Allgemeine Berichte | 04.05.2026

Sankt Martins-Nachbarschaft und Senioren-Beirat

Zahlreiche interessierte Zuhörer beim Vortrag von Dr. Dyong über Palliativmedizin

von links nach rechts: Bernhard Ickenroth, Detlev Ullrich (Vors. Senioren-Beirat), Simone Meyer-Gross (Stellv. Amtfrau), Dr. Thomas Dyong, Herbert Lohrum (Amtmann)

Andernach.Rund 30 interessierte Zuhörer konnte Herbert Lohrum, der Amtmann der Sankt Martins-Nachbarschaft, am Freitag, den 24.04.2026 im Großen Saal des Personalwohnheimes des St. Nikolaus-Stiftshospitals begrüßen. Hier referierte Dr. Thomas Dyong, Leitender Arzt für Pneumologie und Palliativmedizin am Andernacher Stiftshospital zu dem Thema „Chancen der Palliativmedizin in der modernen Medizin“.Ausführlich und informativ berichtete Dr. Dyong zunächst über die Anfänge von Palliativmedizin und Palliativpflege. Die mehrfach ausgezeichnete englische Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders (1918-2005) gilt demnach als Pionierin der Palliativmedizin. Von ihr stammt der Spruch: „Was immer in den letzten Stunden geschieht, kann viele Wunden heilen, aber auch in unerträglichen Erinnerungen verbleiben“. In diesem Sinne formulierte Cicely Saunders Basisprinzipien zur ganzheitlichen Begleitung schwerstkranker Menschen in der letzten Lebenszeit, die seit 1977 unter dem Begriff „Palliative Care“ ihre Verbreitung fanden. Zentrale Leitideen sind dabei Lebensqualität und Selbstbestimmung bis zum Schluss.Dementsprechend wird die Palliativmedizin am Stiftshospital als Hoffnungsschimmer für unheilbar erkrankte Menschen in der letzten Lebensphase gesehen, deren Leiden durch entsprechende Schmerztherapien und ganzheitliche Begleitung gelindert werden sollen. „Der Zeit Leben geben“ war daher nicht nur die passende Überschrift dieses Vortrages, sondern ist zugleich auch die Handlungsmaxime der Palliativmedizin am Stiftshospital in Andernach.Als Vorsitzender des „Fördervereins Hospizbewegung Andernach-Pellenz e.V.“ konnte Dr. Dyong auch über die Palliativpflege schwerstkranker Menschen im häuslichen Umfeld in Andernach und Umgebung berichten. Diese wertvolle Arbeit der Hospizbewegung erfolgt durch hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte und wird von diesem Förderverein getragen.Eine umfangreiche Diskussionsrunde, in der Dr. Dyong keine Antwort schuldig blieb, bildete den Abschluss dieser interessanten Veranstaltung.

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von links nach rechts: Bernhard Ickenroth, Detlev Ullrich (Vors. Senioren-Beirat), Simone Meyer-Gross (Stellv. Amtfrau), Dr. Thomas Dyong, Herbert Lohrum (Amtmann) Foto: Beatrix Müllenbach

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