Allgemeine Berichte | 15.12.2014

St. Thomas Realschule plus Andernach stellt sich im vorweihnachtlichen Glanz vor

Tag der offenen Tür

Man lernte den sinnvollen Umgang mit dem Computer.Privat

Andernach. Kürzlich erstrahlte das Foyer der St. Thomas Realschule plus in vorweihnachtlichem Glanz. Gespannt erwarteten Schülerschaft und Kollegium zahlreiche Gäste, vorwiegend aus den 4. Schuljahren der Grundschule, zum „Tag der offenen Tür“. Zur Einstimmung sorgten die 5. Klassen unter der Leitung von Edeltrud Köck für weihnachtliche Flötenklänge. Auch die Schulband bewies wieder einmal ihr musikalisches Können. Besonders zu erwähnen sind an dieser Stelle Stacy Künster, Sascha Wagner und Mira Schwartz Heintges, die mit einer wunderschönen Interpretation des Songs „Hallelujah“ für Gänsehaut Feeling sorgten. Die Klassen und Lerngruppen hatten mit ihren Lehrerinnen und Lehrern verschiedene Unterrichtseinheiten und Lernstationen vorbereitet, um den Besuchern einen Einblick in das Leben und Lernen an der St. Thomas Realschule plus zu gewähren. Mathematik und Englisch mit dem Whiteboard, der Umgang mit dem Mikroskop, vorgestellt im Fach „Nawi“ oder die Auseinandersetzung mit Märchen und Gedichten im Fach Deutsch sind nur wenige von vielen interessanten Angeboten, an denen sich Kinder und Eltern erfreuen durften.

Eines wurde in allen Lerngruppen deutlich: Die Schülerinnen und Schüler haben Spaß am gemeinsamen Lernen und Arbeiten, an der Zusammenarbeit untereinander. In einer von Leistungsdruck beherrschten Gesellschaft ist dass sicher nicht selbstverständlich, doch kleine Lerngruppen von durchschnittlich 19 Schülerinnen und Schülern pro Klasse, wie an der St. Thomas Realschule plus üblich, unterstützen ein gutes Lernklima: „Uns ist es wichtig, jedes Kind in seiner Besonderheit anzunehmen“, so Martin Leupold, stellvertretender Schulleiter. An der St. Thomas Realschule plus steht demnach das Kind als Person im Vordergrund, mit all seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten, nicht ein namenloser Leistungsträger. Die verhältnismäßig kleine Durchschnittsklassengröße ist deutlich steigenden Schülerzahlen zu verdanken, welche die St. Thomas Realschule plus, allen Negativ-Prognosen zum Trotz, zu verzeichnen hat. So kann eine Teilung von großen Klassen erfolgen. Ein schöneres Signal kann es für die Lehrerschaft einer Schule nicht geben, zeigt es doch deutlich, dass die Arbeit hier wertgeschätzt wird und ein Vertrauensverhältnis zwischen Elternhaus und Schule besteht. Auch die zahlreichen Besuche der „Ehemaligen“, gerade an einem solchen Tag, bestätigen diesen Eindruck, kommen sie doch immer wieder gerne an „ihre“ Schule zurück.

Dass auf diese Weise, neben dem Lernen, auch noch Raum für soziales Engagement bleibt, zeigt das vielfältige Angebot an Arbeitsgemeinschaften, in denen die Schülerinnen und Schüler begeistert mitarbeiten. Diese wurden den Besuchern stolz präsentiert: Der Schulsanitätsdienst sorgt unter der Leitung von Hans-Werner Müller im Falle von kleinen und großen Notsituationen für die Erstversorgung und die Koordination der weiteren Vorgehensweise. Die von Claudia Fräßdorf ausgebildete Mediatorengruppe unterstützt Schülerinnen und Schüler bei Streitigkeiten. Miteinander, nicht gegeneinander, soll hier eine Lösung im Konfliktfall gefunden werden. Hierfür bieten die ausgebildeten Jungen und Mädchen Gespräche und Problemlösestrategien im eigens eingerichteten „Streitschlichterraum“ an. Auch ein durchaus modernes Thema ist Gegenstand einer Arbeitsgemeinschaft: Die Medienscouts beschäftigen sich mit dem richtigen und sinnvollen Umgang mit dem Internet und scheuten sich auch nicht, am erarbeiteten Info-Stand auf die Gefahren einer (unsachgemäßen) Internetnutzung aufmerksam zu machen. Die AG „ECDL“ ermöglicht es den, Schülern verschiedene Zertifikate im Umgang mit dem Computer und der Internetnutzung zu erwerben. Beide Arbeitsgemeinschaften werden geleitet von Dorothea Klein-Richter. Die Tischfußball-AG von Herrn Müller und seinen Schülern lud zum Zuschauen und zur aktiven Beteiligung ein.

