Allgemeine Berichte | 05.10.2013

Interessanter Vortrag bei der Hospizbewegung Andernach-Pellenz e.V.

Trost spenden in der Hospizarbeit

Aufmerksam folgten die Zuhörer den Ausführungen von Klaus Aurnhammer. privat

Andernach. Schwerkranke, Sterbende und ihre Angehörigen erleben ihre Lage oft als trostlos. Heilung ist nicht in Sicht, das Sterben droht, belastende Symptome kommen dazu. Manche Freunde und Bekannte ziehen sich zurück. Was tröstet und stärkt diese Menschen? Die üblichen Trostsprüche erreichen oft das Gegenteil und lassen die Betroffenen ungetröstet zurück. Was bleibt ist die Sehnsucht danach, getröstet zu werden.

Zu diesem Thema hatte der Förderverein Hospizbewegung Andernach-Pellenz und die Stiftung Kirchliche Sozialstation im Rahmen der jährlichen Vortragsveranstaltungen Klaus Aurnhammer in das neue Pfarrheim Maria Himmelfahrt eingeladen. Klaus Aurnhammer ist Seelsorger auf der Palliativstation des Marienhausklinikums St. Elisabeth in Saarlouis. Begabt mit großem schauspielerischem Talent schlüpfte er in verschiedene Rollen und er verstand es, in kurzen beeindruckenden Szenen, den etwa 50 Zuhörern die Hilflosigkeit und Ängste der Bezugspersonen an einem Krankenbett nahe zu bringen. Klaus Aurnhammer ermutigte die Anwesenden eigene Ängste abzubauen und sich auf tröstende Gespräche mit Schwerkranken einzulassen. Die Fähigkeit dazu bedarf sicherlich einiger Übung. Unter Trost versteht Klaus Aurnhammer konkrete Hilfe, tatkräftige Unterstützung, aber auch Beistand bis hin zu Berührung. Bei Schmerz finden Kinder Trost und Geborgenheit in den Armen eines lieben Menschen. Auch ein Schwerkranker findet Trost durch ein Gegenüber, das einfach für ihn da ist und in seiner Anwesenheit Vertrauen und Ruhe ausstrahlt. Der Referent schloss seine Ausführungen in der Hoffnung, dass in der Gesellschaft und ihren Institutionen auch Raum sein sollte für solche humanitären und christlichen Herausforderungen.

Aufmerksam folgten die Zuhörer den Ausführungen von Klaus Aurnhammer. Foto: privat

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