Wirtschaftsforum der Kreissparkasse Mayen in Andernach
Weltenbummler Reiner Meutsch zu Gast
Andernach. Über 20 Jahre schon lädt die Kreissparkasse Mayen zum „Wirtschaftsforum“ ein, sagte Vorstand Karl-Josef Esch zur Begrüßung der Gäste am 15. Oktober in der Mittelrheinhalle. Im Zentrum der Veranstaltung steht stets ein Gastredner - dabei würden bewusst Themen gewählt, die über das Thema Wirtschaft hinausgehen, so Esch.
Wäre es doch um das Thema Wirtschaft gegangen, hätte Reiner Meutsch sicher auch so einiges beitragen können, ist er doch einer der Gründer des Reiseveranstalters „Berge und Meer“. Er zog sich aber nach 20 Jahren aus dem Unternehmen zurück, ließ sich als Pilot ausbilden, gründete seine Stiftung „Fly and Help“, fand einen Copiloten und startete schließlich eine Reise um die Welt mit einem kleinen Flugzeug. Am Ende zählte Reiner Meutsch 100.000 Kilometer durch 77 Länder. Davon berichtete er während des Vortrags.
Der überaus professionell und sehr routiniert gehaltene Vortrag zeigte, wie es aussehen kann, wenn sich ein Firmeninhaber einen sehr ungewöhnlichen Traum erfüllt. Doch das sollte in den Hintergrund treten, da er unterwegs Schulen eröffnete, Schulen, die in Schwellenländern von Reiner Meutsch und seiner Stiftung finanziell und organisatorisch unterstützt werden. Damit soll den Kindern ermöglicht werden, Bildung zu erhalten, um zu selbstständig denkenden Menschen heranzuwachsen und Chancen auf ein besseres Leben zu haben.
Während des Vortrags schwärmte Meutsch von Afrika („Afrika ist magisch“), von armen, doch überaus liebenswerten Menschen, die er auf seiner Reise kennenlernte. In Ruanda konnte seine Stiftung mittlerweile nach seiner Aussage 15 Schulen für 1.300 Kinder eröffnen. Er besuchte u.a. Äthiopien, ein Land in extremer Armut. Meutsch und sein Copilot flogen auch nach Indien, wo er eine Schule für Waisenkinder der untersten Kaste eröffnete. Eine offensichtliche Notwendigkeit, da es für diese Kinder kein staatliches Schulgeld gibt. Dabei ist der finanzielle Aufwand aus Sicht eines Deutschen gar nicht groß: Mit sechs Euro, rechnete Meutsch vor, könne ein Kind ein Jahr lang in die Schule geschickt werden.
Reiner Meutsch wusste von extremen Unterschieden zwischen Arm und Reich zu berichten, von bombastischen Tempeln („Wo die Menschen nichts haben, ist Glaube wichtig“). Aber er war auch in Ländern, von denen man es nicht unbedingt vermutet hätte, um Schulen zu eröffnen. So eröffnete er z.B. ein Zentrum für Kinder von Straßenprostituierten in Brasilien.
Unterwegs reiste seine Tochter eine zeitlang mit durch Südamerika. Dann erreichte er die USA, durfte sich sogar den Wunsch erfüllen, die Freiheitsstatue zu umfliegen. Meutsch und sein Copilot legten auch einen Stopp in Las Vegas ein. Doch die wichtigen Ziele bei der Weltumrundung waren die Menschen, die Hilfe benötigen. „Unsere Aufgabe war ja, zu den Ärmsten der Armen zu gehen.“
Reiner Meutsch ist lange wieder in Deutschland und sammelt Spenden. Das macht er gekonnt und unterbricht dafür auch schon einmal seinen Vortrag, um Bücher zu seiner Weltumrundung zu verkaufen. Der Erlös soll in die Stiftung fließen, die keine Verwaltungskosten hat, so Meutsch. Bis heute zählt er eine knappe Million Euro und 20.000 Kinder, denen geholfen werden konnte. Die Gäste des Abends durften mit um die Erde reisen und sahen qualitativ sehr hochwertige Fotos und kurze Videos. Dass er die Vermarktung der Reise für diesen Zweck perfektionierte, kommt den Kindern, denen er mit seiner Stiftung hilft, zugute.
Der Ex-Unternehmer Reiner Meutsch weiß, wie man seine Sache vermarktet. Dieser Vortrag diente dazu, Interesse an seiner Stiftung zu wecken, um Kindern in Schwellenländern zu helfen.
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