Allgemeine Berichte | 27.12.2018

Das Kurfürst-Salentin Gymnasium hatte Besuch aus England

Schülerinnen und Schüler knüpften neue Kontakte mit Großbritannien

Interessante Schülerbegegnung in Zeiten des Brexits

Junge Deutsche und Engländer tauschten sich über die beiden Schulen, sowie über politische Themen aus. Privat

Andernach. Im Rahmen einer viertägigen Deutschlandreise besuchten am 10. Dezember 40 Schülerinnen und Schüler der Winston Churchill School im südenglischen Woking das Kurfürst-Salentin-Gymnasium. In den Unterrichtswochen zuvor hatten unterschiedliche Lerngruppen beider Schulen sich intensiv mit verschiedenen Themen auseinandergesetzt und ihr gesammeltes Material für eine gegenseitige Präsentation vorbereitet.

Nach einer Begrüßung und kurzen Einführung durch Frau Helga Kuch und Miss Jane Finney, die viele Jahre gemeinsam einen Schüleraustausch zwischen dem KSG und Miss Finneys damaliger Schule in Farnham, der englischen Partnerstadt Andernachs, erfolgreich durchführten und einer Stärkung mit Weckmännern und Weihnachtsgebäck, gab es die Gelegenheit zum ersten Kennenlernen in kurzen persönlichen Gesprächen.

Zu Beginn des geplanten Programms folgten die Leistungskurse der Jahrgangsstufe 11 interessiert einer Präsentation der englischen Gäste, die sich zuvor mit dem Brexit-Referendum und seinen Folgen beschäftigt hatten. Die Ergebnisse einer von der BBC im Jahr 2016 durchgeführten Befragung von Schülern und Lehrern an der Winston Churchill School ergab, dass eine große Mehrheit sich hier für den Verbleib in der EU ausgesprochen hätte. In einem anschließenden Meinungsaustausch wurde auf deutscher und englischer Seite Bedauern über die aktuellen Entwicklungen geäußert und festgestellt, wie wichtig die persönliche Begegnung zwischen jungen Menschen verschiedener Länder ist und in Zukunft sein wird, um nationalistischen Tendenzen entgegenzuwirken.

Hiernach ging es darum, einen Einblick in die Besonderheiten der beiden Schulen und den Schulalltag zu erhalten. Hierzu hatte die Klasse 7c mit ihrer Klassenleiterin Frau Dr. Sabine Bermel einen 15-minütigen Film über das KSG in englischer Sprache produziert. Bei einem Vergleich der beiden Schulen wurden viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige interessante Unterschiede entdeckt. Besonders beeindruckt war man auf deutscher Seite von den Möglichkeiten, welche die Ausstattung der Winston Churchill School bietet. So gibt es hier nicht nur ein schuleigenes Planetarium, sondern auch modernste Sporthallen mit Fitnessgeräten und Kletterwand, sowie ein Tonstudio zur Produktion von Radiobeiträgen und Musikveranstaltungen. Für die 36 Teilnehmer der Studienfahrt nach Brighton in Südengland im März nächsten Jahres ergibt sich die Möglichkeit, sich bei einem Gegenbesuch selbst einen Eindruck von der Winston Churchill School zu verschaffen.

Wie wichtig die persönliche Begegnung junger Menschen ist, machte auch ein weiteres Gruppenprojekt deutlich, das von Geschichtskursen der Jahrgangsstufe 13 vorbereitet wurde und an die Arbeit an der Gestaltung des Lebendigen Mahnmals am KSG anknüpfte. Deutsche und Engländer tauschten sich hierbei darüber aus, wie an ihrer Schule zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges an die Kriegsopfer erinnert wurde. So bekam für die Schüler des KSG das Motto der von ihnen gestalteten Neueinweihungsfeier des Lebendigen Mahnmals vom 9. November - „Aus Feinden werden Freunde“- in dessen Zentrum die Entwicklung von den Kriegen des 20. Jahrhunderts hin zur Völkerverständigung in Europa in der Folgezeit, noch mal eine ganz neue Bedeutung. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik fand mit einer der Gruppen im Rahmen eines Fotoprojektes statt.

Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck reiste die englische Gruppe am Nachmittag weiter nach Koblenz, wo sie eine Stadtführung mit Herrn Hermann Godde, einem ehemaligen Englischlehrer des KSG, erwartete.

Die positiven Rückmeldungen von beiden Seiten ermutigen zu einer regelmäßigen Fortführung ähnlicher gegenseitiger Besuchstage. Für das Kurfürst-Salentin-Gymnasium ergibt sich hierbei die Gelegenheit zu einer weiteren Stärkung seines bereits ausgeprägten internationalen Profils, im Rahmen dessen bereits zahlreiche alte und neue Kontakte zu Schulen in Frankreich, Polen, Spanien, Griechenland, Finnland und Kanada bestehen. Auch die seit Jahren stattfindende Studienfahrt der 8. Jahrgangsstufe nach England trägt dazu bei.

Junge Deutsche und Engländer tauschten sich über die beiden Schulen, sowie über politische Themen aus. Foto: Privat

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