Auch das Thema „Migration“ ist aktueller Blickpunkt an der St. Thomas Realschule plus. Für die zahlreichen Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten, aber auch für Jugendliche nicht-deutscher Muttersprache generell, wurden unter der Leitung von Vera Caspari und Carina Heinz Deutschaufbaukurse gebildet, um den Kindern einen leichteren Zugang zur deutschen Sprache zu ermöglichen. Um vielleicht, trotz all des erlebten Leids, schneller wieder ein Gefühl der Gemeinschaft erleben zu können, das Gefühl zu haben, willkommen zu sein und eine Chance zu haben. Im „Interkulturellen Cafe“ galt es, Informationen auszutauschen, miteinander zu plaudern, aber auch gegebenenfalls Vorurteile abzubauen. Herr Marc Ruland, Fraktionsvorsitzender der SPD Andernach und Landtagsabgeordneter, lobte in seiner Rede das Engagement und die Offenheit der Schule diesbezüglich im Umgang mit Asylbewerbern. Die Mitglieder der SV rund um Schülersprecher Udo Hartmann hatten dieses Jahr ein besonders Anliegen. Mit der Aktion „Ein Stern, der meinen Namen trägt“ wollen sie Kindern und Jugendlichen aus der Region eine Freude bereiten, denen es aus verschiedenen Gründen nicht vergönnt ist, sich ihre Wünsche so einfach erfüllen zu können, wie es für viele Schülerinnen und Schüler an der Schule selbstverständlich ist. Mit Unterstützung ihrer Lehrerin Claudia Fräßdorf bastelten die Schülerinnen und Schüler hierfür Papiersterne, die zu einem Preis von einem Euro erworben werden konnten. Vom Erlös dieses Verkaufs werden dann Spielzeug, aber auch Dinge des täglichen Bedarfs besorgt und an bedürftige Kinder und Jugendliche in Andernach und Umgebung weitergeleitet. Die Sterne selbst, mit Namen der Spender versehen, schmücken abschließend den prächtigen Weihnachtsbaum im Foyer der Schule. Der diesjährige Malwettbewerb der 4. Grundschulklassen stand unter dem Motto: „Mein Traumberuf“. Hier bewiesen die Jungen und Mädchen Talent und Fantasie. Anschließend informierte Gert Neumann und Martin Leupold in bewährter Manier die interessierten Eltern in der Mediothek der Schule, in der sich auch die Schülerbücherei befindet, über das System der Realschule plus und die Arbeitsweise an der St. Thomas Realschule plus im Besonderen.

Natürlich war auch die Schulsozialarbeiterin Salinda Busch vertreten. Sie unterstützt Schüler, Eltern und Kollegen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt in schwierigen Situationen und hat stets ein offenes Ohr für kleine, aber auch größere Probleme des Alltags. Frau Ingrid Komoßa, der Job-Fux der Schule, motiviert die Schülerinnen und Schüler auf ihrer Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz. In diesem Zusammenhang ist die Praktikumsklasse zu nennen, die in Kooperation mit der jeweiligen Klassenleitung, der Berufswahlkoordinatorin Frau Köck und Frau Komoßa angeleitet wird. Hier absolvieren die Jugendlichen ein Langzeitpraktikum über ein Jahr. Dazu arbeiten sie einmal wöchentlich in einem Ausbildungsbetrieb, um Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten und somit bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Die Klasse 8b, aktuelle Praktikumsklasse, erstellte zusammen mit ihrer Lehrerin Kathrin Angermann, Informationen zu diesem Thema.

Auch für eine bleibende Erinnerung war an diesem Tag gesorgt. Wie am Nikolaustag üblich, war der „Heilige Mann“ in der St. Thomas Realschule plus unterwegs und gerne bereit, sich mit den kleinen Gästen fotografieren zu lassen. Für das leibliche Wohl sorgten die SV und Verbindungslehrerin Irene Theobald. Sie hielten die Gäste mit Plätzchen, Kaffee und Kuchen bei Laune.

Abschließend bleibt zu sagen, dass sich das Kollegium, aber auch die Schülerschaft der St. Thomas Realschule plus auf die neuen Fünftklässler im kommenden Schuljahr freuen wird, denn eine lebendige Schule kann nur mithilfe engagierter junger Menschen existieren, die bereit sind, die Schulgemeinschaft mit ihren Ideen und ihrem Können zu bereichern.

Der Nikolaus war zu Besuch in der St. Thomas Realschule plus.

Der Nikolaus war zu Besuch in der St. Thomas Realschule plus.

Man lernte den sinnvollen Umgang mit dem Computer.Fotos: Privat

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