Allgemeine Berichte | 04.08.2015

Traditionelle Marienwallfahrt nach Bruchhausen steht bevor

Anliegen der Mutter Gottes vorbringen

Das Brohler Wappen auf der Wallfahrtskerze.

Bruchhausen/Brohl. Alter Tradition folgend, pilgern die Brohler Pilger und auch Marienverehrer der umliegenden Orte bereits seit etwa 350 Jahren zur Muttergottes-Verehrung in die Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist nach Bruchhausen, oberhalb Unkel gelegen. Der Verspruch einer Wallfahrt geht wohl auf die Pestjahre 1666/67 zurück, welche in unserer Region wütete und eine Vielzahl von Bewohnern dahinraffte.

So finden sich auch heute noch am Sonntag nach Maria Himmelfahrt (15. August) eine große Schar Marienverehrer, welche nach einer fünfstündigen Wallfahrt der Mutter Gottes ihre Anliegen vorbringen. Wenn man in dem ersten Jahrhundert noch der „Trösterin der Betrübten“ seine Verehrung entgegenbrachte, gilt heute die Verehrung einer sogenannten Mantelmadonna „Maria-Refugium Peccatorum“ - Zuflucht der Sünder, deren Vorhandensein bis in das 14. Jahrhundert zurückgeht.

Das auf den Grundfesten einer marianischen Kapelle errichtete, stark gegliederte Gotteshaus bietet trotz der mehrfach erfolgten Um- und Ergänzungsbauten und den verschiedenen Stilrichtungen des Mittelalters einen baulich ästhetischen Anblick. Beeindruckend auch das vielschichtige Inventar, welches den dämmrigen Innenraum umfängt, zeigt doch vieles auf eine große Marienverehrung über Jahrhunderte hin.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts sind die Brohler Wallfahrer in eine „Marianische Bruderschaft“ eingebunden, zu welcher sich viele Glaubensgruppierungen beiderseits des Rheins gefunden haben. So hält auch heute noch ein Brudermeister das einmal gemachte Versprechen wach.

Auch wenn in der heutigen Zeit die alten Traditionen und besonders die Heiligenverehrung dem allgemeinen Zeitgeist Tribut zollen müssen, finden sich immer noch 50 bis 60 Fußwallfahrer, welche nach einem Segen frühmorgens um 5 Uhr dem Vortragekreuz folgend den beschwerlichen Weg über die rechtsrheinischen Höhen über Linz und Kasbach angehen, wo eine ebenso große Schar Auto-Wallfahrer die wackeren Pilger erwarten.

Erstaunlich, wenn man in den Annalen der Bruderschaft blättert, dass in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und auch zu Beginn der 80er Jahre mit bis zu 200 Pilgern die Höhen gen Bruchhausen angegangen wurden. Selbst in der glaubenslosen Zeit des Dritten Reiches fanden sich immer wieder unerschrockene Bürger, welche die Mühen des Weges und die Gefahren des Entdeckens auf sich nahmen, galt es doch, Jahr für Jahr die Wallfahrer-Kerze in einer Lade zu Ehren der Gottesmutter nach Bruchhausen zu bringen.

So auch in diesem Jahr. So hat in diesem Jahr ein Spender, gemeinsam mit seiner Tochter, in handwerklicher Arbeit eine Wallfahrer-Kerze geschaffen, welche das Bild Mariens als „Zuflucht der Sünder“ und das Wappen der Gemeinde Brohl zeigt. Möge die Kerze über das Jahr zu Ehren der Mutter Gottes und zum Heil der Pilger ihr Licht zeigen.

In diesem Jahr ist es am Sonntag, 16. August wieder soweit. Die Pilgermesse ist um 10.30 Uhr und lässt uns alle der Ehren Mariens singen und beten: „Maria zu Dir kommen wir“ - Ein Marienverehrer geht nicht verloren.

Werner Fußhöller

Das Brohler Wappen auf der Wallfahrtskerze.
Detail der Madonna der Wallfahrtskerze.

Detail der Madonna der Wallfahrtskerze.

Die Kirche St. Johannes Baptist in Bruchhausen.

Die Kirche St. Johannes Baptist in Bruchhausen.

Das Brohler Wappen auf der Wallfahrtskerze.

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