6. Brohltal Classic des AMC Brohltal
In Blech geschmiedete Träume wurden in Engeln präsentiert
Kempenich-Engeln. Die Straßen in der Eifel und an der Mosel sind es gewohnt, dass außergewöhnliche Automobile ihren Asphalt dazu benutzen, um von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Auch heute noch sieht man nicht selten, wie der eine oder andere Erlkönig auf dem Parkplatz des REWE-Marktes in Niederzissen pausiert, während sein Fahrer sich eine Erfrischung kauft. Vor allem wegen der Nähe zum Nürburgring hat die Gegend schon viele Highlights der Automobilgeschichte kommen und gehen sehen. Manche kommen aber zu gewissen Anlässen auch wieder, wie zum Beispiel bei der jüngsten Brohltal-Classic, die der AMC-Brohltal veranstaltete. 52 Fahrzeuge aus den Baujahren 1954 bis 1994 ließen noch einmal Erinnerungen an die Zeiten wach werden, in denen ein Auto mehr war, als das in Metall und Kunststoff modellierte Ergebnis von Optimierungen im Windkanal. Vor allem aber an eine Zeit, als man noch kein Rechenzentrum benötigte, um Reparaturen am fahrbaren Untersatz durchzuführen.
Alles, was Rang und Namen hat(te), war zu bewundern. Vom Triumph TR2 aus dem Jahre 1954, über das Opel Kadett C Coupé von 1978, bis zum Porsche 911, Baujahr 1994, war alles vertreten, was die gute alte Zeit erinnerte. Die Besatzung jedes Fahrzeugs bestand aus Fahrer und Beifahrer, die die Strecke anhand von „Chinesen“ (das sind schematische Darstellungen von Abzweigungen, die an chinesische Schriftzeichen erinnern) finden mussten. Außerdem gab es auf der Strecke, die durch die Osteifel, das Maifeld und das Moselland führte, noch verschiedene Sonderprüfungen zu bestehen. Alles in allem eine knifflige Aufgabe, die in der Zeit zwischen dem Start um 10 Uhr und der Zielankunft um 17.30 Uhr zu bewältigen war. Natürlich starteten die Fahrzeuge nicht im Pulk, sondern ab 10 Uhr im Minutenabstand. Nach der Zielankunft gewannen in der Klasse 1 (Fahrzeuge bis Baujahr 1969): Knuth Henneke und Udo Volkmann mit ihrem Triumph ST6 MK II, Bj. 1968. Klasse 2 (bis Baujahr 1979): Olfgang Smuda, Nobert Lehmann (Triumph Spitfire 1500, Bj. 1975). Klasse 3 (bis Baujahr 1985): Hans und Gabriele Brückmann (Porsche 924 Turbo, Bj. 1982). Klasse 4 (bis Baujahr 1995): Joachim und Antje Diesler (Porsche 924S, Bj. 1987), die auch den Gesamtsieg errangen und somit in diesem Jahr den Luki Scheuer-Pokal mit nach Hause nehmen durften.
