Allgemeine Berichte | 23.12.2013

Pädagogen aus Südpolen zu Besuch bei der IGS Pellenz

Spannender deutsch-polnischer Dialog zur Präventionsarbeit!

Die Partner der Comenius Regio Kooperation „KuUL“ aus Deutschland (ADD, PL und IGS Pellenz) und Polen (Kuratorium, Pädagogisch-Psychologisches Zentrum und Lyzeum Jan Mateijka, Wiliczka).  Privat

Plaidt. Schülerstreitschlichtung, „Bewegte Pause“, Klassenrat, „Konfrontative Pädagogik“, Techniken der Gesprächsführung bei Kollegialer Fallberatung und Elterngesprächen, Präventionsprogramme und vieles mehr standen in Theorie und Praxis für vier Tage auf dem Stundenplan polnischer und deutscher Lehrer, Schulpsychologen, Sozialarbeiter und Schulaufsicht an der IGS Pellenz in Plaidt. Es wurde rasch deutlich, dass beide Länder ähnliche Herausforderungen im Bereich des Konfliktmanagements an Schulen zu bewältigen haben. Es war das erste Kooperationstreffen zwischen der IGS Pellenz und der polnischen Schule, dem Lyzeum Jan Mateijko aus Wieliczka. Die Stadt liegt ca. 10 km südöstlich von Krakau und hat 19.000 Einwohner. Seit 1978 gehört das Salzbergwerk Wieliczka zum Weltkulturerbe der UNESCO! Ermöglicht hat diese Zusammenarbeit das europäische Comenius-Regio-Projekt, mit dem Titel „Konfliktsituationen im Schulalltag und Unterstützungsformen für Lehrer - Gewalt in der Schule und professionelles Konfliktmanagement (KuUL)“. Konzeptionelle Unterstützung erhielt die Schule dabei von Bettina Münch-Rosenthal, bei der ADD zuständig für die Projektkoordination. Zum Auftakt stand sonntags nach der Besichtigung der regionalen Sehenswürdigkeiten Lava Dome und Maria Laach als aktuelles Highlight der Besuch des Musicals „Die geheimnisvolle Spieluhr“ auf dem Programm. Denn die Musicalprojekte stellen seit Jahren den wohl aufwendigsten Baustein schulischer Präventionsarbeit dar. Wie außergewöhnlich dieses Projekt landesweit eingeschätzt wird, zeigt die enorme finanzielle Unterstützung durch die Leitstelle der Kriminalprävention des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, durch ansässige Wirtschaftsunternehmen und Banken sowie durch private Sponsoren. So waren die polnischen Gäste nicht nur begeistert von der Aufführung an sich, sondern auch beeindruckt von der Professionalität aller Beteiligten und der großen Zahl an Unterstützern, die die Musicalprojekte seit Jahren fördern.

Unterschiedliche Ansätze der Präventionsarbeit

Tagungsort der nächsten drei Tage war dann die IGS Pellenz. Nach dem gegenseitigen Kennenlernen präsentierte die IGS ihre bisherige Präventionsarbeit, darunter auch das neue Projekt „Bewegte Pause“ und die jahrgangsbezogenen Präventionsprojekte wie z.B. „PIT“ (Prävention im Team). Vorgestellt wurden die weiteren außerschulischen Partner wie Schulsozialarbeit, Unfallkasse und Polizei. Außerdem informierte Wolfgang Redwanz über die Aufgaben des Arbeitskreises „Jugend und Gewalt“ des kriminalpräventiven Rats im Innenministerium und die Rolle der Menschenrechtspädagogik. Der Dienstag stand dann ganz im Zeichen des Pädagogischen Landesinstituts, vertreten durch Dr. Katja Waligora und Oliver Appel vom Schulpsychologischen Dienst sowie Rebecca Baumanns von der Beratungsstelle Mayen. Die Erstgenannten brachten den Anwesenden auf anschauliche Weise, auch in konkreten Rollenspielen, Techniken der Gesprächsführung zur kollegialen Fallberatung und zu Elterngesprächen nahe. Nicht nur dank der hervorragenden Unterstützung durch die Übersetzerinnen, sondern vor allen Dingen durch die methodischen Kniffe der beiden Referenten war die Sprachbarriere kaum spürbar. Der Mittwoch war dann nochmals der Präventionsarbeit an der IGS gewidmet. Die polnischen Gäste konnten einen Klassenrat erleben, sich eingehend über die im Aufbau befindliche Streitschlichter-AG informieren und den neuen Verhaltenskodex unter dem Motto „Respekt, Achtsamkeit und Disziplin in der Schule“ kennenlernen. Auch die zwischenmenschlichen Begegnungen und Einblicke in die Region kamen nicht zu kurz. So zeigten Teilnehmerinnen des Wahlpflichtfachs „Ernährung und Verbraucherbildung“ unter der Leitung von Lehrerin Iris Blokdijk mit lecker zubereitetem Döppekoche eine Kostprobe ihres Könnens. Verbandsbürgermeister Klaus Bell begrüßte die achtköpfige polnische Delegation sowie die deutschen Projektpartner herzlich. Und auch der Abschiedsabend in der entspannten Atmosphäre eines Weingutes an der Mosel förderte das herzliche Miteinander. Martina Backmann, Schulleiterin der IGS, und Linda Laux, Stufenleiterin 7/8, nahmen dabei gerne das Lob entgegen, dass sich die Schulgemeinschaft als sehr gute Gastgeberin präsentiert und für eine ebenso intensive wie angenehme Arbeitsatmosphäre gesorgt habe. Die deutschen Kooperationspartner freuen sich nun auf den Gegenbesuch im kommenden März, zumal deutlich wurde, dass beide Seiten von den Einblicken in unterschiedliche Lösungsansätze profitieren und voneinander lernen können.

Workshop „kollegiale Fallberatung“ unter der Leitung von Oliver Appel und Dr. Katja Waligora.

Workshop „kollegiale Fallberatung“ unter der Leitung von Oliver Appel und Dr. Katja Waligora.

Tagungsrunde.

Tagungsrunde.

Die Partner der Comenius Regio Kooperation „KuUL“ aus Deutschland (ADD, PL und IGS Pellenz) und Polen (Kuratorium, Pädagogisch-Psychologisches Zentrum und Lyzeum Jan Mateijka, Wiliczka). Fotos: Privat

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