Landfrauen im Kreis Ahrweiler
Aktiv gegen die aktuelle Lebensmittelverschwendung
Eine Ausstellung der Ernährungsberatung Rheinland-Pfalz am Tag der offenen Höfe in Gelsdorf informierte über Fakten zur gegenwärtigen Wegwerfmentalität
Gelsdorf. Studien belegen, dass die Wegwerfmentalität vieler Menschen auch vor wertvollen Lebensmitteln nicht haltmacht. 11 Millionen Tonnen Nahrungsmittel werden demnach pro Jahr weggeworfen, davon entfällt ein großer Anteil auf die Privathaushalte. Statistisch gesehen landen rund 82 Kilogramm pro Kopf und Jahr in der Tonne. „Die Landfrauen sind der Meinung, dass wir uns diese Verschwendung nicht länger leisten sollten“, so die Kreisvorsitzende Ingrid Strohe aus Dedenbach. Das war für sie auch der Anlass mit verschiedenen Aktionen im Kreis Ahrweiler auf das Thema aufmerksam zu machen.
Eine gute Gelegenheit bot der Tag der offenen Höfe in Gelsdorf. Eine Ausstellung der Ernährungsberatung Rheinland-Pfalz informierte über Fakten. Die Kursleiterinnen des Landfrauenkreisverbandes Ahrweiler Elke Krause aus Lederbach und Evelyn Prätorius aus Sinzig standen Rede und Antwort für Passanten, die gerne zu Broschüren und Rezepten mit Küchenresten griffen. Interessant waren aber die Gespräche mit den Besuchern. Das Interesse an dem Thema musste erst durch gezieltes Ansprechen der Passanten geweckt werden. Von circa 20 Besuchern, die zu einem großen Teil auch aus dem nahe gelegenen Nordrhein-Westfalen kamen, blieben nur ungefähr vier aus eigenem Antrieb stehen. Gespräche wurden mit Menschen aller Altersklassen geführt. Dabei zeigte sich, dass die ältere Generation den Umgang mit Lebensmitteln sehr bewusst pflegt, die interessierten Kinder entwickelten in den Gesprächen ihren besonderen Ehrgeiz, dabei sein zu wollen und auch ihr Wissen kundzutun.
Das Fazit der Diskussionen: Eine gute Vorratshaltung, ein bewusster Einkauf und eine überlegte Resteverwertung sind - entgegen der angeführten Studie - für viele Menschen in unserem Raum eine Selbstverständlichkeit.
Aktionen wie ein Kühlschrankquiz und Wissenstests belebten die Ausstellung und bestätigten ebenfalls, dass die beteiligten Personen sehr bewusst mit den Lebensmitteln umgehen .
Auf einer Magnettafel galt es die richtige Ordnung im Kühlschrank aufzuzeigen; für Hausfrauen vielfach kein Problem, aber auch Männer und vor allen Dingen Kinder erledigten diese Aufgabe gerne; nach kleineren Korrekturen standen die Packungen richtig im Kühlschrank oder auch nicht, wie zum Beispiel Eier oder Bananen, Tomaten, die nicht in den Kühlschrank gehören sollten.
