Kinoabend mit preisgekrönten Videostreifen im Kulturbahnhof
Die besten Amateurfilme wurden präsentiert
Bad Breisig. Organisiert von dem ortsansässigen Amateurfilmer Harald Trinkaus fand im Jugend- und Kulturbahnhof wieder ein Abend mit einigen ausgewählten Kurzfilmen statt. Der Organisator ist Mitglied im Film- und Videoclub Ahrweiler-Bad Neuenahr, und auf seine Initiative fand die Präsentation von acht preisgekrönten, unterschiedlich gestalteten Amateurfilmen zum dritten Mal in Bad Breisig statt. Der Club-Vorsitzende Rainer Urbanke und dessen Stellvertreter Jakob Breidenbach stellten acht der besten und bei den Deutschen Filmfestspielen preisgekrönten Videofilme vor. „Uns drängt es ganz einfach, zu zeigen, zu welchen kreativen Leistungen Amateurfilmer fähig sind“, begründete Harald Trinkaus und seine Freunde die engagierte Vorarbeit für den Abend.
Er begrüßte die so zahlreich erschienenen Besucher, dass noch Stühle herangeschafft werden mussten. Rainer Urbanke nahm Gelegenheit, den veranstaltenden Film- und Videoclub und seine Arbeit zu schildern. „Was wir heute zeigen, ist beispielhaft und das Beste, was deutsche Amateurfilmer im letzten Jahr geschaffen haben. Ob wir im Club es auch so gut können, sei dahin gestellt, aber wir bemühen uns darum, unsere kreative Arbeit ständig zu verbessern.“ Er moderierte in der Folge und führte verbal in die vorgestellten Videoarbeiten ein. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch ein Kammermusik-Duo: Barbara Max (Cello) und Robert Bredthauer (Viola) intonierten gekonnt einige klassische Kompositionen (z.B. Beethovens „Musik für eine Flötenuhr“) und unterstrichen damit die Qualität der Veranstaltung. Die vorgestellten, unterschiedlich langen Beispiele aus dem Filmschaffen passionierter Amateure war ein Nachweis für deren erstaunliche Kreativität. Überaus interessante Reise-Dokumentationen (wie Christel und Erich Herolds Fahrt über den „Drachenfluss“ Mekong in Vietnam, der Reisefilm der Eheleute Wilkerling oder die interessante Reportage über die Insel Sansibar von Michael Preis) wechselten mit Sachfilmen (z.B. „iPhone-Generation“ von Frank Melchert), dem kurzen Spielfilm („Herr Müller“ von Zakaria Rahmani) oder einem ironischen Trickfilm („Suppe“ von Horst Olrich). Dr. Frank Dietrich konstruierte ein viel belachtes erotisches Abenteuer („Männerträume“) mit dem Geldautomaten seiner Bank, und schließlich endete der Ausflug in die Welt des Amateurfilms mit der tollen Natur- Reportage „im Revier des Feuersalamanders“ von Frank Lauter. Fazit: Im Zeitalter der digitalen Smart-Phones, der digitalen Fotografie bis zur Video-Kanone der Superklasse kann jeder, der dazu Lust hat, bewegte Szenen filmen. Aber kreative Filme gestalten, dazu gehört mehr, dazu gehört viel Begeisterung und Gestaltungskunst. Das zeigen uns die ambitionierten Amateurfilmer mit großer Deutlichkeit in ihren Werken. Man kann sich schon jetzt wieder auf die nächstjährige Präsentation freuen.
