Berliner Erzbischof Woelki feiert Gottesdienst in Maria Laach
Fest zur Taufe des Herrn
Pontifikalamt war Höhepunkt der Besinnungstage für Politikerinnen und Politiker
Maria Laach. Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat in der Benediktinerabtei Maria Laach ein Pontifikalamt zum Fest der Taufe des Herrn gehalten. Die Festmesse war Höhepunkt der Besinnungstage für Politikerinnen und Politiker, zu denen das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken eingeladen hatte. Auf eine Initiative eines privaten Freundeskreises Ende der 1970er Jahre zurückgehend, gibt es die „Einkehrtage“ für Politiker bereits seit 1981 regelmäßig am Anfang jedes Jahres im Kloster Maria Laach. Sonntags hält traditionell der jeweilige Exerzitienleiter das Festhochamt. Für das Kloster seien die Einkehrtage ein „lieb gewonnener Brauch geworden“, ging Abt Benedikt Müntnich OSB zu Beginn des Gottesdienstes auf den Besuch des Berliner Erzbischofs und auf die Tradition der Besinnungstage ein. Entstanden sei im Laufe der Jahre eine vorbildliche Beziehung zwischen Kirche und Politik, die geschätzt werde und die weder die Benediktinermönche noch die Politiker missen möchten. „Seit 1981, also seit 32 Jahren, gibt es die Besinnungstage für Politikerinnen und Politiker in Maria Laach. Ich denke, dass das eine gute Einrichtung ist. Aus den Begegnungen und Gesprächen nehme ich wahr: Man kommt gerne nach Maria Laach - um Ruhe zu finden, um Anregungen zu empfangen, um sich auszutauschen und wegen der Atmosphäre des Klosters. Auch für uns im Kloster ist das schön. Auf unsere benediktinische Weise können wir dazu beitragen, dass unsere Politiker die innere Spannkraft haben für ihren Einsatz in Politik und Gesellschaft“. Gleichzeitig nutzte der Abt die Gelegenheit, den Politikerinnen und Politikern für ihre Arbeit alles Gute zu wünschen. Der Berliner Erzbischof Woelki ging in seiner Predigt auf das Fest der Taufe des Herrn ein, das immer am Sonntag nach dem 6. Januar gefeiert wird. Der Exerzitienleiter der „Einkehrtage“ für Politiker erklärte: „Wir dürfen am heutigen Sonntag, dem Fest der Taufe des Herrn, auf die Gestalt Jesu schauen.“ Bezogen auf das Evangelium erklärte er, das auffälligste Bild sei wohl das des Himmels, der sich über Jesus teile und des Heiligen Geistes, der wie eine Taube über Jesus schwebe. Das erinnere fast an einen neuen Schöpfungsmorgen. Der zerrissene Himmel zeige, dass der Himmel für die Erde nicht mehr verschlossen sei. Gott habe sich in Jesus in seine menschliche Gestalt übersetzt und sei gerade dadurch noch unaussprechlicher geworden.
