5. Internationales Familienfest in Burgbrohl
Gelebte Integration vieler Nationalitäten bei buntem Fest
Burgbrohl. Viele Mitbürger sahen im Jahre 2008 bei der ersten Auflage des „Internationalen Familienfestes“ in Burgbrohl mit Skepsis auf die Veranstaltung, die in Kooperation der Ortsgemeinde Burgbrohl mit der Verbandsgemeinde Brohltal durchgeführt wurde. Ziel des Festes war, und ist es auch noch heute, mit einem bunten multikulturellen Fest für die Familien über alle Nationalitäten hinweg eine Möglichkeit zum Kennen lernen und Miteinanderreden zu geben. Das erste „Internationale Familienfest“ war gleich ein Erfolg, sodass weitere Feste in den nächsten Jahren folgten.
Am Pfingstsonntag hatte die Ortsgemeinde Burgbrohl jetzt zum 5. Internationalen Familienfest in die Kaiserhalle eingeladen und viele Gäste folgten der Einladung. Ein buntes Programm erwartete sie. Ab 12 Uhr hatte die Kaiserhalle die Türen geöffnet. Während im Innern des Gebäudes Stände auf die vielfältigen in Burgbrohl vertretenen Nationalitäten hinwiesen und Workshops zu Aktivitäten einluden, hatte man im Versammlungsraum ein großes internationales Büfett mit kulinarischen Spezialitäten aufgebaut. Dies war für die Besucher eine einmalige Gelegenheit, die Küche verschiedener Völker und Nationen direkt „vor der eigenen Haustür“ zu probieren und zu genießen. Neben den lukullischen Genüssen gab es aber auch Unterhaltsames aus vielen Kulturen mit Musik, Gesang, Tanz und Spiel für Groß und Klein zu erleben. Ortsbürgermeister Walter Schneider eröffnete gemeinsam mit dem Kreisbeigeordneten Horst Gies (MdL) das Fest. Er freute sich, dass so viele gekommen waren, um gemeinsam den Tag zu genießen. Besondere Grußworte richtete er dabei an das Team des Arbeitskreises „Internationales Familienfest“ um Danijela Koll, Pfarrer Peter Bollig und im Verlauf des Nachmittags an Bürgermeister Johannes Bell. Er wies darauf hin, dass immerhin 37 Nationalitäten derzeit in Burgbrohl beheimatet seien. Einen ganz besonderen Dank sprach er den Sponsoren aus, an deren Spitze er den Kreis, die Verbandsgemeinde und die großen Firmen aus dem Brohltal, nannte. Auch Kreisbeigeordneter MdL Horst Gies war beeindruckt von der bunten Vielfalt der Nationalitäten. Er überbrachte die Grüße von Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der leider terminlich verhindert war. Als eine wunderbare Bereicherung sah er das Internationale Familienfest, bei dem Jung und Alt in einem breit gefächerten Unterhaltungsprogramm in lockerer Atmosphäre den Tag genießen konnten. „Die vielen Kinder sorgen dafür, dass das Internationale Familienfest zu einem lebendigen Fest wird. Das gezeigte Miteinander zeugt von einer gelebten Integration hier in Burgbrohl“, erklärte Gies. Er dankte allen, die sich bei diesem Event engagierten, bevor die Kinder des deutsch-türkischen Kulturkreises Burgbrohl mit dem Lied „Herzlich Willkommen“ sowie einem weiteren Lied in türkischer Sprache zum Unterhaltungsprogramm überleiteten, währenddessen das Speisenbüfett die Gäste lockte.
Ein abwechslungsreiches Programm sorgte für Kurzweil
Im Laufe des bunten Nachmittags beeindruckten zunächst Betül Aktas, Banu Aktas und Michelle Koll mit Liedbeiträgen. Auch der Jugendtreff Burgbrohl und Tanja Braun mit der Tumbalalaika sowie Volkan Akyüz und Mahir Cinar wussten mit türkischer Musik und Gesang zu gefallen. Der Kindergarten „Regenbogen“ tanzte für die Gäste und der Jugendtreff Burgbrohl präsentierte das Sockentheater. Katja Reintges und Renate Kurth erfreuten die Besucher mit dem Sketch „Feierabend“ von Loriot. Selbst komponierte Lieder von Andreas Braun (Gesang, Gitarre), Helmar Hoffmann (Gesang, Gitarre) und Michael Marciniak (Gesang, Gitarre, Percussion) rundeten ein buntes Programm ab, das von Eberhard Müller hervorragend moderiert wurde und dem sich spontanes Tanzen für die kleinen und großen Festbesucher anschloss. Zwischendurch gab es viele unterhaltsame Spiele wie z.B. der Luftballontanz, Personen raten, Vier gewinnt, Reise nach Jerusalem, Kickerturnier, Limbotanz, Tau zie-hen, Armdrücken, Bingo und Sitzen ohne Stuhl. Mehrere Workshops luden zur Teilnahme ein: Mit Tatjana Braun konnte man Puppen basteln. Gertrud Kolbe zeigte, wie man Papier zu Kunstwerken faltet und mit Maria Müller konnte man ein „Fädchen“ spinnen. Alles in allem ein buntes Internationales Familienfest, das der Integration und der Verständigung diente. Ein nachahmenswertes Beispiel der Völkerverständigung, das hoffentlich noch viele Auflagen erfährt.
Für das leibliche Wohl war durch Spezialitäten aus den verschiedenen Ländern gesorgt.Foto: -RÜ-
