Allgemeine Berichte | 16.05.2014

„Holzpapst“ Rapp setzt auf heimischen Energieträger

Versorgungssicherheit gegeben

Siegfried Rapp zog mit seinem Vortrag „Heizen mit Holz – kostengünstig und umweltfreundlich“ seine mehr als 70 Zuhörer in Plaidt in seinen Bann

Das vormals als altmodisch belächelte Heizen mit Holz erlebt gerade eine neue Blütezeit. Der von der Firma Bleser organisierte Vortrag mit Siegfried Rapp stieß auf großes Publikumsinteresse. (Foto: A. Bonn)

Plaidt. Der aus dem Schwarzwald stammende Referent gilt in Fachkreisen als „Holzpapst“, der sich schon lange für den Einsatz des heimischen Energieträgeres einsetzt. In seinem Vortrag in Plaidt führte Professor Siegfried Rapp aus, dass die Kohlendioxid-Bilanz unnötig stark durch den Energieverbrauch zur Raumheizung belastet würde. „Es gibt keine Entschuldigung für unsere Energieverschwendung“, so der Mahner eindringlich und weiter: „Ich möchte das gute Gefühl haben, dass mein Energieverbrauch im privaten Bereich in der Zeitspanne meines Lebens durch nachwachsende Rohstoffe und Energieeinsparungen kompensiert wird.“ Er verwies darauf, dass bei einer Betrachtung der Wirtschaftlichkeit Holz gegenüber Öl und Gas sehr gut abschneide. Außerdem entstehe beim Verbrennen von Holz nur so viel Kohlendioxid, wie ein Baum aus der Luft aufgenommen und über die Photosynthese in Kohlenstoff und frei werdenden Sauerstoff umgewandelt habe. Somit werde beim Heizen mit Holz kein zusätzliches Kohlendioxid erzeugt. „Holz ist die ideale Form von gespeicherter Sonnen-Energie“, ist Rapp überzeugt. Dabei sei es egal, in welcher Form mit Holz geheizt werde, ob mit klassischem Brennholz, Hackschnitzeln oder mit einer komfortablen, automatisch beschickbaren Pelletheizanlage.

Die Versorgungssicherheit sei durch Holz aus deutschen Wäldern gegeben. Der jährliche Zuwachs liege bei 60 Millionen Kubikmeter Holz, wovon rund 40 Millionen Kubikmeter geerntet würden. Heidi Butters vom Pelletproduzenten Westerwälder Holzpellets, erläuterte kurz die Herstellung von Pellets und erklärte, dass für die Pelletproduktion keine Bäume gefällt würden, sondern lediglich Sägereste und anderweitig nicht verwertbare Hölzer verwendet würden. Sie hob zudem die Bedeutung von Pellets als regionalen Wirtschaftsfaktor hervor.

In der anschließenden Fragerunde gab es eine Fülle von Anfragen zur Nachhaltigkeit von Holz, Pellets und Hackschnitzelanlagen, die von Siegfried Rapp sowie den Vertretern der Pelletheizungshersteller KWB und Paradigma beantwortet wurden.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Interessierte bei der Heizungs- und Sanitärtechnik-Firma Bleser und beim Netzwerk für energiesparendes und nachhaltiges Bauen und Sanieren, BEN Mittelrhein (Bau- u. EnergieNetzwerk Mittelrhein).

Das vormals als altmodisch belächelte Heizen mit Holz erlebt gerade eine neue Blütezeit. Der von der Firma Bleser organisierte Vortrag mit Siegfried Rapp stieß auf großes Publikumsinteresse. (Foto: A. Bonn)

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