SWR-Wetter-Team kam für einen Landesschau-Dreh ins Brohltal
Insektentanz auf dem Vulkankegel
Niederzissen. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr war das SWR-Wetter-Team für einen Landesschau-Dreh mit Walter Müller auf dem Bausenberg. Es stand nun die besondere Tierwelt auf dem Programm. Mit Lucca, Max, Noél und Hannes waren auch vier motivierte „Nachwuchs-Forscher“ dabei. In schicken T-Shirts, ausgestattet mit Becherlupen und Schnappdeckelgläschen, durften die Kinder Insekten fangen, die anschließend „besprochen“ und auch bestimmt wurden. Heuschrecken zu fangen, war recht einfach - und mit der Blauflügeligen Ödlandschrecke hatten die vier Jungs rechte Freude, denn jedes Mal beim Auffliegen zeigten diese Tiere ihre kräftig blau leuchtenden Flügel. Eidechsen huschten häufig umher, nur das Fangen klappte nicht, denn sie waren einfach zu schnell. Vielleicht auch gut so, denn diese Reptilien „opfern“ bei Bedrohung schon mal ihren Schwanz, der allerdings auch wieder nachwachsen kann.
Die Schmetterlinge waren heute recht aktiv und neben den Tagfaltern lernten die Kinder mit dem Russischen Bär und den Widderchen, dass es „tagfliegende“ Nachtfalter gibt. Natürlich wurde auch wieder ein Ameisenlöwe entdeckt, der in seiner typischen Art, rückwärts zu laufen, über die Handflächen der Jungforscher „ruckelte“. Danach wurde er wieder in den feinen Sand entlassen, wo er sich rasch eingrub. Lucca zeigte seinen Freunden Europas größte Ameisenart, die Rossameise und von ihm erfuhr Hannes, dass sein gefangener „Käfer“ eine Wanze war - und auch, woran das erkennbar ist. Eine auffällig schöne Zebraspinne saß erwartungsvoll in ihrem Radnetz und lauerte auf Beute. Immer wieder ein schönes Fotomotiv.
Gegen 11:30 Uhr hatte das Fernseh-Team die gewünschten Sequenzen „in der Kiste“ und begab sich zurück zum SWR-Bus, um dort mit der Schneidearbeit zu beginnen, denn pünktlich um 18:45 Uhr sollte der „Bausenberg-Film“ an diesem Tag online stehen Das Team wäre besser noch bei den Jungforschern geblieben, denn der Höhepunkt des Tages kam erst dann. „Walter, das ist doch keine Heuschrecke!“, rief Lucca, „ich glaube, das ist eine Gottesanbeterin!“ Tatsächlich, er hatte Recht. Gut getarnt saß sie im Flügelginster - leider eine Invalide, denn es fehlte ihr ein Fangbein. Bei den Gottesanbeterinnen kommt es schon mal vor, dass sie sich „zum Fressen gern haben“. Dieser Fund ist nun der zweite Beweis, dass sich Mantis religiosa den Bausenberg als Domizil auserwählt hat. Pressemitteilung der
Verbandsgemeinde Brohltal
