Allgemeine Berichte | 01.08.2015

Fünfteilige Schulung für Angehörige und Ehrenamtliche in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Hilfen im Umgang mit demenzkranken Menschen

Beginn am 9. September

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der fünfteilige Grundkurs „Schulungsinitiative Demenz im Landkreis Ahrweiler – Hilfen im Umgang mit demenzkranken Menschen“ für Angehörige von demenzkranken Menschen und ehrenamtlich an der Betreuung von Menschen mit Demenz Interessierte startet am Mittwoch, 9. September, um 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mit diesem Schulungsangebot reagieren rheinland-pfälzische Pflegekassen und Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. auf die Tatsache, dass immer mehr Menschen an Demenz erkranken und meist von nur einem Angehörigen gepflegt werden. An der Ahr organisiert der Pflegestützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft die Veranstaltung.

„Demenz ist eine der häufigsten Krankheiten im hohen Alter. In Deutschland leben über 1,4 Millionen Menschen und in Rheinland-Pfalz über 74.000 Personen, die betroffen sind. Die Mehrheit dieser Menschen wird derzeitig in der eigenen Häuslichkeit von der Familie versorgt, insbesondere von einer Pflegeperson“, verdeutlicht Katharina Steinich vom Pflegestützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft die Situation. Neben der körperlichen Belastung hat die Betreuung eines verwirrten Menschen vielfache weitere Auswirkungen auf das Leben und Miteinander in der Familie. Seelische Beanspruchungen, Hilflosigkeit, Trauer und Aggression führen zu Konflikten und erschweren den Alltag.

Die Schulungen

Über einen Monat werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer mittwochs am 9., 16., 23. und 30. September sowie am 7. Oktober 2015 für jeweils zwei Stunden mit der Welt verwirrter Menschen und den daraus für die Familien entstehenden Anforderungen auseinandersetzen.

Nach einer Einführung in die Thematik mit Informationen über Krankheitsbild, Diagnostik, Verlauf und Therapie der Erkrankung widmet sich der zweite Schulungstag dem Einfluss auf die Familie.

Ebenfalls gesprochen wird über einen angemessenen Umgang mit demenziell veränderten Menschen, Belastungen und Konfliktpotenzial sowie über die Alltagsbewältigung und eine sich aus der Krankheit ergebende neue Rollenverteilung innerhalb der Familie.

Beim dritten und vierten Treffen werden Hilfen im Umgang mit demenziell veränderten Menschen an die Hand gegeben: Kommunikations- und Handlungshilfen, beim Folgetermin Aktivierungshilfen und das Thema Pflegeversicherung. Der fünfte und letzte Abend informiert über vorsorgende Maßnahmen und gesetzliche Betreuung sowie über weitere Unterstützung und Hilfe, wobei die örtliche Beratungs-, Betreuungs- und Pflegeinfrastruktur mit angesprochen wird. Die fünfteilige Kursreihe wird immer mittwochs, zwischen 18 und 20 Uhr im Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Weststraße 6, von Katharina Steinich vom Pflegestützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft durchgeführt.

Sprechen werden außerdem die Fachreferenten Frank Husemann – Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Maike Ehses – Krankenschwester, Pflege- und Sozialberaterin in der Altenhilfe, und Dipl. Sozialpädagogin Marion Eisler-Bodtenberg vom Diakonischen Werk.

Anmeldungen

Katharina Steinich rät: „Schon jetzt sollten sich Angehörige Erkrankter aber auch ehrenamtlich an der Betreuung demenzkranker Menschen Interessierte für die Schulung anmelden. Auf Anfrage kann auch eine Betreuung des pflegebedürftigen Angehörigen während der Abwesenheit organisiert werden, sodass jeder in Ruhe den Kurs besuchen kann.“ Weitere Informationen und Anmeldung bei Katharina Steinich, Pflegestützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler / Grafschaft, Bahnhofstraße 5, 53474 Bad Neuenahr, Tel. (0 26 41) 75 98 50, Fax: (0 26 41) 5 98 51 oder per e-Mail: katharina.steinich@pflegestuetzpunkte.rlp.de

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