Gut besuchte Veranstaltung in der Christuskirche
Spiritualität und Verantwortung
Nächste Veranstaltungen am 23. Februar und am 16. März
Andernach. Am 26. Januar fand in der Christuskirche und im benachbarten Gemeindesaal ab 19 Uhr die erste Veranstaltung unter der Überschrift „Spiritualität und Verantwortung“ statt. Außerordentlich gut besucht und aufgenommen wurde sie von zahlreichen Besuchern, die selbst entscheiden konnten, ob sie das Programm in der Kirche oder im „Kinosaal“ erleben wollten – oder auch beides. In dem von Jugendlichen illuminierten Gotteshaus, das zusätzlich von dutzenden Kerzen erleuchtet war, wurde nahezu ununterbrochen Musik gemacht. Renata Horn am Flügel und ihre beiden Söhne Nathanael und Emanuel mit der Klarinette und der Geige musizierten gemeinsam mit der Mezzosopranistin Nadia Regehr. Die eingängigen Melodien der Gemeinschaft von Taizè (Burgund) dominierten die Darbietungen – und gelegentlich stimmten die Besucher in den Gesang mit ein. Momente der Stille wurden ergänzt durch Lesungen aus den Psalmen, der Bergpredigt und Texten von Dietrich Bonhoeffer. Eine Art Kontrastprogramm fand im Gemeindesaal statt. Dort wurden mehrere Dokumentationen und Kurzfilme gezeigt, die je auf ihre Weise etwas zum gemeinsamen Thema „Verantwortung“ zum Ausdruck brachten. Wie sieht es mit der Verantwortung aus, wenn man weiß, dass in den meisten Handys Metalle vorkommen, die unter katastrophalen Verhältnissen im Kongo und anderswo gewonnen werden ? Wie sieht es mit der Verantwortung aus in Bezug auf Mobbing in der Schule ? „Nicht Wegschauen !“ – so war ein Film dazu überschrieben. Informationen, Anregungen und Impulse gab es viele, um darüber ins Gespräch zu kommen. Konfirmanden verkauften parallel dazu Getränke, Brezel und Gebäck. Im Hintergrund stelle sich für manche die Frage, wo und wie müssten der Einzelne, die Kirche und die Gesellschaft sich mehr engagieren? Gerade Christen haben viel Grund, sich für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Manche Besucher blieben eine Stunde, manche zwei Stunden, und es gab auch solche, die noch länger blieben. Die letzten verließen gegen 23 Uhr das Gemeindezentrum. Die gute Resonanz und manche Rückmeldung ermutigen den Initiator Pfarrer Horn und sein Team, die nächsten Veranstaltungen dieser Art in der Grundstruktur ähnlich aber doch mit einigen Veränderungen vorzubereiten. Am 23. Februar und am 16. März sind dann wieder das Portal der Kirche und die Tür zum Gemeindesaal geöffnet.
