Politik | 28.09.2014

Jörg Lempertz zur kommunalen Zielsetzung von „Rock am Ring“ in Mendig

„Viele Bürger bringen sich ein und entwickeln eigene Ideen!“

Ein Interview mit VG-Bürgermeister Jörg Lempertz

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz mit Konzertveranstalter Marek Lieberberg bei der Pressekonferenz für „Rock am Ring“ in Mendig FRE

Mendig. Seit dem 2. Juni, dem Tag, an dem sich die Verbandsgemeinde und die Stadt Mendig gemeinschaftlich dazu entschlossen haben, ihre Bewerbung für Rock am Ring einzureichen, ticken die Uhren anders. Eine Besprechung im Rathaus der Verbandsgemeinde jagt die andere, die Herausforderungen wurden abgeklärt, die Chancen zeitgleich beleuchtet, die Bewerbung schlussendlich erfolgreich platziert. Rock am Ring kommt nach Mendig und die Region freut sich über diesen unglaublichen Erfolg, den VG-Bürgermeister Jörg Lempertz in enger Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitern und der breiten Unterstützung der Bürgermeisterkollegen Klaus Bell (VG-Pellenz), Hans Peter Ammel (Stadt Mendig), Rudolf Schneichel (Kruft), Rainer Hilger (Thür) und des Landrates Dr. Alexander Saftig auf den Weg gebracht hat. Nachdem sich Konzertveranstalter Marek Lieberberg für das Mendiger Flugplatzgelände als Austragungsort entschieden hat, können der Verwaltungschef und sein Mitarbeiterteam keineswegs die Hände in den Schoß legen, sondern sind jetzt mehr gefragt, denn je! „Blick aktuell“ hatte das Glück, noch eine Lücke im Terminkalender von Jörg Lempertz für ein Interview nutzen zu können:

„Die Welle der Begeisterung für Rock am Ring in Mendig ist enorm. Wie kommt das bei Ihnen an?“

Jörg Lempertz: „Wir werden jeden Tag bei allen nur denkbaren Gelegenheiten darauf angesprochen. Die Menschen freuen sich, dass unsere Stadt Ausrichter dieses bedeutsamen Festivals sein wird. Viele wollen sich an dieser großen Chance zum Teil sogar mit eigenen Ideen einbringen.“

„Wie sieht die kommunale Zielsetzung aus, die hinter „Rock am Ring“ steht“?

Jörg Lempertz: „Das Festival „Rock am Ring“ hat eine durchweg positive Ausstrahlung in ganz Deutschland und den Nachbarstaaten. Dadurch wird der Bekanntheitsgrad unserer Heimat immens gesteigert. Die Region erfährt eine große mediale Aufmerksamkeit, welche die Möglichkeit eröffnet, die Stärken als Tourismus- und Wirtschaftsstandort noch besser zu platzieren. Sowohl die mediale Wertschöpfung als auch die Wirtschaftskraft, die mit „Rock am Ring“ einher gehen, werden uns gut tun. Zusätzlich wird eine Musikkultur in unseren Raum einziehen, welche die bekanntesten Rockbands nach Mendig auf die Bühne bringt.“

„Es wird sicher auch Kritiker geben, die das Festival argwöhnisch beleuchten.“

Jörg Lempertz: „Die Resonanz ist eindeutig positiv, dennoch nehmen wir konstruktive Kritik immer ernst. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass es unsere feste Zielsetzung ist, diese Veranstaltung im Einklang mit der Natur, den Menschen und mit der heimischen Wirtschaft auf den Weg zu bringen.“

„Gibt es schon konkrete Vorstellungen, wie man die heimische Wirtschaft einbinden könnte?“

Jörg Lempertz: „Da es uns selbstverständlich am Herzen liegt, dass die Wirtschaft ihre Chancen entsprechend zu nutzen versteht, wird „Rock am Ring“ bei der nächsten Vorstandssitzung der „Werbegemeinschaft VG Mendig e.V.“ auf der obersten Tagesordnung stehen. Bei dieser Gelegenheit werden verschiedene Ideen und Vorschläge erörtert, wie wir uns als Einkaufsstadt mit ihrer vielseitigen Produktpalette und ihren Dienstleistungen präsentieren könnten. Die Wirtschaftsförderung unserer Verbandsgemeinde hat schon diverse Ideen ausgearbeitet. Darüber hinaus haben wir bei der Firma Campo (Marek Lieberberg) angeregt, dass wir - sobald die Konzeptionen stehen - einen weiteren Termin mit der freien Wirtschaft einberufen. Wie Marek Lieberberg bei der Pressekonferenz am 18.09. bereits sagte, sind die Camper während des Festivals quasi Selbstversorger und können sich mit allen Produkten, angefangen von Lebensmitteln bis hin zu einem evtl. noch fehlenden warmen Kleidungsstück, selber versorgen.

„Wie sieht das weitere Verfahren aus?“

Jörg Lempertz: „Die harte Arbeit der vergangenen Wochen wird auch die nächsten Monate bis zum Festival im Juni 2015 prägen. Unser Team in der Verbandsgemeinde ist motiviert, engagiert und mit geballter Kompetenz im Einsatz. In diesem Zusammenhang möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, dass ich hoch erfreut darüber bin, dass jeder Einzelne mit Leidenschaft dabei ist und verstanden hat, dass es sich hier um eine große Zukunftsperspektive für die Verbandsgemeinde und die gesamte Region handelt. In Zeiten der größten Belastbarkeit wird das wahre Potenzial der Mitarbeiter ganz besonders deutlich, was nicht zuletzt dazu geführt hat, dass wir Marek Lieberberg davon überzeugen konnten, mit „Rock am Ring“ nach Mendig zu kommen. Im Übrigen wird dieses Festival, ebenso wie gleichartige Großveranstaltungen, in ganz Rheinland-Pfalz, von einer ordnungsbehördlichen Anordnung in Form eines Auflagenbescheides begleitet. Mit der Marek Lieberberg Konzertagentur haben wir einen leistungsstarken Veranstalter in Mendig, der seine Kompetenz und Zuverlässigkeit bereits seit Jahrzehnten mit der erfolgreichen Ausrichtung zahlreicher Großveranstaltungen unter Beweis stellt. Außerdem ist die große Stärke des Mendiger Flugplatzareals neben der hervorragenden Verkehrsanbindung und der überdimensional großen Fläche, die für neue Veranstaltungskonzeptionen viele Freiräume bietet, dass die Konzertbesucher gemeinsam auf dem Gelände wohnen und nur wenige Schritte von ihrem Quartier entfernt ausgelassen feiern können.“

„Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch mit uns genommen haben!“

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz mit Konzertveranstalter Marek Lieberberg bei der Pressekonferenz für „Rock am Ring“ in Mendig Foto: FRE

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