Allgemeine Berichte | 11.10.2015, 13:00 Uhr

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. - Kreisgruppe Ahrweiler informiert

Bewegungsjagden beginnen

Die Jägerinnen und Jäger im Kreis legen allergrößten Wert auf gute Schießleistungen und Sicherheit.privat
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Kreis Ahrweiler. Jetzt im Oktober beginnen in vielen Jagdrevieren die alljährlichen Bewegungsjagden. Die Jägerinnen und Jäger im Kreis legen hierbei allergrößten Wert auf gute Schießleistungen und Sicherheit. Dies wird gefördert durch die regelmäßige Teilnahme am jagdlichen Übungsschießen und trägt dazu bei, dass jeder Jäger den gesetzlichen Forderungen des Tierschutzes in steigendem Maße entsprechen kann. Zusätzlich wird das Schießen auf bewegte Ziele in modernen Schießkinos trainiert, um den Drückjagdnachweis zu erlangen. Zur Förderung der Schießleistungen veranstaltete die hiesige Kreisjägerschaft auch in diesem Jahr wieder eine „Kreismeisterschaft im jagdlichen Schießen“ und Schießobmann Ralf Bockshecker ehrte die Jägerinnen & Jäger, die regelmäßig mit Erfolg am Übungsschießen teilnahmen, mit der DJV-Jahresschieß- beziehungsweise Leistungsnadel. Mit den Bewegungsjagden, auch Drück- oder Treibjagden genannt, erfüllen Jägerinnen und Jäger einen Großteil der staatlich vorgeschriebenen Abschusspläne. Bei dieser Art der Jagd ziehen Treiber und Hunde langsam durch den Wald. Durch die dabei entstehende Unruhe werden Rehwild, Wildschwein und Co. auf die „Läufe“ gebracht und ohne Hast in Richtung der Schützen „gedrückt“ oder „getrieben“. So haben die Jägerinnen und Jäger die Möglichkeit, Alter, Geschlecht und Konstitution der Wildtiere zu erkennen und einen tödlichen Schuss auf das Wild anzubringen.

Warnhinweise beachten

Da aber auch während einer Bewegungsjagd allergrößten Wert auf Sicherheit gelegt wird, appellieren die Jägerinnen und Jäger an Wald- und Feldbesucher, bitte auf Warnhinweise zu achten. Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie „Treibjagd“ oder „Vorsicht Jagd“ machen an Straßen sowie Wald- und Feldwegen auf Bewegungsjagden aufmerksam. Um unbeteiligte Waldbesucher und Jagdteilnehmer vor Gefahren zu schützen, gelten äußerst strenge Regeln. Hochsitze und erhöhte Stände sorgen zwar dafür, dass nur Schüsse abgegeben werden, bei denen der gewachsene Boden als natürlicher Kugelfang dient. Dennoch bitten die Jägerinnen und Jäger, die aufgestellten Warnschilder und Hinweise zu beachten.

Ohne eine ausreichende Bejagung würden sich Reh- oder Rotwild in der Kulturlandschaft übermäßig vermehren und in den Wäldern die Bäume derart schädigen, dass diese absterben würden. Wildschweine könnten ihren Bestand in einem einzigen Jahr sogar vervierfachen. Dadurch wären landwirtschaftlich genutzte Flächen in erheblichem Maße bedroht. Aber auch das anpassungsfähige Raubwild, wie Marder, Fuchs und Dachs, würden ohne die Jagd die bereits jetzt stark bedrohten Kleinsäuger und Bodenbrüter regional auslöschen.

Die Jägerinnen und Jäger im Kreis legen allergrößten Wert auf gute Schießleistungen und Sicherheit.Foto: privat

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