Grandioses Martinsfeuer in Niederlützingen
Feuerwerk und Feuersbrunst
Brohl-Lützing. Kein Großbrand und auch keine Feuerwehrübung lockten hunderte Besucher in den kleinen Ort Niederlützingen. Es war ein kontrolliertes, flammendes Inferno mit brauchtümlichem Hintergrund, das Teilnehmer aus der ganzen Region faszinierte und ein Leuchten in die Gesichter zauberte. Die Martinsfeuergemeinschaft hatte sich ein besonderes Programm ausgedacht, um den auch so schon spektakulären Martinsabend noch etwas spannender zu machen. So wunderte sich der erfahrene Besucher, dass der hl. Martin mit seinem Pferd respektvoll Abstand hielt, und wollte bereits Enttäuschung zeigen, dass „das Feuer noch gar nicht brannte“. Aber das war alles Absicht.
Die Martinsfeuergemeinschaft mit Daniel Schäfer kümmert sich seit Jahren um den Aufbau und die fachgerechte Stapelung des Brennmaterials. Und so ragte das fertige Werk auf 32 Quadratmetern Grundfläche gut 16 Meter beeindruckend in die Höhe.
Auch diesmal formierte sich ein großer Zug am Raiffeisenplatz in Niederlützingen, um, angeführt vom hl. St. Martin zu Pferd und begleitet von der Musikkapelle Fidelio, mit Gesang und zahlreichen selbstgebastelten Laternen dem Ereignis entgegenzuwandern. Oben angekommen begrüßte die Teilnehmer zunächst ein kleines Feuerwerk, bevor das Gerüst dann sehenswert in Flammen aufging. Für das sichere Abbrennen und die notwendigen Schutzmaßnahmen sorgte auch in diesem Jahr wieder die Freiwillige Feuerwehr des Ortes.
Die Martinsfeuergemeinschaft bot trotz der relativ milden Temperaturen Glühwein und Kakao an, was von den Besuchern gern angenommen wurde. Das Projekt und seine „Kümmerer“ erhielten bereits vor einigen Jahren die Aufmerksamkeit des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ und wurden als Brauchtumserhaltung gewürdigt. Darauf können die Mitglieder der Martinsfeuergemeinschaft zu Recht stolz sein.
Zum Abschluss konnten die Kinder sich wie immer über den traditionellen „Martinsweck“ freuen.
Marianne Hedwig
Grandioser Empfang der Zugteilnehmer: Ein kleines Feuerwerk ging dem Abbrennen des Feuers voran. Tolle Idee!
Das kreisweit höchste Martinsfeuer strahlte mit Flammen und Hitze weit in die Landschaft. Die örtliche Feuerwehr sicherte das Geschehen.
