Festliche Eröffnung mit einer kleinen Feierstunde
Die Quellenstadt hat endlich ein Museum
Zunächst wird eine Ausstellung über den Geyr-Sprudel gezeigt
Bad Breisig. Mit einer kleinen Feierstunde wurde das neu etablierte Museum der Quellenstadt eröffnet. Viktor Ziegler, Vorsitzender des Museums- und Heimatvereins, zeigte sich in einer Eröffnung der Veranstaltung höchst zufrieden, dass der Wunsch nach einem Museum - und sei es noch so klein und bescheiden - endlich Wirklichkeit werde.
Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch begrüßte eine Reihe von Ehrengästen, darunter MdL Guido Ernst, Kreis-Beigeordneter Friedhelm Münch (in Vertretung des Landrats), Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach, Pastorin Inge Gaebel, Brunnenkönigin Maren Kraus, einige Mandatsträger der städtischen Gremien, aber auch Vereinsvertreter und eine Reihe interessierter Bürger.
Sie schilderte die Genugtuung, in dem historischen Schultheißen-Haus dank der Bereitschaft der Besitzerinnen Irmgard Mollstroh und Birgit Letschert den Platz für dieses dringend notwendige Museum gefunden zu haben.
Dort wolle man in Zukunft zum Beispiel wechselnde Themen-Ausstellungen verwirklichen und so der Historie der Stadt ein angemessenes Forum schaffen. Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach schloss sich den guten Wünschen für das Gelingen der Pläne rund um das Museum an und ging kurz auf die Geschichte des historischen Umfelds ein.
Friedhelm Münch überbrachte die Glückwünsche des verhinderten Landrates und schenkte dem Museum das Wappen des Kreises Ahrweiler auf Glas - als passende Dekoration für das Museum. Brunnenkönigin Maren Kraus fand ihrerseits nette Worte der Gratulation für die neue Bleibe von Erinnerungen an die über lange Jahrhunderte dauernden Bad Breisiger Geschichte.
Pastorin Inge Gaebel von der evangelischen Christus-Gemeinde hatte den geistlichen Part der Einweihung übernommen, sprach Worte der Aufmunterung für den Museumsverein und seine Pläne, betete mit den Anwesenden und gab dem Unternehmen den ökumenischen Segen. Zu guter Letzt war es an Waldi Fabritius, dem Senior der Bad Breisiger Geschichtsforschung, einen kurzen historischen Überblick über die Ausstellung zu geben, mit der das quellenstädtische Museum seinen Betrieb eröffnet: die Geschichte des Erbohrens der ersten und wichtigsten Bad Breisiger Thermal- und Mineralquellen, des Geyr-Sprudels. Er wurde aus fast 700 Meter Tiefe im Jahr 1914 erschlossen, schüttet stündlich 70.000 Liter heilendes Thermal-Wasser und füllt heute zuverlässig die Becken der Römer-Thermen. Fabritius brachte dazu eine Leihgabe des Bürgers Fritz Söller mit, einen Granit-Bohrkern aus der Erbohrung des Geyr-Sprudels, den einst Peter Söller, Mitglied der Bohrmannschaft, in einer Tiefe von über 500 Metern herausgefräst hatte.
Der Bohrkern stellt ein wichtiges historisches Dokument dar für das, was in dem neuen Museum vor allem gewürdigt werden soll: Die grandiose Aufbauarbeit vergangener Generationen, die aus dem verwunschenen Ackerbau- und Winzerdorf am Rhein die aufstrebende, moderne Quellenstadt schufen.
