Lokalsport | 03.09.2013

Fußball-Rheinlandliga: SG Mendig/Bell - SG Bad Breisig 2:1

Chancen über Chancen und doch verloren

Yannik Kossmann beim Kopfball, dahinter Heimkehrer Fathi Sallsashi. privat

Bad Breisig. Eigentlich sollte es ein Befreiungsschlag werden, aber irgendwie war der gesamte Sonntag ziemlich verkorkst. Dabei begann die Mannschaft um Kapitän Florian Lückenbach gut und druckvoll. Bereits nach sechs Minuten hatte man sich über rechts wunderbar durchkombiniert, scheiterte aber an dem guten Torwart der Mendiger, der gerade noch rechtzeitig den Fuß ausfahren konnte. Wenige Minuten später wird Dustin Friese regelwidrig im Strafraum gelegt. Der etatmäßige Elfmeterschütze Jan Rieder schnappt sich den Ball, schießt aber zu unplatziert einfach in die Mitte, sodass der Keeper kaum Mühe hat, den Schuss zu halten.

Anschließend vergibt Giovanni Lubaki freistehend eine hochkarätige Chance. In den ersten 30 Minuten haben die Gastgeber nicht viel dagegen zu setzen. Erst als die Breisiger einen Ball im Aufbau verlieren, ergibt sich die erste Chance. Zum Glück für die Quellenstädter kann Michael Prangenberg den Ball noch aus dem Winkel herausholen und um den Pfosten zirkeln. In der 31. Minute steht dann wieder Prangenberg im Mittelpunkt, als er einen Fernschuss parieren kann. Auch den Nachschuss kann er mit einer wagemutigen Parade abfangen.

Dann in der 33. Minute war es endlich so weit. Nach einem Eckball war es Giovanni Lubaki, der mit einem spektakulären Seitfallzieher das 1:0 für die Breisiger erzielen konnte. Die Halbzeitführung hätte höher ausfallen müssen, aber auch die letzte Großchance vor dem Pausenpfiff ließen die Breisiger liegen.

Auch die zweite Halbzeit war nicht arm an Ereignissen. So wurde Lubaki bereits kurz nach Anpfiff im Strafraum umgestoßen, und der Schiedsrichter zeigte erneut auf den Punkt. Hier bewahrheitete sich leider wieder einmal die Weisheit, dass der Gefoulte nie selber antreten soll. Lubaki scheiterte am glänzend aufgelegten Mendiger Schlussmann, der den scharf und platziert geschossenen Strafstoß erneut parieren konnte. Die nächste „100-Prozentige“ ließ nicht lange auf sich warten. Zum wiederholten Mal kombinierten sich die Breisiger toll durch das Mittelfeld. Leider wurde die Hereingabe von Christos Varelis auf die völlig frei stehenden Rieder und Lubaki noch zur Ecke abgewehrt. Die nächste Möglichkeit, die Führung auszubauen, vergab Rieder, der den Ball knapp am Tor vorbei legte (53.).

Anschließend schlug Torwart Heinemann Jan Rieder mit voller Absicht ins Gesicht. Selbst die Zuschauer aus Mendig waren über dieses Verhalten entsetzt und nicht weniger über die Reaktion des Schiedsrichters verwundert: Dieser schickte Jan Rieder mit einer gelb-roten Karte vom Platz. Gesehen hatten weder der Schiedsrichter noch sein Assistent, der nur zehn Meter vom Ort des Geschehens entfernt stand, die Tätlichkeit. Sie ahndeten lediglich die Bemerkungen, die der Breisiger Stürmer zu Recht von sich gab. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel hektisch und zerfahren. Einen vernünftigen Aufbau gab es weder bei der einen noch der anderen Mannschaft. In der 73. Minute verletzte sich dann Dustin Friese am Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden. Damit war die Ordnung im Mittelfeld der Quellenstädter dahin, und Mendig wurde immer stärker. Die Gastgeber belagerten zwar das Breisiger Tor, konnten sich allerdings immer noch nicht entscheidend durchsetzen.

Im Gegenteil: Durch eine Undiszipliniertheit und die daraus resultierende rote Karte reduzierten sie sich selber.

In der ersten Minute der Nachspielzeit kamen die Mendiger dann doch zum Ausgleich. Damit nicht genug, ließ der Schiedsrichter doch wegen der zahlreichen Verletzungspausen noch weitere sieben Minuten nachspielen. In der 98. Minute gelang Mendig aus dem Gewühl heraus noch ein Schuss auf und ins Tor.

Damit war die Breisiger Niederlage besiegelt, obgleich völlig unnötig, da man doch bereits kurz nach der Halbzeit mit drei oder vier Toren Vorsprung hätte führen müssen. Aber es zählen nun einmal nur die erzielten Treffer.

Yannik Kossmann beim Kopfball, dahinter Heimkehrer Fathi Sallsashi. Foto: privat

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