Volksbank befürwortet einen geldpolitischen Kurswechsel
„Die EZB muss raus aus dem Krisenmodus“
Region. Während die Europäische Zentralbank (EZB) die Spekulation über eine weitere Lockerung der Geldpolitik anheizt und das Anleihekaufprogramm angesichts der anhaltend niedrigen Inflation möglicherweise ausweiten will, hält die Volksbank RheinAhrEifel eG mit ihrer Meinung dagegen. „Wir glauben, dass Europa mit einem geldpolitischen Kurswechsel deutlich besser beraten wäre“, sagt der Vorstandsvorsitzende Elmar Schmitz.
Die niedrige Inflation sei ein vorübergehendes Phänomen, das den gesunkenen Ölpreisen zuzuschreiben sei. „Zu vorsichtiges Handeln ist jetzt ein negatives Signal und kann schnell zu einer Verunsicherung der Märkte führen“, warnt der Genossenschaftsbanker. Mit seiner Meinung stützt Elmar Schmitz die Forderung des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), den Ausstieg aus der Liquiditätsschwemme frühzeitig in die Wege zu leiten. „Die zu erwartende Zinswende in den Vereinigten Staaten wird in naher Zukunft zu einem Umbruch der internationalen Geldpolitik führen, mit dem wir Europäer mitziehen sollten“, erklärt Schmitz und schließt sich damit der Forderung des BVR nach einem geordneten Rückzug aus dem geldpolitischen Krisenmodus an.
Die Konjunkturindikatoren zeigten eine Aufhellung der Wirtschaftslage. Auch wenn der Euroraum noch Aufholbedarf habe, dürfte das Wirtschaftswachstum mit 1,5 Prozent fast so stark wie in Deutschland (1,7 Prozent) ausfallen.
Die niedrigen Energiepreise erhöhten die Kaufkraft der privaten Haushalte im Euroraum um rund 50 Milliarden Euro. Der private Verbrauch dürfte moderat wachsen und auch die Investitionen dürften sich mehr und mehr beleben. Das Geldmengenwachstum habe zugenommen und es würden auch wieder mehr Kredite nachgefragt, berichtet der BVR.
Pressemitteilung
Volksbank RheinAhrEifel eG
