Spatenstich: Bahnhofsvorplatz wird umgebaut
Überdachte Wartezonen, behindertengerecht, schönerer Empfang für Reisende
Andernach. Im Umfeld wurde bereits einiges getan - die Bahnunterführung saniert, der Kreisel löste die alte Kreuzung am Johannesplatz ab und selbst der Bahnhof erhielt eine Modernisierung - doch bislang fehlte die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Das ändert sich mit dem Spatenstich am letzten Freitag. Der Busbahnhof wird komplett erneuert, kann nach dem Umbau von vier Bussen gleichzeitig angefahren werden und erhält überdachte Wartezonen. Die Fahrbahn am Kurfürstendamm wird bis zum Kreisel erneuert, die übrigen Verkehrswege wie die Gehwege werden gepflastert. Wurde im Bahnhof mit dem Einbau eines Aufzuges endlich etwas für behinderte Menschen getan, um zu den Gleisen zu gelangen, so soll jetzt auch ein Blindenleitsystem für sehbehinderte Menschen eine Verbindung vom Bahnhof zu den Bussen schaffen. Hinter dem eigentlichen Platz in Richtung Kreisel werden die Parkplätze neu angelegt.
Fast zehn Jahre Arbeit steckt in den Vorbereitungen zum Ausbau des Kurfürstendamms, sagte Oberbürgermeister Achim Hütten. Immer wieder kam etwas dazwischen (das lag nicht immer an der Stadt). „In diesem Jahr hat es geklappt!“ Damit werde auch einer häufig geäußerten Kritik begegnet, so der OB: Besucher, die mit dem Zug nach Andernach kommen, werden dann auch in einem anderen Umfeld empfangen. Auch die Bahn „gibt sich Mühe“, investiere Geld in den Bahnhof.
Der Ausbau des Bahnhofsvorplatzes kostet rund 830.000 Euro. Davon übernimmt das Land Rheinland-Pfalz 480.000 Euro. Der Ausbau des restlichen Teils des Kurfürstendamms (besonders die neuen Parkflächen), wird noch einmal 295.000 Euro kosten. Diese Summe wird die Stadt mit den Parkgebühren wieder einnehmen.
David Langner, Vizepräsident der SGD Nord, nahm in Vertretung von Innenminister Lewentz am Spatenstich teil. Eine Aufgabe seiner Landesbehörde sieht Langner darin, die Kommunen bei der Attraktivitätssteigerung zu unterstützen. Er unterstrich die Wichtigkeit eines gut gestalteten Bahnhofs: Der erste Eindruck zähle häufig. Mit dem Umbau werde der Vorplatz übersichtlich, überdacht, behindertengerecht, verschiedene Verkehrsarten werden gebündelt. Das sei eine „Aufgabe, die das Land immer wieder gerne wahrnimmt“.
Kann der Zeitplan eingehalten werden, sollen die Bauarbeiten im späten Frühjahr des kommenden Jahres beendet sein. WPA
Die Wartezonen an den Bushaltestellen werden überdacht sein. Grafik: Stadtveraltung Andernach
Auf dem doch recht engen Bahnhofsplatz wird die Aufgabe gemeistert, verschiedene Verkehrsarten zu bündeln. Grafik: Stadtverwaltung Andernach
