Allgemeine Berichte | 15.03.2014

Jahresbericht des JMD im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr fasst Ereignisse zusammen

Ein erfolgreiches Jahr für den Jugendmigrationsdienst

Das neue JMD Team: (v.l.) Ania Siwik, Ruth Fischer, Eva Pestemer und Sonja Lauterbach.  Privat

Mayen. Der Jugendmigrationsdienst (JMD) Rhein-Mosel-Ahr betreut mit der Stadt Mayen, den Verbandsgemeinden Maifeld, Vordereifel und Mendig sowie mit dem Landkreis Ahrweiler ein flächenmäßig großes Gebiet. Dünne Besiedlung und ländliche Infrastruktur stellten für die vier Mitarbeiterinnen des JMD besondere Herausforderungen dar. Ruth Fischer, Sonja Lauterbach, Eva Pestemer und Natascha Stieber-Koch teilen sich 2,5 Personalstellen, wobei Letztere in diesem Jahr in Mutterschutz geht. Ania Siwik übernimmt die Vertretung. 36 Ehrenamtliche unterstützten die Arbeit, viele davon engagieren sich regelmäßig im Mentorenprojekt InContact. Seine Angebote richtet der JMD an junge Menschen mit Migrationshintergrund und zielt auf Vermeidung bzw. Ausgleich von Benachteiligungen. Er trägt dazu bei, das Recht aller jungen Menschen mit Migrationshintergrund auf umfassende Teilhabe und Chancengleichheit in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen. Eingebunden in das bundesweite Integrationsprogramm kooperiert der JMD mit anderen für junge Zugewanderte relevanten Diensten und Einrichtungen. Die Schwerpunkte liegen in der individuellen Integrationsförderung, also Beratung in migrationsspezifischen Fragen bzw. Planung, Moderation und Begleitung des Integrationsprozesses sowie Initiierung, Bereitstellung bzw. Vermittlung von Gruppenangeboten und Projekten, die den Integrationsprozess unterstützen. Der JMD arbeitet vernetzt und sozialraumorientiert und fördert vorhandene Ressourcen im Sinne des Empowerments. Seine Arbeit basiert ebenso auf dem Cultural- und Gender Mainstreaming.

Beeindruckend sind die im Jahresbericht genannten Fallzahlen

So wurden im vergangenen Jahr 234 junge Migranten aus 39 Ländern beraten, unterstützt und begleitet. Über verschiedenste Gruppenangebote konnten die JMDlerinnen darüber hinaus 148 zugewanderte Elternteile, ca. 83 junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie bis zu 132 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erreichten. Das im September 2013 erfolgte interne Audit im Rahmen des QM-Prozesses beurteilte der Diözesancaritasverband Trier mit „sehr gut gelungen“. Der Fachdienst Migration habe den QM-Prozess genutzt, die bisherige Arbeit in ihrem Gesamtwirken aber auch in den drei Arbeitsbereichen kritisch zu reflektieren, zu bewerten und nach den Vorgaben der Projektcheckliste neu zu beschreiben. Im Jahr 2013 konnte der Jugendmigrationsdienst in seiner Beratung eine Veränderung in der Zusammensetzung der Zielgruppe in Bezug auf die Herkunftsländer feststellen. So sind im vergangenen Jahr im Vergleich zu den Vorjahren mehr Personen aus den EU-Staaten, Syrien und dem ehemaligen Jugoslawien zugewandert. Insgesamt bilden Menschen aus der ehemaligen UDSSR im Kreis Mayen-Koblenz mit 32 Prozent den Hauptanteil, 2012 waren es dort noch 44 Prozent. Im Kreis Ahrweiler sind es nur sieben Prozent, während dort Menschen aus Vorderasien mit 36 Prozent den Hauptanteil bilden. Die zweitstärkste Herkunftsregion ist in beiden Landkreisen die EU: Ahrweiler mit 21 und Mayen-Koblenz mit 23 Prozent. Den dritten Rang belegen Zuwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien im Kreis Ahrweiler mit 16 und im Kreis Mayen-Koblenz mit 15 Prozent. Ferner ergab die Auswertung des JMD, dass auch im Jahr 2013 etwa drei Viertel der Betreuten im Kreis Ahrweiler leben. Mit 124 jungen Menschen im Fallmanagement plus 110 Beratungsfällen stießen die JMD-Mitarbeiterinnen an die Grenzen des zeitlich Machbaren. Um die Qualität zu wahren, wird es bei gleichbleibender oder steigender Anzahl von Klienten eher weniger Begleitung im Case Management und mehr Beratungsfälle geben, damit zumindest die Migrationserstberatung gewährleistet werden und migrationsspezifische Fragen beantwortet werden können. Themenschwerpunkte waren im vergangenen Jahr u.a.: vermehrte Anfragen in aufenthaltsrechtlichen und finanziellen Fragen, die Betreuungssituation von Kindern während der Integrationskurse, das Konzept der organisierten Schulbuchausleihe, das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung, die Situation auf dem Wohnungsmarkt, der Zugang zu Integrationskursen und die sozialpädagogische Begleitung der Jugendintegrationskurse. Den kostenlosen Jahresbericht gibt es als Download auf der Caritas-Homepage migration.caritas-rhein-mosel-ahr.de. Pressemitteilung

Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr

Das neue JMD Team: (v.l.) Ania Siwik, Ruth Fischer, Eva Pestemer und Sonja Lauterbach. Foto: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Osterangebot
Container Anzeige
First Friday Anzeige März
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
v.l.n.r.: Christian Luke, Iris Gesell, Sebastián Merino, Anna Evertz, Alicja Sinen
35

Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung kam am Mittwoch, den 25. März 2026 um 18:00 Uhr der Vorstand des Fördervereins mit interessierten Fördervereinsmitgliedern und der Schulleitung in den Räumlichkeiten der Lindenschule zusammen. Zu Beginn standen die Tagesordnungspunkte „Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr“ und „Bericht des Kassenwartes zur Mitgliederentwicklung und zu den Finanzen“ auf der Agenda.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2299

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2025
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Ostergruß
Tag der offenen Tür
fit für`s Alter?
Rund ums Haus
SB Standesamt
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
PR-Anzeige
Imageanzeige - Ostern