VLN Langstreckenmeisterschaftsfinale
Wertungsausschluss nach souveränem Sieg
Racing One-Team aus Andernach dennoch hoch zufrieden mit der Saison
Andernach/Nürburgring. Das VLN Langstreckenmeisterschaftsfinale auf der kombinierten Nürburgring Grand Prix Kurzanbindung und Nordschleife ,ausgerichtet vom MSC Münster, hatte es in sich. Wegen Nebels musste das Qualifying verspätet gestartet werden und auch das Rennen wurde um eine Stunde, statt über die normale Vierstundendistanz , auf drei Stunden reduziert gestartet.
Mit dem BMW 235i Racing Cup Rennwagen stellten die Piloten Frederic Verwish aus Belgien ,Benjamin Leuchter aus Duisburg und Dennis Wüsthoff aus Heiligenhaus im Training einen neuen Rundenrekord im BMW Cup auf der Nordschleife auf und holten sich so sicher die Poleposition. Und das bei doch sehr schwierigen Wetterbedingungen, denn stellenweise war die Sichtweite auf der Nordschleife und speziell im Grand Prix Kurs sehr gering. Im Rennen fuhren die Racing One Piloten vom Start weg ein Superrennen und hielten die Konkurrenz des BMW 235i Racing Cups stets auf Schlagdistanz. Als schließlich das Rennen dann elf Minuten vor Ende wegen des noch dichter werdenden Nebels mit der roten Flagge abgebrochen wurde, stand fest , dass Wüsthoff, Leuchter und Vervish einen Superjob gemacht hatten ,denn sie gewannen souverän. “So sehen Sieger aus..." wurde gesungen und gefeiert beim Andernacher Team. „Wir haben wie immer unser Bestes gegeben, das Auto lief super. Wir haben ja schon im Training gezeigt, dass wir hier ein Wörtchen um den Sieg mitreden“ so Benjamin Leuchter.
Weil in zwei Klassen des Rennens, eine davon der BMW 235i Racing Cup, das offizielle Ergebnis noch offen war, stellte sich zwei Tage nach dem Rennen heraus, dass die Sieger vom Team Racing One von der Wertung ausgeschlossen wurden. Der Grund dafür soll ein technischer Regelverstoß gewesen sein. Trotzdem war es eine tolle Saison für das Andernacher Team, die mit mehreren Klassensiegen, eben auch mit dem Ferrari 458, zu den Besten gehörten in der VLN Meisterschaft 2015. Leider ereilte den Boliden mit den Fahrern Mike Jäger, Stephan Köhler und Christian Kohlhaas im VLN Finale ebenfalls ein technischer Defekt, die Servopumpe gab ihren Geist auf und die Lenkung blockierte. „Natürlich ist es schade, so auszufallen, zumal wir die Chance hatten auf den Gesamtsieg in der Klasse SP 8, aber so ist Motorsport. Ich fühle mich total wohl im Team und meine Kollegen auch. So macht es Spaß, den Rennsport zu betreiben. Es ist eine familiäre Athmosphäre im Team, so habe ich das noch nie kennengelernt. Wir freuen uns alle auf das nächste Jahr“, so Stephan Köhler.
Die verdienten VLN-Champions 2015 heißen Dirk und Tim Gronek aus Melle auf Ihrem Renault Clio, die nach 2013 zum zweiten Mal den Titel holten.
Teamchef Martin Kohlhaas.
Die disqualifizierten Sieger im BMW Cup (v.l.): der Belgier Frederic Vervish, Dennis Wüsthoff und Benjamin Leuchter.
