Brohler Kirchweih-Jubiläum
135 Jahre Johannes-Kirche Brohl: Kirchweihfest mit Tradition und Gemeinschaft
aus Brohl-Lützing
Brohl. Anfang Mai feierte die Brohler Johannes-Kirche das 135jährige Jubiläum der Kirchweihe, die am 06. Mai 1891 durch Bischof Michael Felix Korum geweiht wurde. Die Kirchweihfeier stand auch in diesem Jahr wieder im Zeichen gemeinschaftlicher Tradition und festlicher Verbundenheit. Zahlreiche Gläubige aus Brohl und Umgebung fanden sich zu diesem besonderen Anlass in dem markanten Gotteshaus ein.
Besonders erwähnenswert war die Beteiligung einer stattlichen Abordnung der Brohler Matthias Schützen mit ihrer Fahne sowie den amtierenden Schützenkönig und Bezirkskönig Josef Laux und Brudermeister Peter Nonn. Mit würdiger Präsenz und feierlicher Haltung nahmen die Schützen an der Zeremonie teil und unterstrichen damit das historische und kulturelle Zusammenwirken von Brauchtum und Kirche. Als weitere besondere Ehrengäste konnte die Brudermeisterin der Brohler Bruchhausenwallfahrer Petra Fußhöller eine Abordnung aus dem Wallfahrtsort Bruchhausen begrüßen. Da die Kirche in Bruchhausen an Pfingsten nach umfangreichen Renovierungsarbeiten erst wieder feierlich eröffnet wird, hatte der Kirchenvorstand von Bruchhausen anlässlich des Marienmonats Mai, die Idee, die Wallfahrtsmadonna zu den Gemeinden zu bringen, die noch zu Fuß nach Bruchhausen wallfahrten, darunter auch Brohl.
Seit etwa 400 Jahren pilgern
die Brohler Pilger und Pilgerinnen zur Muttergottes nach Bruchhausen, um ihre Verehrung und Verbundenheit mit der Muttergottes zum Ausdruck gebracht, aber auch um ihre fürbittende Nähe zu erfahren, sich unter ihren mütterlichen Schutz zu stellen, Hilfe in persönlichen Anliegen zu erlangen und für ihren Beistand zu danken. War es damals die Pest, die in unsere Region wütete, die den Ursprung der Wallfahrt bildete, so liegen die heutigen Wallfahrtsgründe eher in den aktuellen Themen von Krieg und Gewalt in Europa und Nahen Osten, Bedrohung und Verunsicherung unserer freiheitlichen und offenen bunten Gesellschaft, aber auch in persönlichen Anliegen, begründet.
Die Kirchweih-Liturgie war von einer feierlichen Atmosphäre geprägt. Die Predigt von Pater Twinkle nahm das Weihejubiläum als Anlass, Rückblick und Blick nach vorne zu verbinden: Dank für Bewährtes, Ermutigung für neue Schritte, für eine lebendige Gemeinde, verbunden mit dem Blick auf die Verantwortung jedes Einzelnen für das Gelingen der Gemeinschaft.
An den Festgottesdienst schloss sich ein Stehempfang an, einerseits um das Kirchweihfest würdig und freudig zu feiern, anderseits aber auch als Zeichen des Dankes an Alle, besonders den Ehrenamtlichen, die durch ihr Engagement in vielfältigster Weise dazu beigetragen haben, dass kirchliche Leben in Brohl lebendig zu halten. In ungezwungener Atmosphäre hatten die Anwesenden dort Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen auszutauschen, Kontakte zu vertiefen und die Gemeinschaft zu stärken. Die Teilnehmer nahmen die Gelegenheit dankbar und gern an und machten von der Möglichkeit untereinander ins Gespräch zu kommen zahlreich Gebrauch.
Zusammenfassend war die Kirchweihfeier von Johannes der Täufer in Brohl eine gelungene Mischung aus würdiger Liturgie, gelebter Gemeinschaft und offener Begegnung. Die Beteiligung der Abordnungen der Brohler Matthias Schützen sowie aus Bruchhausen mit der Wallfahrtsmadonna trugen maßgeblich zu dem feierlichen Charakter der Veranstaltung bei. Der Tag endete hoffnungsvoll und mit dem Bewusstsein einer starken, miteinander verbundenen Gemeinschaft.
