Jahresversammlung des Fördervereins St. Michaelkapelle in Andernach
Vorstand im Amt bestätigt
Andernach. Um die Michaelskapelle vor dem totalen Verfall zu retten, haben sich im Jahre 2015 28 engagierte Andernacher zusammen geschlossen und den Förderverein St. Michaelskapelle gegründet. Inzwischen ist die Mitgliederzahl auf 59 Personen gewachsen, die sich bereit erklärt haben, durch persönliches und finanzielles Engagement zu dem Erhalt der Michaelkapelle beizutragen.
Im Thomas-Becket-Haus fand die Jahresversammlung des Fördervereins St. Michaelskapelle statt.
Da seit der Gründung des Fördervereins drei Jahre vergangen sind, wurde gemäß der Vereinssatzung ein neuer Vorstand gewählt. Die anwesenden Mitglieder haben die Herren Claus Peitz - als 1. Vorsitzenden, Dr. Werner Schneichel – als 2. Vorsitzeden und Dr. Waldemar Skurewicz – als Kassenwart beauftragt, den Förderverein weiterhin zu führen.
Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden anwesende Mitglieder und interessierte Andernacher durch Dumont ausführlich sowohl über die bereits vollzogenen Maßnahmen als auch über den Umfang der noch bevorstehenden Arbeiten an der Kapelle informiert. Die Baumaßnahmen haben im Laufe des Jahres 2017 begonnen. Seit dem hat sich an der St. Michaelskapelle vieles verändert. Die Arbeiten am Dach wurden bereits abgeschlossen. Die Sanierungsarbeiten an der Außenfassade der Kapelle sind weit vorgeschritten. Die Fenster wurden ausgebaut. Alle Stahlprofile entrostet, grundiert und beschichtet. Die bislang vorhandene minderwertige Bleiverglasung wurde nicht wieder eingebaut.
Für die Gestaltung der neuen Vitragen wurde durch das Bistum Trier ein Konkurs ausgeschrieben. Es wurden mehrere Künstler angefragt und gebeten, ein Gesamtkonzept für die sieben Fenster zu entwerfen. Einsendefrist ist Ende Februar. Das Einsetzen der neuen Fenster erfolgt jedoch erst nach Abschluss der Fassadenarbeiten. So können die Kosten einer zusätzlichen Schutzabdeckung eingespart werden. Zudem ist noch geplant, eine künstlerisch gestaltete Bleiverglasung innenseitig hinter der Schutzverglasung einzubauen. Da die Verglasung nunmehr mit einer Sicherheitsverglasung erfolgt, können die ursprünglich geplanten Schutzgitter entfallen.
Wiedereröffnung der Kapelle für den Herbst 2018 geplant
Alle Arbeiten sind von der Generaldirektion Kulturelles Erbe empfohlen und mit dem Denkmalpfleger des Bischöflichen Generalvikariats abgestimmt. Die Finanzierung der Baumaßnahmen wurde zwischenzeitlich vom Bistum bewilligt. Die Pfarrei St. Albert und der Förderverein haben sich als Zeitziel für die Wiedereröffnung der Kapelle den Herbst 2018 gesetzt.
Die St. Michaelskapelle wird künftig nicht nur als Gottesdienstraum der Pfarrei St. Albert genutzt werden. Es ist vorgesehen, dass die Kapelle multifunktional gestaltet wird, um den Raum sowohl für Gottesdienste, Schul- und Kulturveranstaltungen bestmöglich nutzen zu können.
Pastor Dumont bedankte sich bei dem Vorstand und den Mitgliedern des Fördervereins für den Einsatz und die Unterstützung zum Erhalt der St. Michaelskapelle. Er hat aber auch darauf hingewiesen, dass trotz der Mitfinanzierung durch das Bistum Trier, die Stiftung Deutscher Denkmalschutz sowie das Landesamt für Denkmalpflege weitere Mittel erforderlich sind, um die Maßnahmen durchführen zu können.
Weitere Unterstützer gesucht
Der Verein würde sich sehr über jegliche Unterstützung, ob durch eine Mitgliedschaft, durch Spenden und auch durch persönliches Engagement für die Kapelle freuen. Die Interessierten oder Neugierigen sind eingeladen, sich jederzeit beim Vorstand weitere Informationen zu holen.
