Frauengemeinschaft St. Albert unterstützt Flüchtlingsarbeit beim Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr
Spende wurde überreicht
Übergabe im Bischof-Bernhard-Stein-Haus in Andernach
Andernach.100 Euro von der katholischen Frauengemeinschaft kfd St. Albert Andernach haben jetzt Trudl Deimling und Rita Herz dem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) des Fachdienstes Migration, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr in der Geschäftsstelle Andernach überreicht.
Trudl Deimling, Vorsitzende der Frauengemeinschaft: „Bei unserer diesjährigen Karnevalsveranstaltung entstand ein Überschuss, den wir gerne einem guten Zweck zur Verfügung stellen.“ Da den Frauen der Vortrag von Gaby Markert, Dipl.-Psychologin im PSZ, über „Traumatisierung und Folteropfer“ in Erinnerung geblieben war, fiel die Wahl spontan auf das PSZ des Caritasverbandes. Gaby Markert und Markus Göpfert, Fachdienstleiter Migration, bedankten sich für die finanzielle Unterstützung ihrer Arbeit, die Beratung, Diagnostik, Begutachtung und Therapie von traumatisierten Flüchtlingen umfasst.
„Gerade Flüchtlingen stellen sich aufgrund ihres oft ungesicherten Aufenthaltsstatus, einjährigem Arbeitsverbot, beengten Wohnverhältnissen und eingeschränkten Sozialleistungen Hindernisse in den Weg“, wie Gaby Markert betont: „Hoher Druck entsteht unter anderem bei medizinischen Leistungen, wenn zum Beispiel für eine Brille 90 Euro an Zusatzkosten gezahlt werden müssen oder Medikamente oder Therapien von der Kasse oder dem Sozialleistungsträger nicht übernommen werden.“
Das sogenannte Asylbewerberleistungsgesetz sieht nur im Falle einer Akut- und Schmerzbehandlung eine Kostenübernahme vor, was die Finanzierung von Psychotherapeutischen Maßnahmen für traumatisierte Flüchtlinge erheblich erschwert. Hier schließt das Angebot des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr eine wichtige Lücke.
Markus Göpfert: „Wir helfen an den Standorten Andernach, Ahrweiler, Cochem und Mayen Menschen, die in unserer Gesellschaft keine Lobby haben.
Momentan kommen überwiegend Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und Somalia. Zudem fliehen Roma aus Bulgarien, Rumänien und Serbien vor Diskriminierung und absoluter Armut in ihren Heimatländern.“
Pressemitteilung Caritasverband
Rhein-Mosel-Ahr
