Musikfest zum 60-jährigen Jubiläum der Blaskapelle Weibern in der Robert-Wolff-Halle
Allerbeste Blasmusik präsentiert
Weibern. Die Blaskapelle Weibern feierte ihr 60-jähriges Bestehen mit einem großen Musikfest in der Robert-Wolff-Halle in Weibern.
Die Blaskapelle Weibern wurde 1953 durch eine Initiative der Freiwilligen Feuerwehr Weibern und aus deren Reihen als „Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Weibern“ ins Leben gerufen. Anfang der 70er Jahre trennte man sich von der Feuerwehr und die Blaskapelle wurde als eigenständiger Musikverein fortan geführt.
Der Vorsitzende und Dirigent der Blaskapelle Weibern, Ralf Geppert, sowie sein Stellvertreter Karl Gundert konnten dazu neben den teilnehmenden Blaskapellen auch viele Ehrengäste sowie zahlreiche Besucher willkommen heißen. Unter den Ehrengästen konnten sie neben Bürgermeister Johannes Bell, dem VG-Beigeordneten Ernst Hirner und Ortsbürgermeister Peter-Josef Schmitz auch den Vizepräsidenten des Musikverbandes Rheinland-Pfalz, Hermann-Josef Esser, sowie den Vorsitzenden des Kreismusikverbandes Ahrweiler, Christoph Schnitker, willkommen heißen. Besonders freute man sich, dass auch einige „Männer der ersten Stunde“ zum Jubiläumsabend gekommen waren. So konnte man u. a. neben den Gründungsmitgliedern Gottfried Ebert, Gerhard Fronert und Hermann Hilger auch den langjährigen Dirigenten, Vorsitzenden und Schriftführer, das Ehrenmitglied Hubert Burzywoda unter den Gästen begrüßen. Stellvertretend für die Weiberner Vereine begrüßte man den Vereinsringvorsitzenden Ralf Krayer.
Sechs Musikkapellen verschönerten den Abend
Dabei bekamen die Zuhörer alle Facetten der Blasmusik geboten. Angefangen von traditioneller Marschmusik über schwungvolle Weisen aus Musicals, Schlager, Evergreens, Medleys usw. boten die Blaskapellen Musik vom Allerfeinsten.
Eröffnet hatten das Musikfest die Bergmusikanten Hoffeld unter der Leitung von Bernd Prämassing. Dieses über 80 Jahre alte Ensemble sorgte gleich zu Beginn für die richtige Stimmung in der Robert-Wolff-Halle und schuf einen passenden Übergang zu Ehrungen, die durch den Vizepräsidenten des Landesmusikverbandes sowie dem Kreismusikverbandsvorsitzenden vorgenommen wurden.
Der Vizepräsident des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz Hermann-Josef Esser überbrachte die Grüße des Verbandes. 60 Jahre Vereinsgeschichte zeigten Höhen und Tiefen auf. Alle habe man seitens der Blaskapelle Weibern gemeistert und man dürfe besonders stolz sein auf die Jugendarbeit. „Dass das Mitwirken in Blaskapellen meist ehrenamtlich und zum Wohle der Allgemeinheit geschieht, wird leider oft vergessen. Dazu sind regelmäßige Proben erforderlich, ohne die musikalische Leistungen nicht erbracht werden können. Doch nicht nur das Musizieren spielt gerade für die Jugendlichen Musiker eine wichtige Rolle, sondern auch das Miteinander und das soziale Verhalten“, erinnerte Esser.
Ehrungen ausgesprochen
Auch Kreismusikverbandsvorsitzender Schnitker, der die Glückwünsche des Kreismusikverbandes und aller angeschlossenen Vereine überbrachte, betonte die Wichtigkeit der früheren Heranführung der Jugendlichen. Sodann zeichnete er Katja und Jennifer Heilig mit dem Jugendehrenzeichen in Gold für ihre zehnjährige, aktive Tätigkeit aus.
