Schalkenbach-Vinxter Möhnen auf Tour
Entdeckungsreise an der Wupper
Schalkenbach-Vinxt.Die Möhnen von Schalkenbach-Vinxt trafen sich kürzlich zum gemeinsamen Frühstück im Vinxtbach-Café in Königsfeld. Gut gestärkt und bestens gelaunt starteten sie um 9 Uhr Richtung Wuppertal. Nach einer kurzweiligen Fahrt hatten sie die bergische Metropole erreicht.
Es folgte eine fast zweistündige Stadtrundfahrt durch die verschiedenen Ortsteile von Wuppertal. Die heutige Stadt Wuppertal ging 1929 hervor aus der Vereinigung der selbständigen Gemeinden Barmen, Elberfeld, Cronenberg, Ronsdorf, Vohwinkel und Beyenburg, deren Wurzeln bis ins 11. Jahrhundert reichen. Die Gründerzeit und Jugendstil setzten hier markante architektonische Akzente.
Die Stadtführerin fuhr im Bus der Möhnen mit und sie wusste viel Interessantes über Wuppertal und seine Geschichte zu erzählen. Zum Beispiel, dass die Stadt zur wirtschaftlichen Bedeutung gelangte durch die Garnbleicherei. Sie wurde im 19. Jahrhundert Ausgangspunkt für die frühe Industrialisierung und die einst blühende Textil- und Bekleidungsindustrie im schmalen Tal der Wupper. Dass man an der Universität Wuppertal, die erst 1972 gegründet wurde, alles studieren kann außer Jura und Medizin. Oder dass das Wappentier des Wuppertaler Zoos der Königspinguin ist und dass diese Pinguinart in Nordrhein-Westfalen nur in diesem Zoo zu sehen ist. Zur Feier des 125-jährigen Bestehens des Wuppertaler Zoos wurden im ganzen Stadtgebiet 200 Kunststoffpinguine mit markanter Bemalung postiert. Diese wurden überwiegend von Firmen erworben und der Erlös kam dem Zoo zugute. Die Pinguine prägen das Stadtbild bis heute.
Die Stadtrundfahrt endete im Ortsteil Barmen, und die erste Anlaufstelle war das Wuppertaler Brauhaus. Das Gebäude wurde am 19. Juli 1882 im Stadtzentrum der damals selbständigen Stadt Barmen als Badeanstalt eröffnet und gehörte damit zu den ersten deutschen Volksbädern. Das unter Denkmalschutz stehende Bad bestand bis zur Schließung wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit am 30. Juni 1993 aus einer Schwimmhalle und einem kleineren Becken, dem früheren „Damenbad“. Nach aufwendigen Umbauarbeiten des denkmalgeschützten Gebäudes kehrte in das ehemalige Stadtbad im Jahr 1997 neues Leben ein. Heute zählt das Wuppertaler Brauhaus zu den beliebtesten Lokalitäten im Bergischen Land.
Einige Möhnen verweilten im Biergarten des Brauhauses und haben sich erst einmal gestärkt, die anderen erkundeten den Ortsteil Barmen. In der Fußgängerzone konnte man immer wieder Figuren bewundern, wie zum Beispiel Schildkröten und Schweine aus Bronze, die bemalten Pinguine oder den Brunnen „Das Tal der Wupper“ auf dem Rathausvorplatz.
Gegen 16 Uhr trafen sich die Möhnen an der Haltestelle „Alter Markt“ um gemeinsam die Fahrt mit dem Wahrzeichen von Wuppertal zu erleben. Die Schwebebahn ist gewissermaßen die Hauptschlagader des öffentlichen Personennahverkehrs. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde dauert die luftige Fahrt in acht bis zwölf Metern Höhe von der westlichen Endstation Vohwinkel bis zur östlichen Endstation Oberbarmen knapp 35 Minuten. Insgesamt gibt es an der 13,3 Kilometer langen Strecke 20 Bahnhöfe - vom Jugendstil-Bahnhof bis zur modernen Glaskonstruktion. Hinter der Station Sonnborner Straße verlässt der stählerne Tausendfüßler die Landstrecke nach drei Kilometern und wendet sich dem Fluss zu. Ab hier schwebt man bis nach Oberbarmen immer über der Wupper.
Nach dieser aufregenden Fahrt traten die Möhnen gegen 17 Uhr die Heimreise an. Der Wetter-Patron Petrus hatte sein Bestes gegeben, bei warmen Temperaturen und Sonne verbrachten die Möhnen einen tollen Tag.
Der Abend endete mit einem gemeinsamen Abendessen im Beuler Hof.
