Allgemeine Berichte | 28.02.2014

Karneval im Seniorenzentrum Villa Romantica in Niederzissen

Bewohner und Mitarbeiter erlebten knatschjecke Sitzung

Zweieinhalb Stunden Programm - Niederzissener Prinzenpaar feierte mit

Als Düsseldorfer Mädchen, das lange in Köln lebte, ist die sangesfrohe 99-Jährige für das Amt der Prinzessin geradezu prädestiniert. privat

Niederzissen. Zweieinhalb Stunden ging es Schlag auf Schlag bei der Karnevalssitzung im Niederzissener Seniorenzentrum Villa Romantica. Da wurde viel gelacht, gesungen, geklatscht und getanzt. Immer wieder hieß es „Zesse - knatsch jeck!“ oder „Villa – knatsch jeck!“ Sitzungspräsidentin Trudel Seul aus Weiler, Frisörin in der Villa, führte wie bereits in den Vorjahren gekonnt durch das kurzweilige Programm.

Pünktlich um 14.11 Uhr wurde Luise Sonntag, 99-jährige Bewohnerin aus Weiler, zur Prinzessin der Villa proklamiert. In Düsseldorf geboren, nach Köln geheiratet, als Rentnerin in Weiler und jetzt immer mit einem Lied auf den Lippen in der Villa unterwegs: Luise Sonntag ist geradezu prädestiniert, als Prinzessin zu fungieren. Luise I. zog durch die Gänge der proppenvollen Narrenhalle und nahm die Huldigung ihrer Untertanen entgegen. Gleich danach konnte Sitzungspräsidentin Trudel Seul auch schon das Niederzissener Prinzenpaar Rainer I. und Nicole I. nebst Hofstaat empfangen, darunter eine Abordnung der Karnevalsgesellschaft mit dem 2. Vorsitzenden Hans Seul und den Möhnen sowie Ortsbürgermeister Richard Keuler. Prinz Rainer ist den Villa-Bewohnern kein Unbekannter, ist er doch in unterschiedlichen Funktionen oft in der Villa zu Gast.

Abwechslungsreich gestaltete sich das weitere Programm. Zunächst legte das Solomariechen der Zesse Jecke Ann Katrin Wittke gekonnt einen Tanz aufs Parkett. Es folgte ein Vortrag von Maria Hilgert aus Weiler. Sie berichtete von einem Aufenthalt in der Brohltal-Klinik und den seltsamen Krankheiten und komischen Mitpatienten, die sie dort erlebte. In das gleiche Horn stießen dann die Villa-Senioren: Mit dem Lied und dem Sitztanz „He deit et wih, un do deit et wih“ zählten sie ihre vielen Wehwehchen auf.

Nach dem Kaffeetrinken bereicherten Solomariechen Svenja Schwarz, drei Jeläser (Gleeser) Möhne als Jeläse Bauere, die Mini-Möhnen aus Burgbrohl und die Oberdürenbacher Sternchen das Programm, das Hans-Werner Boers musikalisch begleitete.

Bevor das Niederzissener Prinzenpaar sich auf den Weg zur nächsten Veranstaltung machte, bedachte es alle Senioren und Mitarbeiterinnen mit einer Rose bzw. einem Piccolo. Die vergnügliche Karnevalssitzung im Seniorenzentrum klang mit alten Karnevalsliedern und einer Polonaise aus, begleitet am Keyboard von Hans-Werner Boers. Alle waren sich beim Hinausschunkeln einig, wieder eine tolle Sitzung erlebt zu haben.

Als Düsseldorfer Mädchen, das lange in Köln lebte, ist die sangesfrohe 99-Jährige für das Amt der Prinzessin geradezu prädestiniert. Foto: privat

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