Nationale und internationale Spitzenspieler kämpfen bis Sonntag in Bad Breisig um Weltranglistenpunkte
Die Elite der Tennis-Senioren bei Blau-Weiß am Start
Bad Breisig. Zum 26. Mal nun hat der TC Blau Weiß Bad Breisig gerufen und viele, viele kamen zum Internationalen Senioren Tennisturnier in die Quellenstadt. Top-Spielerinnen und Spieler aus aller Welt, so aus Australien, Japan und Russland, um nur einige Länder anzuführen, geben sich noch bis zu den Finalspielen am Sonntag in der Badestadt ein Stelldichein und kämpfen um Preisgelder sowie Punkte für die nationale wie die internationalen Ranglisten. Und dabei sind auch nationale Tennisgrößen, wie zum Beispiel die Wimbledon-Teilnehmerin und mehrfache Deutsche Meisterin Heide Orth. Heide Orth kommt direkt vom Sieg beim 66. ITF Swiss in Klosters/Davos und wurde kürzlich vom Weltverband (ITF) für den Herbst zum Champions-Dinner nach Parts eingeladen wurde, wo sie als „Ausnahmespielerin“ geehrt wird.
Aber nicht nur die deutsche Spitzenszene ist in Bad Breisig in neun Altersklassen bei den Männern und deren acht bei den Frauen am Start.
Voll Stolz sprechen der TC-Vorsitzende Ulrich von Dalwigh und „sein“ Turnierleiter Horst Kelling von insgesamt 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Darunter sind mit Peter Adrigan (Pforzheim), Carolin Nichols (USA) und Nora Blom (Holland) drei Weltranglistenerste. Aber die drei sind nicht automatisch Favoriten, denn 58 weitere Teilnehmer rangieren auf den Plätzen bis 30 in der Welt. Und weitere 68 Spielerinnen und Spieler zählen zu den besten zehn Spielern der deutschen Rangliste.
Klar, dass die Top-Kräfte an den ersten Spieltagen den Herausforderern nur wenig Chancen ließen und weiterhin die Tableaux Richtung Finalspiele füllen - nachdem Schirmherr und Bürgermeister Bernd Weidenbach am Sonntag das Turnier zusammen mit Bad Breisigs Brunnenkönigin Anne I. offiziell eröffnet hatte. Wobei Weidenbach der Stadtmajestät konstatierte, dass durch ihre Anwesenheit nach seiner nüchternen Rede erst der „richtige Glanz in die Bude“ komme.
Stimmt, die Königin sorgte für den Glanz, auch beim anschließenden Umtrunk und Imbiss, aber von einer nüchternen Begrüßungsansprache kann nicht die Rede sein. Weidenbach hob die Partnerschaft zwischen Stadt und Verein hervor und hieß die „Tenniselite aus mehr als 20 Nationen“ in der Badestadt willkommen. Weidenbach: „Auch wenn ich vielleicht mit dem Folgenden den Eindruck erwecke, dass ich den Bad Breisiger Kirchturm spazieren trage - Fakt ist: Dieses Turnier ist ein Aushängeschild für die Stadt und Verbandsgemeinde Bad Breisig. Das Sportereignis ist ein wichtiger Faktor für den Tourismus, den Einzelhandel und Gastronomie sowie Hotellerie geworden und hat einen enormen Werbeeffekt für unsere Quellenstadt.“
So dankte dann Weidenbach auch allen Sponsoren und den Verantwortlichen und Helfern des Vereins, ohne die ein solches Turnier gar nicht erst möglich wäre. Ein Dank, dem sich Ulrich von Dalwigh anschloss, der auch auf die Bedeutung des Turniers hinwies, das mittlerweile von der Internationalen Tennis-Föderation (ITF in die Kategorie 1 der Tenniswelt eingestuft wird.
Nach diesem kleinen Festakt am Sonntag hat nun wieder der Sport rund um die gelbe Filzkugel den Vortritt, unterbrochen vom Abendprogramm: Und bei dem erwarten die Verantwortlichen am Mittwoch, 14. August ab 17 Uhr Spieler und Gäste zur Bitburger Stunde. Weiter geht es am Donnerstag ab 20 Uhr mit dem „Rheinischen Ball-Vergnügen“ mit Büffet und Tanz im Rheinhotel Vier Jahreszeiten. Am Freitag trifft sich die Tennisfamilie mit ihren Gästen zum Small-Talk im Clubhaus. Ähnlich sieht es dann am Samstag aus bevor am Sonntag nach den Finalspielen am Nachmittag die Teilnehmer verabschiedet werden.
Gewaltig strecken musste sich Turnierleiter Horst Kelling in der ersten Runde beim knappen 2:1-Sieg.
Heide Orth (Bildmitte zwischen Ulrich von Dalwigh und Anne-Karina Altenhoven) war und ist eine der erfolgreichsten deutschen Tennispielerinnen.
