahnhofstraße suchten die SPD-Frauen Andernach am Samstag das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern. Im Mittelpunkt stand dabei eine einzige Frage: „Was bedeutet soziale Sicherheit für Sie?“

Zwei Stunden später war kaum noch Platz für weitere Gedanken. Mehr als 50 Beiträge hatten Bürgerinnen und Bürger hinterlassen – Antworten auf genau diese eine Frage.

Die Aktion knüpfte an eine zuvor auf Instagram gestartete Kampagne zum Reformpaket der Bundesregierung an. Mit dem Gesprächsangebot wollten die SPD-Frauen vor allem eines: zuhören. Statt ihre eigenen Positionen in den Mittelpunkt zu stellen, luden sie Passantinnen und Passanten dazu ein, ihre Gedanken aufzuschreiben und sich auszutauschen. Ziel war es, Anregungen aufzunehmen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und den direkten Austausch zu suchen.

Ein Blick auf das Plakat zeigt, wie unterschiedlich die Antworten ausfallen. Die einen denken an eine sichere Rente, andere an bezahlbares Wohnen oder eine gute Gesundheitsversorgung. Wieder andere nennen Frieden, Demokratie, Bildung, einen sicheren Arbeitsplatz oder Zeit für die Familie.

Die Gespräche verliefen offen und respektvoll. Neben vielen konstruktiven Beiträgen gab es auch einzelne Besucher, die ihrer grundsätzlichen Enttäuschung über die politische Entwicklung Ausdruck verliehen und bezweifelten, dass sich die Situation künftig verbessern wird. Andere wiederum blickten deutlich optimistischer auf ihre persönliche Situation. So erklärte eine Besucherin, sie sei mit ihrem Leben zufrieden. Verbesserungen seien zwar immer möglich, wichtig sei ihr jedoch, nicht ausschließlich das Negative in den Blick zu nehmen. Gerade diese unterschiedlichen Sichtweisen machten den Vormittag für die SPD-Frauen besonders wertvoll.

„Als wir morgens das leere Plakat aufgehängt haben, wussten wir ja nicht, ob unsere Idee überhaupt aufgehen würde. Auch für uns ist es nicht selbstverständlich, Menschen auf der Straße anzusprechen. Umso mehr hat es uns gefreut, wie viele stehen geblieben sind und ihre Gedanken mit uns geteilt haben. Natürlich haben wir versucht, Fragen zu politischen Themen zu beantworten und Hintergründe verständlich zu erklären – soweit wir das konnten. Vor allem aber hat mir dieser Vormittag gezeigt, wie viel Offenheit und Bereitschaft zum Gespräch da ist, wenn man einfach freundlich aufeinander zugeht“, sagt die Vorsitzende der SPD-Frauen Andernach, Bianka Hörnig.

Für einen besonderen Moment sorgte der spontane Besuch eines SPD-Mitglieds aus Luxemburg, das den SPD-Frauen als Zeichen der Verbundenheit eine Sonnenblume überreichte.

Das Plakat bleibt in den kommenden Tagen im Schaufenster des SPD-Bürgerbüros ausgestellt.

Jürgen Dahm

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