racing one GmbH motorsport solutions Andernach
Spektakulärer Ausfall nach Klassenführung beim 3. VLN-Lauf
Andernach. Das racing one Team stellte beim 3. VLN-Lauf, dem 56. ADAC ACAS-H&R-Cup am vergangenen Samstag sein Können erneut unter Beweis.
Feuer beim letzten Tankstopp
Nach einem sensationellen Qualifying und einem furiosen Startturn von Startfahrer Markus Lungstrass wurde der auf Klassensiegkurs befindliche Ferrari F458 Challenge leider durch ein Unglück aus dem Rennen gerissen, das die gute Vorstellung des Teams aus Andernach überschattete. Ein Feuer beim letzten Tankstopp beendete die Fahrt des Ferraris vorzeitig. Im Qualifying erzielte Lungstrass eine Zeit von 8:39,286, die für den Gesamt 34. Rang und den 2. Klassenrang in der SP8-Klasse reichte. Der 31-jährige erfahrene Nordschleifenpilot brannte dann auch in den ersten Runden ein Rundenzeiten-Feuerwerk ab, das mit Topzeiten bis in die Top-20 und die Klassenführung, noch vor den beiden japanischen Lexus-Werkswagen, führte.
Vorgezogener Stopp
In der 3. Runde bremste ein Defekt, der in der Folge zu einem Reifenschaden hätte führen können, die Ferrari Truppe ein und machte einen vorgezogenen Stopp erforderlich. Lungstrass gelang es dennoch in der Folge Platz zwei in der Klasse zu halten. Das Team hielt sich dort lange ehe der Ferrari mit einem Totalausfall der Elektrik in der 16. Runde im Streckenabschnitt Klostertal ausrollte. Das Team verlor vier Runden ehe der Pilot nach Funkkontakt mit der Box den Defekt wieder eigenhändig beheben und die Fahrt fortsetzen konnte. Der folgende Stint von Carsten Struwe war von vielen Gelbphasen im turbulenten Rennen überschattet, die die Aufholjagd des Ferraris enorm einbremsten. Der dritte Mann auf dem Auto - Christian Kohlhaas - machte sich in der Box bereit das Auto von Struwe zu übernehmen, als ein Drama beim letzten Boxenstopp die Fahrt des Teams abrupt beendete.
Benzin entzündet sich beim Losfahren
Teamchef Martin Kohlhaas: „Beim Abziehen der Tankkanne hat diese nicht korrekt geschlossen und dadurch sind etwa fünf Liter Benzin ausgetreten, die sich beim Losfahren entzündet haben. Zwar stand der Wagen selber nicht in Flammen, aber alle Feuerlöscher waren sofort auf das Auto gerichtet. Der Dank galt allen Helfer vor Ort für die schnelle Reaktion. Leider sind zwei der Mechaniker bei dem Unfall verletzt worden. Beiden geht es den Umständen entsprechend wieder besser. Theoretisch hätte der Ferrari weiterfahren können, aber das Team hat ihn nach dem Vorfall sofort stehen lassen. Die Beschädigungen an dem Wagen begrenzen sich auf das Löschpulver. Das Team ist daher guten Mutes beim nächsten VLN-Lauf wieder am Start zu sein.
