Allgemeine Berichte | 07.09.2015, 17:28 Uhr

Alt und Jung sollen sich bewerben

Der Mundart ein Forum bieten

Die Sparkassenstiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“ bereitet in Zusammenarbeit mit BLICK aktuell ihren vierten Mundartwettbewerb vor

Der Mundartwettbewerb der Sparkassenstiftung bietet auch der jungen Generation ein Forum für ihre Weke
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Ahrkreis. Liebhaber der Mundart können schon mal Bleistifte oder Kugelschreiber, Kladden und Zettel herauslegen, aber auch das Handy oder die Videokamera bereithalten. Vielleicht haben sie gar Lust ein Theaterstückchen einzuüben. Denn im Kreis Ahrweiler gilt es wieder, pfiffige Einfälle, spannende Ideen und originelle bis nachdenkliche Geschichten festzuhalten, um sie einem dialektfreundlichen Publikum vorzutragen. Die Sparkassenstiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“ lädt in Zusammenarbeit mit dem BLICK aktuell zum vierten kreisweiten Mundartwettbewerb ein. Im März 2007 lief im Dernauer Weinbauverein die Premiere. Bei diesem ersten Wettbewerb kamen die Protagonisten aus den Ortsteilen der Kreisstadt, aus Sinzig, Remagen, Bad Breisig, aus Galenberg, Niederdürenbach, Weibern, Kempenich und Dedenbach, aus Fuchshofen und Adenau. Sie begeisterten ihr Publikum. Also rief der Erfolg nach einer Fortsetzung, sodass 2009 in Kempenich die zweite und 2013 in Leimbach die dritte Auflage über die Bühne ging.

Wettbewerb will Mundart stärken

Der Wettbewerb will einen Beitrag zum Erhalt der Mundart leisten. Zur Lokalsprache in die in einem überschaubaren Gebiet maßgeblich die Empfindung stärkt, „hier fühle ich mich zuhause, hier kenne ich mich aus und gehöre ich dazu“. Dass die Mundart auf dem Rückzug ist zugunsten eines weiträumiger gesprochenen Regiolekts, wissen inzwischen nicht nur die Sprachwissenschaftler des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte, die solche von der Standartsprache abweichenden Formen untersuchen. Vielfalt aber bereichert das Leben. Und die Mundart ist ein Teil davon. Wenn sie am Puls der Zeit bleibt, in ihr alles angesprochen werden kann, was gegenwärtig die Menschen bewegt, dann ist sie lebendiges Kulturgut. Dafür macht sich die Sparkassenstiftung stark. Sie verbindet dieses Anliegen zugleich mit dem Wunsch eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen, weshalb der Wettbewerb erneut unter dem Motto „Wat Junge und Ahle verzälle“ steht. Wer versteht und spricht heute noch Platt? Lange nicht jeder und immer weniger junge Menschen. Deshalb richtet sich der Wettbewerb bewusst generationenübergreifend an Mundartsprecher jeden Alters, will aber jugendliche Mundartsprecher und –autoren in besonderer Weise ermuntern teilzunehmen. Ihnen allen wird eine Plattform geboten, bisher Unveröffentlichtes, das heißt noch nicht Abgedrucktes, mündlich Vorgetragenes oder auf einer Bühne Gezeigtes in ihrem jeweiligen Dialekt vorzustellen.

Wer kann mitmachen?

Welche Bedingungen sollen die Bewerber erfüllen? Mitmachen kann jeder, der im Kreis Ahrweiler geboren wurde oder dort ansässig ist. Es dürfen bis zwei Beiträge pro Teilnehmer eingereicht werden. Wie bei den vorangegangenen Wettstreiten wird eine Jury die Besten ermitteln. Den Siegern winken attraktive Preise, wobei für Jugendliche als auch für Beiträge, die aktuelle Themen behandeln, ein Sonderpreis ausgelobt wird. Beiträge unterschiedlichen Formats sind zugelassen. Das beginnt beim bewährten Vortrag in Gedicht- oder Erzählform und reicht über Sketche und Lieder bis hin zu kurzen Mundart-Schauspielen und -Videos, die mit der Videokamera oder dem Handy aufgenommen sein dürfen. Erwünscht sind zusammenhängende Texte, das heißt keine lose Aneinanderreihung etwa von Sprichwörtern, Redewendungen oder Witzen. Zulässig ist es jedoch, Texte einzureichen, die der Teilnehmer vom Hochdeutschen in den Dialekt übertragen hat.

Ganz gleich, auf welche Sparte die Wahl fällt, kein Beitrag darf maximal zehn Minuten Vortrag überschreiten. Längere Beiträge werden nicht angenommen. Auch sollten sich die Teilnehmer bewusst sein, dass sie ihr Mundart-Stück bei der für das Frühjahr 2016 geplanten Endveranstaltung persönlich dem Publikum vortragen sollen.

Ifos zum Wettbewerb

Bis spätestens 31. Dezember 2015 müssen die Beiträge unter dem Kennwort „Mundartwettbewerb“ bei der Sparkassenstiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“, Wilhelmstraße 1, Bad Neuenahr-Ahrweiler eingegangen sein. Neben dem postalischen Weg gibt es die Möglichkeit sie per E-Mail an stiftungen@ksk-ahrweiler.de zu schicken.

Die Gewinner des Wettbewerbes werden auch bei der vierten Auflage des Wettbewerbes mit Preisen ausgezeichnet.Schwarz

Die Gewinner des Wettbewerbes werden auch bei der vierten Auflage des Wettbewerbes mit Preisen ausgezeichnet.Fotos: Schwarz

Der Mundartwettbewerb der Sparkassenstiftung bietet auch der jungen Generation ein Forum für ihre Weke

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