Allgemeine Berichte | 05.11.2013

Niederlützinger Martinsfeuer ragt knapp 25 Meter in die Höhe

Harte Arbeit hinter den Kulissen

Martinsfeuerbaugemeinschaft ist seit zwei Monaten mit dem Aufbau beschäftigt

Mit berechtigtem Stolz präsentieren die Martinsfeuerbauer ihre Arbeit Ortsbürgermeisterin Christel Ripoll.AS

Brohl-Lützing. Jedes Jahr brennen um den 11. November - an diesem Tag begehen katholische Christen den Namenstag des heiligen Martin von Tours - in der Region allerorts prächtige Martinsfeuer. Eines der größten Feuer, vielleicht sogar das größte des gesamten Landkreises Ahrweiler wird am kommenden Samstag in Niederlützingen entzündet. Hier setzt seit Jahren eine „Martinsfeuerbaugemeinschaft“ die sehr alte Tradition des Martinsfeuerbauens fort. Los ging es in diesem Jahr bereits vor knapp zwei Monaten mit dem Aufstellen der Stämme. Hierzu wurden zunächst per Hand tiefe Löcher ausgehoben. Stämme, die eine Länge von mehr als 25 Meter maßen, wurden darin eingesetzt. Das konnte die Martinsfeuerbaugemeinschaft natürlich nicht per Hand bewerkstelligen, sondern mit Hilfe des Tiefbauunternehmens Fuchs. Nachdem die insgesamt sechs Stämme standen, wurde das Brennmaterial aufgeschichtet, eine Arbeit, die mehrere Wochen in Anspruch nahm, denn immerhin galt es, auf einer Grundfläche von rund vier mal acht Metern brennbares Material knapp 25 Meter in Höhe aufzubauen. Woche für Woche wuchs das Feuer unablässig in die Höhe. Rund ein Dutzend Helfer opferten zu diesem Zweck einen Großteil ihrer Freizeit und waren an der Baustelle zu finden. Parallel zu den Bauarbeiten an der Feuerstelle liefen die Arbeiten an der Martinspuppe, die gemäß der Tradition auch in diesem Jahr wieder von einigen Jugendlichen hergestellt wurde. Elena Bell und Annika Schäfer verbrachten zahlreiche Stunden damit, eine lebensgroße Strohfigur zu nähen. In der Zwischenzeit wurde auch sie auf dem Feuer angebracht. Ortsbürgermeisterin Christel Ripoll besuchte die Martinsfeuerbauer. Sie nutzte die Gelegenheit, um sich für deren ehrenamtliches Engagement zu bedanken zum Wohle der Allgemeinheit. Allerdings vermisste die Gemeinde-Chefin den obligatorischen Glühwein, mit dem sich die Martinsfeuerbauer während der Bauphase wärmen, aber Reiner Schmitz und Roland Imhof, die hierfür zuständig sind, waren nicht anwesend. Entzündet und abgebrannt wird das Niederlützinger Martinsfeuer am kommenden Samstag, 9. November. Der Martinszug formiert sich um 18 Uhr auf dem Raiffeisenplatz, um dann unter der musikalischen Begleitung des Musikclubs „Fidelio“ Brohl zum Feuerplatz zu ziehen. Vorher findet in der örtlichen Pfarrkirche „St. Lambertus“ ein Gottesdienst im Gedenken an den heiligen Martin von Tours statt. „Wir haben zwar wieder etliche Stunden mit dem Martinsfeueraufbau verbracht, aber wenn man das Ergebnis betrachtet, dann hat es sich auch in diesem Jahr wieder gelohnt“, waren sich die „Feuerbauer“ einig. Abschließend wiesen sie darauf hin, dass es am Martinsabend an der Feuerstelle wieder leckeren Kakao und wohlschmeckenden Glühwein gibt.

Mit berechtigtem Stolz präsentieren die Martinsfeuerbauer ihre Arbeit Ortsbürgermeisterin Christel Ripoll.Foto: AS

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