Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums reisten nach Israel
"Wir weigern uns, Feinde zu sein"
Erfahrungen auf beiden Seiten der Konfliktregion konnten gesammelt werden
Andernach.Anfang des Jahres machte sich eine Gruppe der Jahrgangsstufe 12 des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums auf ins „Heilige Land“ nach Israel. Elf Schüler und Schülerinnen und zwei Lehrkräfte reisten eine Woche lang von Beit Jala bei Bethlehem über Jerusalem und Tel Aviv bis nach Nes Ammim, einem kleinen christlichen Dorf im Nordbezirk Israels. Ziel der Reise war es aber nicht nur das gewöhnliche „Touristenprogramm“ zu durchlaufen, sondern die Schülerinnen und Schüler wollten in Berührung mit den unterschiedlichen Kulturen Israels kommen. Dazu bot man ihnen die Möglichkeit, Kontakte mit Palästinensern sowie Israelis zu knüpfen und sie sprachen auch mit in Israel lebenden Deutschen.
Besonderen Eindruck hinterließ die Begegnung mit Mohammed, einem Palästinenser, der in einem Flüchtlingslager in der Nähe von Bethlehem lebt. Er erzählte seine persönliche Geschichte, wie er den Konflikt zwischen Israel und Palästina täglich erlebt. Die Gruppe konnte sehen, was es heißt in einem besetzten Gebiet zu leben, zeitweise ohne fließendes Wasser, oft ohne Arbeit und mit zu vielen Menschen auf zu wenig Raum. Mohammed sprach sich deutlich für eine Zwei-Staaten-Lösung aus und um diese zu erreichen, solle man miteinander sprechen, statt einander zu bombardieren.
Eine andere Art des Umgangs mit dem Konflikt sahen die Schüler im „Tent of Nations“. Die Organisation gibt arabischen Jugendlichen und Jugendlichen aus allen Ländern der Welt die Möglichkeit zur Begegnung und bietet Projekttage für verschiedene Gruppen an. Das Motto lautet „We refuse to be enemies“ (dt: „Wir weigern uns, Feinde zu sein“).
Die Mitglieder der Organisation leben inmitten von israelischen Siedlungen auf ihrem eigenen Land und leisten gewaltlosen Widerstand gegen die Besetzung.
Interessant war es aber auch, den Konflikt im Alltag zu beobachten. Vor allem auf den zahlreich besuchten Bazaren konnten die Schüler beobachten, wie die Menschen im Alltag friedlich zusammenleben und -arbeiten, unabhängig von Religion oder Nationalität. Trotz der vielen bewaffneten Soldaten in den besetzten Gebieten, fühlten sie sich überall willkommen, ob nun von Israelis oder Palästinensern.
Schließlich konnte die Gruppe im Leo-Baeck-Education-Center in Haifa den Umgang mit dem Konflikt von israelischer Seite aus beobachten. In der Einrichtung können arabische und jüdische Jugendliche zusammen lernen und leben. Alle sprechen sich zwar eindeutig für den israelischen Staat aus, engagieren sich trotzdem für eine Annäherung, Dialog und Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen.
Natürlich konnten die Schüler und Schülerinnen auch etwas vom Land sehen. Die Klagemauer wurde besichtigt, die Geburts- und Grabeskirche, die Festung Masada und vieles mehr. Dazu gehörte natürlich auch das Schwimmen im Toten Meer.
Die letzten Tage verbrachte die Gruppe in Nes Ammim, wo sie sah, wie man in doppelter Solidarität mit Israel und Palästina bzw. mit Juden und Christen vermittelnd im Nahostkonflikt wirken kann. Im Dorf werden Begegnungen zwischen jüdischen und arabischen israelischen Jugendlichen organisiert, man versucht Annäherung zu schaffen, ohne dabei jedoch missionierend zu wirken oder sich für eine Seite zu entscheiden. Während dieser Veranstaltungen soll die Möglichkeit zum Dialog geschaffen werden.
Rückblickend haben alle Beteiligten viel gelernt und gesehen, sodass die Fahrt noch lange in Erinnerung bleiben wird. Das Bertha-von-Suttner-Gymnasium plant diese Möglichkeit auch den Schülern und Schülerinnen der nachfolgenden Jahrgangsstufen zu bieten.
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