Erstmals im Kreis Ahrweiler: 17 Bambini-Feuerwehrleute bereichern das Wehr-Leben
Erfreulicher Großeinsatz für Brohler Feuerwehr
Brohl. Samstag in der Quellenstraße in Brohl: Die Feuerwehr rückt an mit stärkstem Aufgebot. Alle Aktiven sind gemeinsam im Einsatz, aber nicht um ein Feuer zu bekämpfen, sondern vielmehr um ein Feuer zu entfachen. Ein Feuer der Begeisterung: geht es doch darum, 17 neue Mitglieder in den Reihen der freiwilligen Helfer zu begrüßen. Dazu verneigten sich die Großen vor den Kleinen, denn seit etwa 15 Uhr ist die erste Bambini-Feuerwehr des Kreises Bestandteil der Brohler Wehr.
Begonnen hat das Unterfangen für Kinder von sechs bis zehn Jahren vor einem Jahr an der Grundschule Brohl. Wehrführer Josef Nehler erinnert sich: „Die Idee kam auf im Rahmen einer Projektwoche an der Grundschule, bei der sich auch die Feuerwehr präsentierte. Das Interesse der sechs- bis zehnjährigen Kinder war so groß, dass wir überlegten, wie wir diese Begeisterung erhalten und sogar fördern könnten. Mit Elke Keldenich haben wir eine engagierte und qualifizierte Betreuerin gefunden, die einmal selbst als Erzieherin an der Schule tätig ist, zum anderen auch noch, da Ehemann und beide Kinder in der Wehr sind, einen engen Bezug zur Feuerwehr hat. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, die mit der Gründung der Bambini-Gruppe in der Brohler Feuerwehr jetzt in die Tat umgesetzt wurden.“ Und diese Umsetzung lockte dann am Samstag neben Feuerwehr-Führungskräften auch die politische Führung, an der Spitze Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Bürgermeister Bernd Weidenbach und Ortsbürgermeister Michael Schäfer in das Brohler Feuerwehrhaus in der Quellenstraße. Alle lobten nicht nur mit Worten, sondern hatten auch Bargeld als Gründungszuschuss dabei. „Bargeld ist doch heute das sicherste Zahlungsmittel“, gab dann Dr. Pföhler zum Besten und drückte Elke Keldenich einen Briefumschlag in die Hand. Dann fügte der Landrat an: „Brohl geht voran und hat jetzt die erste Bambini-Feuerwehr im Kreis. Ich hoffe, dass andere diesem Beispiel folgen.“ Auch Bürgermeister Weidenbach lobte die Initiative als „gelungene Nachwuchsarbeit und eine Bereicherung der Jugendarbeit in Zeiten des demografischen Wandels“, Worte, die auch die Zustimmung von Ortsbürgermeister Schäfer und der Vertreter der befreundeten Wehren fanden.
Und was machten die, die eigentlich im Mittelpunkt standen? Die saßen brav um Elke Keldenich herum, lauschten mehr oder weniger aufmerksam Reden, die sie nicht verstanden oder verstehen wollten, und freuten sich schließlich über eine Kiste mit Spielsachen. Und als Leona, Leonie, Max, Matthias, Anna, Valeria, Jana, Florian, Sebastian, Alexander, Noel, Dijon, Elli, Rayan, Eva und Fabritia schließlich ihre Feuerwehr-Zugehörigkeit schriftlich als Urkunde in den Händen hatte, gab es kein Halten mehr. Der Ernst von Feuerwehrmann oder -frau steht am Anfang - und zwar schon am kommenden Donnerstag, an dem das Feuerwehrhaus kennengelernt werden soll und dann am folgenden Donnerstag, wenn die Schutzkleidung der Feuerwehrleute behandelt wird. Dann geht es jeweils am ersten und am dritten Donnerstag eines Monats von 15.30 bis 17 Uhr weiter mit Themen wie: „Feuer ist unser Feind, Feuer ist unser Freund“, Spielen wie dem „Streichholzführerschein“, oder „der schnelle Feuerwehrmann“.
Für das ganze Jahr 2015 hat Elke Keldenich ein abwechslungsreiches Programm aufgestellt, bei dem natürlich ein eigenes Bambino-Fest und eine Weihnachtsfeier nicht fehlen dürfen. Und noch etwas betonte Elke Keldenich: „Wir machen hier keine Übungsstunden, sondern das ganze Programm soll die Kinder auf spielerische Art und Weise an die Materie Feuer und Feuerwehr heranführen. Wie sagte da Ortsbürgermeister Schäfer: „Liebe Elke Keldenich, zu dem, was Du da durchziehst, brauchst Du viel Geduld und gute Nerven.“ Woraufhin er sich mit der Antwort zufrieden geben musste: „Das ist bekannt, und beides habe ich.“
Inmitten ihrer Schützlinge: Elke Keldenich betreut die Bambini-Wehr in Brohl. Fotos: TER
Da kam Freude auf: Es gab Spielsachen für die Kleinsten.
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