Polizei Andernach gibt wichtige Hinweise zum Schulanfang
Tipps für den sicheren Schulweg
Richtiger Zeitpunkt, um mit Kindern praktisch den Schulweg einzuüben
Andernach. Noch hat das neue Schuljahr nicht begonnen. Aber schon jetzt ist es Zeit, mit den künftigen ABC-Schützen den Schulweg einzuüben – und auch bei der Fahrt zur Schule mit dem eigenen Auto ist einiges zu beachten. Polizeioberkommissar Jürgen Zester, Verkehrssicherheitsberater der Polizei Andernach, fasst die wichtigsten Punkte zum Schulweg der Kinder für die Eltern und Erziehungsberechtigten zusammen: „Üben Sie den Schulweg mehrfach und frühzeitig mit ihrem Kind ein - am ersten Schultag ist es auf jeden Fall zu spät! Immer den sichersten Weg auswählen – nicht unbedingt den kürzesten! Üben Sie besondere Gefahrenstellen auf dem Schulweg ihres Kindes besonders intensiv, insbesondere das richtige Überqueren der Straße. Die „Abschlussprüfung“: Lassen Sie sich von ihrem Kind durch den Schulweg führen. Sie merken, ob ihr Kind Sie verstanden hat und außerdem macht es die Kleinen stolz, dass sie jetzt „groß“ werden. Begleiten Sie ihr Kind auch nach dem ersten Schultag noch einige Male. Erst nach ein paar Wochen stellt sich die gewünschte Routine und Sicherheit ein. Verschaffen Sie sich und ihrem Kind ein Zeitpolster. Schultasche schon am Vorabend packen und morgens ein paar Minuten früher aufstehen, sind ein guter Einstieg für einen stressfreien Tag. Auffällige Kleidung in bunten Farben oder mit reflektierenden Flächen stimmt die Kinder froh und macht sie für Autofahrer besser sichtbar. Wenn ihr Kind mit dem Bus zur Schule fährt: Das richtige Verhalten im Bus und an der Bushaltestelle will ebenfalls geübt werden.“ Polizeioberkommissar Jürgen Zester rät den Erwachsenen, auch mal die Perspektive zu wechseln: „Gehen Sie bei diesen Schulwegübungen öfter mal in die Hocke, um den Straßenverkehr aus dem Blickwinkel ihres Kindes zu sehen. Sie werden sich wundern, wie groß parkende Autos, Mülltonnen und Hecken oder Gartenzäune auf einmal sind!“
Mit dem Auto zur Schule: Muss das wirklich sein ?
Viele Eltern bringen ihre Kinder lieber mit dem Pkw zur Schule, um sie so nicht den Gefahren des Straßenverkehrs auszusetzen – ein zutreffender Denkansatz? „Eindeutig nein! Das ist zwar gut gemeint, doch wird dabei nicht bedacht, dass die Eltern gerade damit dazu beitragen, dass das Verkehrsaufkommen rund um die Schulen deutlich erhöht wird. Fast zwangsläufig nimmt auch die Zahl der gefährlichen Situationen im Umfeld der Schulen zu - völlig unnötig“, weiß Polizeioberkommissar Matthes aus vieljähriger Berufspraxis zu berichten. Jürgen Zester sieht das genauso: „Die vielen Autos machen die Zufahrtsstraßen eng, blockieren Zugänge oder die Querungswege und sorgen für zusätzliche Sichthindernisse. Damit wird es für die Kleinen noch schwieriger, sich zwischen den Fahrzeugen sicher zu bewegen.“
Sicherheit vor Bequemlichkeit
Wer dennoch nicht auf die automobile Schulweg-Variante verzichten kann oder will, sollte zumindest folgende Tipps beherzigen: „Nehmen Sie ihr Kind oder die Kinder ihrer Nachbarn niemals ohne das richtige Ruckhaltesystem im Auto mit. Fahren Sie im Schulbereich immer äußerst langsam und vorsichtig. Lassen Sie ihr Kind immer nur zur Gehwegseite hin aussteigen und wählen Sie den Anfahrtsweg so, dass ihr Kind keine Straße mehr überqueren muss. Warten Sie nach Schulschluss nicht auf der gegenüberliegenden Straßenseite.“ Die Polizei wünscht den Eltern und vor allem den Kindern einen gelungenen und vor allem natürlich sicheren Schulanfang.
Pressemitteilung Polizeiinspektion Andernach
