Allgemeine Berichte | 05.07.2013

Zeugnisübergabe an rund 350 erfolgreiche Prüflinge in Mainz

„Hauswirtschaft - genau mein Ding“

Landesbeste Absolventinnen in der Hauswirtschaft ausgezeichnet

Doris Schwetje wirbt mit dem Stand derAlice-Solomon Schule Linz für die Ausbildung in der Hauswirtschaft. privat

Mainz. Kürzlich trafen sich in Mainz rund 350 erfolgreiche Prüflinge der Ausbildungsberufe Hauswirtschafter/in und Hauswirtschaftshelfer/in zur Zeugnisübergabe. Das feierliche Rahmenprogramm wurde musikalisch gestaltet von der Bläsergruppe „Notebodies“ des Gutenberg-Gymnasiums Mainz unter der Leitung von Stefan Flothow.

Die Vorsitzenden der 13 Prüfungsausschüsse überreichten den neuen Fachkräften ihre Zeugnisse. Insgesamt waren über 300 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer bei den diesjährigen Prüfungen im Einsatz. Hauswirtschafter/in und Hauswirtschaftshelfer/in sind dreijährige Ausbildungsberufe.

Ein späterer Einsatz kann zum Beispiel in hauswirtschaftlichen Großbetrieben wie Seniorenheimen, Kindertagesstätten, Ganztagsschulen oder Jugendherbergen erfolgen, aber auch in Dienstleistungszentren wie Sozialstation oder in Privathaushalten sein.

Die landesbesten Absolventinnen und Absolventen ehrten Dr. Otmar Mick, Leiter der Zentralabteilung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Ursula Fuchs vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie und Ulla Drewing von der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft. Sie überreichten Urkunden und Sachpreise.

„Der Markt wandelt sich. Es gibt eine stetig steigende Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Fachkräften. Sie haben einen Beruf mit Perspektive gewählt“, so Ulla Drewing in ihrer Begrüßung. „Hauswirtschaftliche Fachkräfte sind für viele Menschen Gestalter ihrer Lebensqualität. Für diesen Einsatz danken wir Ihnen“, so Dr. Otmar Mick, ADD.

Klaus Etzkorn von der Julius-Wegeler Schule in Koblenz, moderierte ein Podiumsgespräch mit Profis aus der Hauswirtschaft. Am Beispiel „Betreuungskartoffel“ macht Rudi Herres aus dem Altenheim Marienhof in Speicher deutlich, wie wichtig der Bezug zum Bewohner durch fachliche Betreuung ist. Menschen mit Beeinträchtigungen werden mit einbezogen in den täglichen Arbeitsablauf und gewinnen so eine besondere Lebensqualität, die das Leben in Wohnheimen lebenswert macht. Dabei spielen Hauswirtschafter/innen als Präsenzkraft eine genauso wichtige Rolle wie die Pflege. Kartoffeln werden nicht geschält, um Menschen zu beschäftigen, sondern um gemeinsam ein Mittagessen zu bereiten. Hand in Hand, auf gleicher Augenhöhe ist Arbeit am und mit dem Menschen erfolgreich. Der Leitspruch des Hauses heißt: Wer in der Pflege nur die Pflege sieht, der sieht auch die nicht richtig. Alles miteinander ist wichtig.

Jürgen Stefan aus Ludwigshafen bestätigt die Wichtigkeit des Miteinanders von Hauswirtschaft und Pflege. Nur das gibt den Bewohnern die Möglichkeit, sich im Heim zu Hause zu fühlen.

Beritschaft zur Fort- und Weiterbildung

Stefanie Drill, Auszubildende der St. Martin Servicedienst GmbH Düngenheim, die in diesem Jahr landesbeste Absolventin ist, stellte in ihrem Teil des Gespräches die Bereitschaft zur Fort - und Weiterbildung in den Fokus. Lebenslanges Lernen durch immer neue Anforderungen im Beruf sichern die Qualität und Fachlichkeit der hauswirtschaftlichen Fachkraft.

Margot Baur, zuständige Stelle für Berufsbildung in der Hauswirtschaft (ADD), sieht die steigende Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Fachkräften um Bereich der hauswirtschaftlichen Betreuung. Sie fordert von den Absolventinnen und Absolventen Leistung - Dienstleistung! Hauswirtschaft schafft Lebensqualität. Sie wirbt dafür, Hauswirtschaft mitzugestalten durch Mitgliedschaft in Verbänden, durch Zusatzqualifikationen, um die Fachkompetenz weiter zu entwickeln. Junge Fachkräfte sollen Mut zum persönlichen Weg haben und über den Tellerrand schauen, offen sein für Neues und Herausforderungen annehmen. „Treten Sie als Profi auf und zeigen Sie Gesicht“.

Klaus Etzkorn bedankt sich bei den Gesprächsteilnehmern für ihren Beitrag und ergänzt noch einmal im Hinblick auf die neuen Fachkräfte : „Gehen Sie raus in den Beruf und zeigen Sie, was Sie können - „Hauswirtschaft - das ist genau Ihr Ding“.

Für Fort- und Weiterbildung im Bereich Hauswirtschaft warb auch Frau Doris Schwetje von der Alice-Salomon Schule Linz mit ihrem Stand. Zusätzlich wies sie hin auf den Förderverein Hauswirtschaft Rheinland-Pfalz, der junge Menschen bei der Ausbildung unterstützt. Auch der Dachverband Hauswirtschaft sowie die hauswirtschaftlichen Verbände warben um die Mitgliedschaft der jungen Absolventinnen und Absolventen.

T U N - ist die Devise! Jeder, der mitmacht, gestaltet die Zukunft der Hauswirtschaft aktiv mit.

Doris Schwetje wirbt mit dem Stand derAlice-Solomon Schule Linz für die Ausbildung in der Hauswirtschaft. Foto: privat

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