Hermann-Josef Esser hatte die Ehren Elmar Dölle mit der Goldenen Ehrennadel des Landesmusikverbandes und einer Urkunde für 40-jährige, aktive musikalische Tätigkeit auszuzeichnen. Gar 50 Jahre aktiv ist Egon Klein, den er ebenfalls mit der Goldenen Ehrennadel und einer Urkunde auszeichnete. Die Geehrten erhielten viel Beifall.
Mit dem Fliegermarsch startete danach der Musikverein St. Valerius Baar. Dirigent Günter Bast leitete mit passenden Worten zu den einzelnen Liedbeiträgen über und servierte mit dem Musikverein St. Valerius Baar allerbeste Blasmusik. Eine tolle Darbietung der Baarer Musikanten. Bürgermeister Johannes Bell gratulierte dem Jubelverein aufs Herzlichste. Besonders Ralf Geppert und Jennifer Heilig wurden von ihm für ihre Aktivitäten gelobt. Bell stellte auch die eigene Jugend heraus. „Das Chaos-Orchester Weibern ist durchaus keine Chaos-Truppe, sondern ein beachtliches Musikensemble, das auch bereits mehrfach für die Verbandsgemeinde aktiv wurde.“ Circa 30 Auftritte im Jahr habe die Blaskapelle Weibern und in etwas genauso viele Auftritte verzeichnete das Chaos-Orchester.
Auch Ortsbürgermeister Peter-Josef Schmitz hatte nur lobende Worte im Gepäck. Doch zunächst dankte er dem Musikverein St. Valerius Baar dafür, dass er seinen Auftritt mit der „Weiberner Nationalhymne“ beendet habe. Er erinnerte an das 50-jährige Bestehen der Blaskapelle Weibern, bei dessen Feierlichkeiten er den Wunsch geäußert habe: „Es wäre schön, wenn die Blaskapelle ihre Nachwuchsarbeit in den Griff bekäme!“ Dies sei dem Verein aufs Beste gelungen. Er dankte dem Vorsitzenden und Dirigenten Ralf Geppert für sein Engagement hierbei. Die Blaskapelle Weibern verfüge über ein anspruchsvolles und beachtenswertes Repertoire.
Bei der anschließenden Gratulation der Ortsvereine, die zahlreich zum Jubiläumsabend mit Abordnungen erschienen waren, wurde verdeutlicht, welche Bedeutung die Blaskapelle Weibern im dörflichen Geschehen hat.
Überzeugender Auftritt des Chaos-Orchesters
Dann schlug die große Stunde der Nachwuchsabteilung. Das Chaos-Orchester Weibern unter der Leitung von Jennifer Heilig zeigte sein Können. Dabei griff die Dirigentin bei verschiedenen Liedbeiträgen selbst zur Trompete. Musizierend und darstellend der Auftritt des Chaos-Orchesters und beeindruckend dabei auch das Schlagzeugsolo von Drummer Moritz Moll. Nach dem letzten Liedbeitrag gab es Standingovations für die zehn Musiker und ihre Dirigentin. Auch die Schützenkapelle Luxem unter ihrem Dirigenten Achim Käfer wusste mit einem breiten Spektrum an Blasmusik zu gefallen. Quer durch alle Sparten der Blasmusik zeigte man, was in ihr steckt. Den Abschluss des Abends machten die Original Goldbach-Musikanten Kempenich. Unter der Leitung ihres musikalischen Leiters Uli Arlt ließen sie die gute Stimmung noch einmal auf einen Höhepunkt zusteuern. Die Kempenicher Musikanten sorgten für einen stimmungsvollen Abschluss des Konzertes. Da durften am Ende die Verantwortlichen der Blaskapelle Weibern ein zufriedenes Fazit ziehen. Bleibt zu hoffen, dass das Interesse an der Blasmusik und besonders beim Nachwuchs erhalten bleibt. .
Zahlreiche Bürger waren gekommen.
