Allgemeine Berichte | 16.09.2013

Internationale Gruppe besuchte Absturzstelle in Niederzissener Flur

Auf den Spuren eines britischen Lancester Bombers

Ortsbürgermeister Richard Keuler und Dominic Howard von der britischen Veteranenvereinigung des 49th Squadron der Royal Airforce befestigten an der Absturzstelle eines Lancester Bombers die Papiermohnblume. privat

Niederzissen. Mit großem Interesse begleitete Ortsbürgermeister Richard Keuler eine Besuchergruppe, die über Bomberabstürze im Zweiten Weltkrieg forscht. Mit dabei war ein Gast aus England, den die Absturzstelle eines britischen Lancester Bombers besonders interessierte. Der Bomber war in der Nacht vom 26. zum 27. März 1944 mit sieben Mann Besatzung Auf Schülert in der Genmarkung Niederzissen abgestürzt. Dies ist heute im Bereich des Industriegebietes Brohltal-Ost. Ein Soldat überlebte den Absturz durch Fallschirmabsprung. In seinem Auftrag forscht der in Australien lebende Andrew McDonald über die bis heute ungeklärten Umstände des Absturzes mit dem unmittelbaren Schicksal der umgekommenen Soldaten in den ersten Tagen nach dem Absturz.

Horst Drößlich aus Niederzissen, der sich seit Langem mit den Abstürzen der Bomber beschäftigt, konnte dabei gute Hinweise zu der Absturzstelle geben, die auch tatsächlich, unter anderem durch gutes Kartenmaterial und Oberflächenfunde von Flugzeugteilen, ausfindig gemacht werden konnte. Dominic Howard von der britischen Veteranenvereinigung des 49th Squadron der Royal Airforce, der auch dem abgestürzten Bomber angehörte, befestigte an einem Baum an der Absturzstelle eine kleine Papiermohnblume. Dies gilt als Akt der Erinnerung und Ehrung der Toten und hat bei den dortigen Streitkräften eine lange Tradition. Jede Mohnblume symbolisiert einen gefallenen Soldaten. Es sei ein inniges Gedenken an die Gefallenen, wie Winzermeister Peter Schreiber aus Rheinhessen erläuterte, der sich in seiner Freizeit in der in Heltersberg in der Pfalz ansässigen „Arbeitsgruppe Vermisstenforschung“ mit den Schicksalen abgestürzter Flugzeugbesatzungen beschäftigt.

Für Ortsbürgermeister Richard Keuler offenbarte der Besuch eine bis dahin für ihn unbekannte Seite des ortsgeschichtlichen Geschehens im Zweiten Weltkrieg. Horst Drößlich konnte dabei gute neue Kontakte knüpfen und wird sich weiterhin, insbesondere solange noch Zeitzeugen leben, mit neuem Elan dem Aufspüren der Absturzstellen und den Schicksalen der Soldaten widmen.

Ortsbürgermeister Richard Keuler und Dominic Howard von der britischen Veteranenvereinigung des 49th Squadron der Royal Airforce befestigten an der Absturzstelle eines Lancester Bombers die Papiermohnblume. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Image Anzeige
Lampionfest der Feuerwehr Weißenthurm
Stellenanzeige Reinigungskraft
Kleinanzeige Heckenschnitt
Anzeige Fahrzeugsegnung
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr , 27. – 28.06.26
Murrefest u. St. Peter & Paul-Kirmes in Westum
Empfohlene Artikel
Siegerfoto mit Bezirkskönig Frank Degen (rechts), weiteren Majestäten und Teilnehmern sowie dem Brohltalbund-Vorstand
19

Brohltal. Am Samstag, 13.06.2026 traf sich der Vorstand des Brohltal-Schützenbundes bereits um 09:30 Uhr zu einer informellen Besprechung. Um 10:00 Uhr kamen dann die Vertreter der einzelnen Vereine zur Bruderratssitzung zusammen. Besprochen wurden Einzelheiten bzgl. Ablauf des anstehenden Bezirkskönigs- und Prinzenschießens und des Ende Juni stattfindenden Seniorenkönigschießens.

Weiterlesen

Siegerfoto mit Bezirkskönig Frank Degen (rechts), weiteren Majestäten und Teilnehmern sowie dem Brohltalbund-Vorstand
10

Brohltal. Bezirkskönigs- und Prinzenschießen 2026 Am Samstag, 13.06.2026 traf sich der Vorstand des Brohltal-Schützenbundes bereits um 09:30 Uhr zu einer informellen Besprechung. Um 10:00 Uhr kamen dann die Vertreter der einzelnen Vereine zur Bruderratssitzung zusammen. Besprochen wurden Einzelheiten bzgl. Ablauf des anstehenden Bezirkskönigs- und Prinzenschießens und des Ende Juni stattfindenden Seniorenkönigschießens.

Weiterlesen

Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
39

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Gerade bei heißen Temperaturen können sich schnell Maden in der Biotonne bilden.
2235

Biotonne im Sommer pflegen

Biotonne bei Hitze: Maden vermeiden

Kreis Neuwied. In den Sommermonaten können sich im feuchtwarmen Klima der Biotonne schnell unerwünschte Organismen bilden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied fährt in den Sommermonaten eine wöchentliche Leerung der Biotonne, die das Problem deutlich reduziert. Sie gibt praktische Tipps, was Anwohner darüber hinaus tun können, um unerwünschter Organik vorzubeugen.

Von Laura Tries aus Neuwied

Weiterlesen