Allgemeine Berichte | 01.12.2014

Agentur für Arbeit zur Woche der Menschen mit Behinderung: Potenzial für Betriebe

Gut qualifiziert und engagiert

Region. Der Rollstuhlfahrer kurvt ohne Hindernis bis zum Schreibtisch. Die blinde Kollegin sitzt am PC und lauscht der Computerstimme, die ihr Mails vorliest. Der Diabetiker kann sich darauf verlassen, dass sein Team bei einem „Zuckerschock“ Erste Hilfe leistet.

Dank barrierefreier Bauten, moderner Technik und gutem Miteinander haben viele Menschen mit den unterschiedlichsten Handicaps ihren Platz im Berufsleben gefunden. Aber: Für manche ist eine Behinderung noch immer das Stoppschild auf dem Weg in den Job. Um sie zu integrieren, kann und muss noch einiges getan werden.

Darauf wies die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen anlässlich der bundesweiten „Woche der Menschen mit Behinderung“ hin.

716 Schwerbehinderte waren Ende November im Agenturbezirk arbeitslos gemeldet; das sind 75 mehr als im Jahr zuvor. Von ihnen leben 214 in der Stadt Koblenz, 151 im Landkreis Ahrweiler, 70 im Landkreis Cochem-Zell und 281 im Landkreis Mayen-Koblenz. 415 sind älter als 50 Jahre - schließlich steigt das Risiko einer schwerwiegenden Erkrankung mit dem Alter deutlich an -, 268 gelten als langzeitarbeitslos.

Nach Erfahrung der Arbeitsagentur haben schwerbehinderte Beschäftigte kaum ein erhöhtes Risiko, den Job zu verlieren.

Wenn dies allerdings geschieht, bleiben sie deutlich länger arbeitslos als Personen ohne Beeinträchtigung.

Statistisch betrachtet sind schwerbehinderte Arbeitslose allerdings deutlich besser qualifiziert als nicht behinderte: 54,5 Prozent können eine Ausbildung vorweisen, bei den Nichtbehinderten sind es nur 42,5 Prozent. Eigentlich also günstige Voraussetzungen für die Rückkehr in den Job, meint Ulrike Mohrs, die Leiterin der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen.

Und eine Chance für viele Betriebe: „In vielen Branchen und Unternehmen werden Fachkräfte gesucht, und dieser Bedarf nimmt zu. Deshalb sollte sich der Blick auch auf dieses Potenzial richten. Handicaps können fast immer organisatorisch oder durch moderne Technik ausgeglichen werden. Am passenden Arbeitsplatz sind behinderte Menschen genau so leistungsfähig wie nichtbehinderte.“

Pressemitteilung der

Agentur für Arbeit

Koblenz-Mayen

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