Allgemeine Berichte | 30.06.2026

Andernachs Stadtteile entdecken

Stadtmuseum lud zur Entdeckungsreise durch Andernachs Stadtteile ein

Heribert Zins, Beigeordneter der Stadt Andernach, Referent Wolfgang Redwanz und Museumsleiter Dr. Kai Seebert (v.l.n.r.) luden das Publikum auf eine Reise durch die Andernacher Stadtteile ein.

Andernach. Rund 60 Besucherinnen und Besucher begaben sich am 13. Juni im Gewölbesaal des Historischen Rathauses auf eine Reise durch die Geschichte und Gegenwart der Andernacher Stadtteile. Unter dem Titel „Vier Perlen Andernachs“ nahm Referent Wolfgang Redwanz die Gäste mit auf eine Entdeckungsreise durch die Besonderheiten von Eich, Kell mit Bad Tönisstein, Miesenheim und Namedy. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Stadtmuseum Andernach.

Nach der Begrüßung durch den Beigeordneten der Stadt Andernach, Heribert Zins, führte Museumsleiter Dr. Kai Seebert in die Geschichte der Eingemeindungen ein. Er erläuterte, dass im Zuge der Gebietsreform zunächst im Juni 1969 Namedy in die Stadt Andernach eingegliedert wurde. Am 7. November 1970 folgten per Landesgesetz Eich, Kell mit Bad Tönisstein und Miesenheim. Während Kell die Fusion mehrheitlich befürwortete, stieß sie in den anderen Orten auf deutlichen Widerstand. Zugleich machte Seebert deutlich, dass Andernach durch die Eingemeindungen rund ein Drittel an Fläche sowie etwa 6.500 Einwohner hinzugewann und den Status einer großen kreisangehörigen Stadt erhielt. Trotz anfänglicher Herausforderungen, so Seebert, wuchsen die Stadtteile und die Kernstadt in den folgenden Jahren zunehmend zusammen.

Anhand zahlreicher historischer und aktueller Fotografien stellte Wolfgang Redwanz anschließend die Besonderheiten der vier Stadtteile vor. Den Auftakt bildete Miesenheim mit seinen Kapellen, dem Gut Nettehammer und einem lebendigen Vereinsleben. Es folgte Eich mit seiner geschichtsträchtigen Pfarrkirche, dem Ententeich, den historischen Krotzenhäusern sowie der Permakultur am Nastberg. Auch Kell mit Bad Tönisstein rückte mit seinen landschaftlichen Reizen, historischen Bauwerken und den traditionsreichen Heilquellen in den Blick. Den Abschluss bildete Namedy mit seiner restaurierten Pfarrkirche St. Bartholomäus, der Burg Namedy sowie Erinnerungen an den einstigen Luftkurort und den untergegangenen Ort Fornich.

Der Vortrag machte deutlich, wie eng die Geschichte der vier Stadtteile mit der Entwicklung Andernachs verbunden ist. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher nahmen viele neue Eindrücke und interessante Einblicke in die Geschichte ihrer Heimat mit.

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Heribert Zins, Beigeordneter der Stadt Andernach, Referent Wolfgang Redwanz und Museumsleiter Dr. Kai Seebert (v.l.n.r.) luden das Publikum auf eine Reise durch die Andernacher Stadtteile ein. Foto: Karl-Peter Schmelzeisen

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