Allgemeine Berichte | 06.06.2014

Brandschutzunterweisung an Rhein-Mosel-Fachklinik – Jeder Mitarbeiter muss ran

Sechs Meter hohe Stichflamme macht Gefahr deutlich

Fettexplosion hinterlässt staunende Gesichter

Brandschutztechniker Egon Balter aus Bad Neuenahr-Ahrweiler demonstrierte den Mitarbeitern der Rhein-Mosel-Fachklinik eindrucksvoll, was bei einer Fellexplosion passiert.

Andernach. Die Stichflamme schießt satte sechs Meter in die Höhe.

Im Ernstfal l besser reagieren können

Die Hitze, die die Fettexplosion selbst in zehn Metern Entfernung noch druckvoll erzeugt, macht Angst. Doch so schnell wie sie entstanden ist, löst sich die Feuerwolke in der Atmosphäre auch wieder auf und hinterlässt staunende und bis entsetzte Gesichter ob dieser Urgewalt. Ausgelöst hat den beeindruckenden Effekt der Brandschutztechniker Egon Balter. Er unterwies gemeinsam mit Wilhelm Monn, dem Brandschutzbeauftragten der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, die Mitarbeiter der Einrichtung in Sachen Feuerbekämpfung. „Viele hatten mir in den vergangenen Jahren gesagt, sie wollten mehr praktisch unterwiesen werden, damit sie im Ernstfall besser reagieren können. Dem haben wir jetzt Rechnung getragen“, erklärt Monn, der vielen Andernachern aus der örtlichen Feuerwehr bestens bekannt ist – hat er doch 45 Jahre lang in der Wehr aktiv mitgearbeitet, davon 22 Jahre in der Wehrführung. Mehr als 190 Mitarbeiter nahmen an den ersten vier jeweils einstündigen Unterweisungen teil. In diesem Jahr bietet Monn noch vier weitere Tage an. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll jeder der rund 1500 Mitarbeiter der Rhein-Mosel-Fachklinik mindestens einmal Feuerlöscher oder Wasserschlauch unter Monns Aufsicht benutzt haben. Hinzu kommt noch ein theoretischer E-Learning-Test der hauseigenen Rhein-Mosel-Akademie, den jeder bestehen muss.

Ein Knall wie ein Kanonenschuss

Pulver-, Schaum-, CO2-Feuerlöscher, Löschdecke oder Wandhydrant – den Mitarbeitern wurde jede Funktion der Geräte erklärt, und sie probierten alle aus. „Wir haben ein sehr gutes Feedback des Tages bekommen. Die Mitarbeiter waren mit Begeisterung dabei. Jeder, der bislang an der Unterweisung teilgenommen hat, trägt jetzt noch mehr zur Sicherheit seiner Patienten und Kollegen bei“, ist Monn zufrieden mit dem Start der Aktion. Damit die Mitarbeiter nicht nur am Arbeitsplatz auf Zack sind, sondern auch daheim sensibel mit dem Element Feuer umgehen, demonstriert Balter zum Abschluss zunächst die Explosion einer handelsüblichen Haarspraydose. Mit einem Knall, der einem Kanonenschuss gleichkommt, zerberstet die Dose und baut einen Druck auf, der sogar das Eisengerüst verbiegt, an dem sie befestigt ist.

Frittierfett - eine große Gefahr!

Der Höhepunkt aber ist die Vorführung der Fettexplosion: Dabei verwendet Balter keine besonderen Showelemente, um den Effekt zu steigern. Der Brandschutztechniker erhitzt etwa 750 Milliliter Frittierfett wie es in jeder Fritteuse zu finden ist und löscht es mit Wasser ab. Was folgt, ist eine meterhohe Feuerwolke und eine unglaubliche Hitzeentwicklung. Monn: „So etwas darf man daheim nie tun. In einer Küche setzt allein die Hitze sofort den ganzen Raum in Brand. Personen erleiden schwerste Verletzungen.“

Brandschutztechniker Egon Balter aus Bad Neuenahr-Ahrweiler demonstrierte den Mitarbeitern der Rhein-Mosel-Fachklinik eindrucksvoll, was bei einer Fellexplosion passiert. Foto:

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Rund ums Haus
Werksverkauf Anhausen
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Anzeige Show Alive
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre NoWi
Brunnenfest in Bad Breisig
Brunnenfest Bad Breisig
Tag der offenen Tür FFW Burgbrohl
Empfohlene Artikel
Zeltlageratmosphäre gab es bei der Singerunde am Mariendom
26

Ein flackerndes Lagerfeuer ist Garant für eine fröhliche, träumerische, entspannte Atmosphäre – und wenn dann gemeinsam gesungen wird, ist die Romantik des Zeltlagers perfekt. „Wir am Dom“, das Gemeindeteam vom Mariendom, hatte zur Singerunde am Lagerfeuer eingeladen – und fast vierzig Kinder, Jugendliche und Erwachsene kamen Anfang Mai in den Pfarrhausgarten am Andernacher Mariendom, um „dat Jeföhl“ der Gemeinschaft am Lagerfeuer zu erleben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen.Foto: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz
41

Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar

Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen

Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.

Weiterlesen

Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
30

Stadt Andernach entwickelt innerstädtischen Grünzug ökologisch weiter

500 neue Bäume für die Mayener Hohl

Andernach. Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Entlang des rund 600 Meter langen innerstädtischen historischen Weges standen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige Stärkung des gesamten Gehölzbestandes.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Berufskraftfahrer gesucht
Media-Auftrag 2026/27
Titelanzeige
Titel
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Imageanzeige Löhr Meckenheim
Nachruf-Anzeige Andreas Meyer
AzubiSpots Bad Neuenahr
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Mai 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 05_2025
Anzeige Monte Mare Firmenlauf
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // Motiv EDL
schlüsselfertiger Badausbau
Brunnenfest Bad Breisig
Brunnenfest in Bad Breisig