FDP im Landkreis Ahrweiler
„Der Ahrkreis lebt vom Tourismus“
Stellungnahme zur Pressemitteilung der FWG im Landkreis Ahrweiler, Blick Aktuell Ausgabe 26
Die FWG attestiert der FDP schlechten politischen Stil, weil wir Liberale bekräftigt haben, uns weiterhin mit aller Kraft dagegen einzusetzen, dass die anderen Parteien im Kreistag die schöne Landschaft im Kreis Ahrweiler durch Windräder verschandeln wollen. Es sei dem Urteil der Leser überlassen, ob nicht die FWG mit ihrer Polemik einen schlechten politischen Stil an den Tag legt. Offenkundig ist aber, dass die FWG unter Vergesslichkeit leidet. Oder man will sich, angesichts der wachsenden Kritik an der Energiewende und an der Inflation von Windrädern nicht mehr an den Beschluss erinnern, den die FWG im Kreistag vehement unterstützt hat. Der Kreistag hatte im Juni 2011 das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 seinen Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu schöpfen. Die einzige Partei, die dem nicht zugestimmt hat, war die FDP. Das ist in den Protokollen der Kreisverwaltung nachlesbar. CDU, SPD, Grüne und FWG haben nicht nur für dieses hochgesteckte gestimmt, sondern uns Liberale, unsere Fraktion hatte damals sechs Mitglieder, übel beschimpft. Der FWG konnte es mit der Umsetzung des Beschlusses nicht schnell genug gehen. Daher forderte sie 2013 im Kreistag einen runden Tisch zum Thema Energiewende, auch das ist protokolliert. Der Kreistag entschied allerdings mehrheitlich, diesen Antrag nicht direkt umzusetzen, sondern verwies ihn an den Kreis- und Umweltausschuss. Anfang 2014 drängte die FWG erneut darauf, dieses Vorhaben voranzutreiben und beklagte, dass bisher zu wenig Windräder im Kreis Ahrweiler aufgestellt worden seien. „Das Wegbrechen der Windenergienutzung wäre fatal,“ so Hans-Josef Marx, Mitglied der FWG-Fraktion im Kreistag, in der Presse. Ursächlich war für ihn die Landesregierung, die den Bau von Windrädern in Landschaftsschutzgebieten nicht genehmige. Selbst Landschaftsschutzgebiete sind also für die FWG kein Hindernis, Windräder aufzustellen. Das sehen wir Liberale anders, und wir werden nicht müde werden, unsere Position zu vertreten: Der Ahrkreis lebt vom Tourismus, von seiner landschaftlichen Schönheit, vom Weinbau und einer historisch geprägten Kulturlandschaft. Das dürfen wir nicht gefährden und für ein utopisches Ziel, leichtfertig aufs Spiel setzen. Das Ziel, bis 2030 den Kreis Ahrweiler vollständig aus erneuerbaren Energien zu versorgen, ist nicht erreichbar. 100 Prozent aus erneuerbaren Energien würden zwangsläufig dazu führen, dass der Kreis komplett mit Windrädern verspargelt würde. Das wäre das Ende für unsere Tourismusregion. Dieser Wahrheit sollten wir uns stellen. Ideologie und selbst gut gemeinter Idealismus reichen nicht, wir brauchen Realismus. Vor allem aber kann das Argument, dass die Gemeinden hiermit viel Geld verdienen können, nicht entscheidend sein. Denn der Schaden für die Region würde deutlich höher ausfallen, als der zweifelhafte Nutzen, der zudem nur durch die Inanspruchnahme von Subventionen entstünde. Wir Liberale haben nichts gegen Windräder an Orten, die nicht derart sensibel sind, wie der Ahrkreis. Wir vor Ort sollten eher auf Konzepte und Innovationen zur Senkung des Energieverbrauchs in privaten und öffentlichen Einrichtungen setzen. Das ist machbar, nimmt die Bürger mit und gefährdet nicht unsere Tourismus- und Gesundheitsregion.
Pressemitteilung
der FDP im Kreis Ahrweiler
