Ahrtal Wiederaufbau Fokus
Ahrtal: Wiederaufbau, Bürokratieabbau und Zukunftsentwicklung nach Flut
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Kreis Ahrweiler. Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe hat der rheinland-pfälzische Ministerrat erstmals in vollständig neuer Besetzung im Ahrtal getagt. Ministerpräsident Gordon Schnieder und sein Kabinett machten sich vor Ort ein Bild vom Stand des Wiederaufbaus und tauschten sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Region über die weiteren Herausforderungen aus.
Für die CDU-Landtagsabgeordneten im Kreis Ahrweiler, Petra Schneider und Guido Orthen, ist der Besuch ein wichtiges Signal: Das Ahrtal bleibt auf der politischen Agenda der Landesregierung. „Fünf Jahre nach der Flut ist vieles erreicht worden, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Der heutige Besuch des gesamten Ministerrats zeigt deutlich: Die Landesregierung steht an der Seite der Menschen im Ahrtal und wird den Wiederaufbau weiter unterstützen“, erklärt Petra Schneider, CDU-MdL für den Wahlkreis 13.
Ein Schwerpunkt des Austauschs war die Frage, wie der Wiederaufbau weiter beschleunigt werden kann. Neben der finanziellen Unterstützung geht es insbesondere darum, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und unnötige bürokratische Hürden abzubauen. „Die Menschen im Ahrtal brauchen jetzt vor allem Verlässlichkeit und Tempo. Was vor Ort möglich ist, darf nicht durch langwierige Verfahren und übermäßige Bürokratie ausgebremst werden. Wir müssen alles daransetzen, dass die notwendigen Projekte schneller umgesetzt werden können“, betont der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Orthen (Wahlkreis 14).
Gleichzeitig richtet sich der Blick zunehmend auf die langfristige Entwicklung der Region. Das Ahrtal soll nicht nur wieder aufgebaut, sondern als attraktiver Lebens-, Wirtschafts- und Tourismusstandort weiterentwickelt werden. Ein Beispiel dafür ist die neue „Wein-Entdecker-Tour“, die Wandern und den regionalen Wein miteinander verbindet.
„Das Ahrtal hat eine enorme Stärke: seine Landschaft, seinen Wein, seine Kultur und vor allem die Menschen, die hier leben und arbeiten. Angebote wie die Wein-Entdecker-Tour zeigen, dass Wiederaufbau und Zukunftsentwicklung zusammengehören. Wir wollen, dass wieder mehr Menschen das Ahrtal besuchen und erleben“, sagt Schneider.
Auch fünf Jahre nach der Katastrophe bleibt die Finanzierung des Wiederaufbaus eine zentrale Aufgabe. Die Region steht weiterhin vor großen Investitionen in Infrastruktur, Schulen, kommunale Einrichtungen, Straßen, Brücken und Hochwasserschutz. „Der Wiederaufbau ist eine Aufgabe von historischer Dimension. Deshalb darf die Unterstützung nicht nachlassen. Wir brauchen weiterhin eine starke Partnerschaft zwischen Land, Bund, Kommunen und den Menschen vor Ort“, so Orthen.
Für Schneider und Orthen ist allerdings entscheidend, aus den Erfahrungen der Flut die richtigen Konsequenzen für den zukünftigen Hochwasserschutz zu ziehen. „Wir müssen beim Hochwasserschutz konsequent vorsorgen. Dazu gehören technische Maßnahmen ebenso wie ein funktionierendes Warnsystem und klare Zuständigkeiten. Entscheidend ist, dass wir jetzt handeln und nicht erst auf die nächste Katastrophe warten“, erklärt Schneider.
Der Besuch des Ministerrats sei deshalb mehr als ein symbolischer Termin, sind sich die beiden CDU-Abgeordneten einig. Er verdeutliche, dass das Ahrtal auch fünf Jahre nach der Flut die notwendige politische Aufmerksamkeit erhalte. „Das Ahrtal hat eine Zukunft. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, diese Zukunft aktiv zu gestalten. Und das mit weniger Bürokratie, einem starken Hochwasserschutz und verlässlicher finanzieller Unterstützung“, fasst Orthen abschließend zusammen.
Pressemitteilung von Petra Schneider MdL und Guido Orthen MdL
Weitere Themen
Petra Schneider MdL, Ministerpräsident Gordon Schnieder, Guido Orthen MdL Foto: Petra Schneider MdL