Jusos Andernach erinnern an die Reichspogromnacht
„Wider das Vergessen“
Andernach. Dieses Jahr stand am 9. November vor allem das 25-jährige Mauerfalljubiläum im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. „Trotzdem wollten wir an unserer Tradition festhalten und an diesem Tag an ein anderes wichtiges Ereignis der deutschen Geschichte erinnern: Die Reichspogromnacht“, sagt Jusos Andernach Sprecher Alexander Zimmermann. Am 9./10. November 1938 zerstörten die Nationalsozialisten jüdische Geschäfte und Synagogen in ganz Deutschland und verschleppten tausende Juden in Konzentrationslager. Sie bildete den Auftakt zur systematischen Deportation und zum Holocaust, der 1941 begann. Die Gedenkveranstaltung fand vor dem Historischen Rathaus in Andernach statt. Dabei wurden aus Teelichtern die Worte „Wider das Vergessen“ gebildet. „Ziel der Veranstaltung ist es vor allem, den Leuten ins Gedächtnis zu rufen, wie schrecklich die Zeit des Nationalsozialismus war. Wir möchten sie dafür sensibilisieren, damit so etwas nie wieder passiert.“ Dadurch, dass später noch der Martinszug der Kernstadt war, war entsprechend viel los in der Stadt. „Wir haben große Aufmerksamkeit bekommen“, meint Jungsozialistin Yasmin Osman. „Jeder, der vorbeikam, blieb stehen, um die Worte zu lesen. Wir haben unser Ziel erreicht und vielen Leuten das Ereignis in Erinnerung gerufen“, so Svenja Budde und Faisal El Kasmi abschließend.
Pressemitteilung
Jusos Andernach
