Regionale Wald-Jugendspiele seit zwölf Jahren in Bad Breisig zu Gast
Die Jugend für die Natur begeistert
Bad Breisig. Auf dem weiten Hochplateau der „Mönchsheide“, auf deren breiten, fast endlosen Wegen durch den Hochwald neben dem Flugplatz, wurden zum 12. Mal die regionalen „Wald-Jugendspiele“ des Forstamts Ahrweiler durchgeführt. Auch diesmal vertieften im Rahmen der forstamtlichen Wald-Jugendspiele Schüler der dritten und siebten Klassen in spielerischer Form ihre Kenntnisse über den Lebensraum Wald, über Naturschutz und Umwelt. Dazu war ein ausgeklügelter „Wissens-Parcours“ von den Forstleuten erarbeitet. Die Jugendlichen hatten Spaß an dem besonderen „Wandertag“, an dem ihnen ohne Schulstress ihre Umwelt, insbesondere die Belange des Waldes näher gebracht wurden. Die Wald-Jugendspiele führen die Schülergruppen aus den Klassenzimmern heraus und stellen für sie den direkten Kontakt zur Natur her – sie „erleben“ den Wald aus unterschiedlichen Sichtweisen. Die Schüler lernen bei dem Lösen der Aufgaben viel über praktischen Natur- und Umweltschutz; die Kenntnisse über heimische Pflanzen und Tiere sowie über das Ökosystem Wald werden erweitert. Für Forstamts-Leiter Hannsjörg Pohlmeyer aus Ahrweiler, sind die vor 33 Jahren erstmals durchgeführten Wald-Jugendspiele eine veritable Erfolgsgeschichte. „Sie fördern bei den Kindern das Verständnis für den Wald und ein positives Umweltbewusstsein. Das ist ein Aspekt, der bei zunehmender Naturferne in weiten Teilen der Bevölkerung immer wichtiger wird.“
Parcours mit elf Aufgaben
Tatsächlich sind die Jugendlichen mit Feuereifer bei der Sache. Diesmal waren ca 450 Schüler der 3. Jahrgangsstufe von Grundschulen und der 7. Jahrgangsstufe von weiterführenden Schulen aus den Landkreisen Ahrweiler und Mayen-Koblenz dabei. Gerne hätten noch weitaus mehr Schulen mitgemacht, aber die begrenzten Kapazitäten ließen nicht mehr zu. Die Jugendlichen waren in 17 Gruppen eingeteilt. Unter Organisation, Anleitung und Betreuung von Profi-Forstleuten der Forstämter Ahrweiler und benachbarter Kreise und des zuständigen Revierförsters Bernd Hoffmann, absolvierten sie die elf Aufgaben des Parcours. Dabei assistierten Lehrerinnen und Lehrer, Helferinnen und Helfer des DRK, aber auch naturverbundene Bad Breisiger Privatleute, dazu Bundeswehr-Angehörige und örtliche Jagdberechtigte, insgesamt an die 100 Helfer. Sie alle wurden vor Beginn der Veranstaltung von den Forstbeamten eingewiesen. Die Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler hatten es „in sich“. Zum Beispiel ging es in der „Sinnesschule“ darum, Dinge in der Natur aufzuspüren, die nicht dahin gehören, also zu lernen, wie man die Natur vor falschen Mitbringseln bewahrt. Sie lernten, wie man Wildtiere erspäht, identifiziert und sich ihnen gegenüber verhält, dazu wie man Waldbrände vermeidet bzw. bekämpft, wie im Naturkreislauf totes Holz von den wichtigen Insekten zersetzt und in guten, nährstoffreichem Humus umgewandelt wird.
Natur-Kunst
Außerdem war ein „Wald-Kunst-Wettbewerb“ in die Wald-Jugendspiele eingebunden. Dabei galt es, aus Naturmaterialien ein Bild oder ein Skulptur zu gestalten. „Lebensraum Wald“ hieß das Motto. Die kreativen Ergebnisse fanden Berücksichtigung in den Ergebnissen der Gesamt-Wettbewerbe. Als Vertreter der Stadtbürgermeisterin war der erste Beigeordnete Norbert Heidgen dabei. Elfi Vorbau betreute als zuständige Referentin der Stadtverwaltung die Veranstaltung. Sie betonte: „Die Wald-Jugendspiele sind in diesem Umfang nur durch Unterstützung von Sponsoren möglich. Ihnen gilt der Dank der Organisatoren.“ Einige waren mit Abordnungen vertreten, die sich zum Teil sogar in den Kreis der Helfer einreihten. Am Abschluss der Wettbewerbe wurden nach sorgfältiger Auswertung durch eine Jury vor dem Casino des LVM Mönchsheide die Sieger-Klassen der Wettbewerbe ausgezeichnet.
