Politik | 05.01.2015

CDU-Landeschefin machte eine Rundreise durch die Region

„Jeder sollte mit gestalten“ - fordert Julia Klöckner

Die CDU-Landeschefin beim Treffpunkt in Rheinbrohl. V. links.: Erwin Rüddel (MdB), Oliver Labonde (Ortsbürgermeister von Rheinbrohl), Peter Haardt (Kandidat als Verbandsbürgermeister von Bad Hönningen), Julia Klöckner, Heinz Schwarz (Ex-Innenminister von Rheinland-Pfalz). FA

Kreis Ahrweiler/Kreis Neuwied. Die CDU - Landesvorsitzende Julia Klöckner bereist zur Zeit die Regionen von Rheinland-Pfalz und versucht, sich in den verschiedensten Bereichen sachkundig zu machen, aber auch, den Bürgern ihre Sicht der Dinge zu vermitteln. Jetzt war sie zu Gast in den Kreisen Ahrweiler und Neuwied, und das Krupp - Mediencenter begleitete sie über einige Stationen. Erster Halt ihrer Reise war die Visite bei der Apollinaris GmbH in Bad Neuenahr, wo sie sich Zeit nahm für ein Gespräch mit Mitarbeitern und Vertretern der Geschäftsleitung. Nachhaltig bekannte sich bei dem Gespräch Barbara Körner, Geschäftsführerin von Coca-Cola Deutschland und Apollinaris, zum Standort Bad Neuenahr. Die wirtschaftliche Entwicklung sehe man bei Apollinaris insgesamt positiv. Im deutschen Raum versprächen das Wachstum des Geschäfts im Wasserbereich und in den regionalen Produkten gute wirtschaftliche Zukunftschancen. Nach überwiegend positiven Eindrücken wechselte die gerade erst mit Spitzenergebnis bestätigte CDU-Landeschefin und stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU hinüber zum „Ladies-Lunch“, dem (längst nicht nur von CDU-Frauen) besuchten Frauentreff im Bürgerhaus von Lohrsdorf. Die von Heike Krämer-Rech, der Vorsitzenden der Kreis-Frauenunion und mit viel Beifall empfangene Spitzenpolitikerin äußerte sich hier zu regionalen und landespolitischen Themen und diskutierte mit den Frauen über berufliche Chancengleichheit der Geschlechter. Ihre Meinung: „Verkrampfung“ in diesem Bereich bringe nichts. Man müsse auch bedenken, wie unterschiedlich Frauen und Männer zum Beispiel Themen wie „Sicherheit“ sehen. Für das weibliche Geschlecht seien Dinge wie einwandfreie Lebensmittel und Verbraucherschutz besonders wichtig, die Männer interessierten sich eher für Fragen wie Polizei und Terror-Abwehr. Beides habe sein Gewicht. Die 42 - jährige Politikerin wurde in diesem Aussagen bestätigt durch den Diskussionsbeitrag von Gabriele Hermann-Lersch von der CDU-Frauenunion, die den Parteifreundinnen riet, aufmerksam hin zu hören und eine Sache auch schon mal über Verwaltungsregeln hinweg zu beurteilen. Das unterstrich auch Julia Klöckner. Sie mahnte: Politische Mitwirkung der Frauen sei wichtig, so zum Beispiel wenn es gehe, Bahnsteige seniorengerecht zu gestalten oder bei Rentenbescheiden dem Amtsjuristendeutsch abzuschwören, aber auch, wenn es darum gehe, die gerechten Ausbildungschancen junger Menschen unterschiedlicher Herkunft zu fördern. „Traut euch, Mädels - gestaltet Politik. Sie braucht euch!“ rief die CDU-Chefin ins Publikum. Sie forderte zum Beispiel auch mehr Engagement gegen Zwangsprostitution oder frauenfeindliche Vollverschleierung. Aber die Politikerin wusste, was den Lohrsdorfer Bürgerinnen am meisten unter den Nägeln brennt: „Wir wissen alle, dass Lohrsdorf eine Umgehung braucht.“ Sie sei in dieser Angelegenheit zusammen mit Guido Ernst und Horst Gies, den beiden CDU - Landtagsabgeordneten, beim Bundesverkehrsminister vorstellig geworden. Jetzt gehe es darum, die Finanzierungsmöglichkeit der unterschiedlichen Planungen zu eruieren. Man werde nicht locker lassen, sich für die Umgehung einzusetzen Hans-Jürgen Juchem, Bürgermeister von Lohrsdorf: „Wir wissen, dass unser Anliegen bei Ihnen in guten Händen ist und sind dankbar dafür.“ Weiter ging die Fahrt der CDU-Spitzenpolitikerin nach Remagen. Hier trifft Julia Klöckner in Gesellschaft von Guido Ernst (MdL) und Horst Gies (MdL) auf zwei mittelständische Firmen, deren Erfolgsgeheimnis sie interessiert: Zunächst stellt sich die Bauunternehmung Wilhelm Bouhs GmbH aus Bad Breisig vor; das Unternehmen hat sich auf Entwicklung und Bau großer Fabrikhallen spezialisiert ist. Sie hat zum Beispiel für die Firma FilaTech, Filament Technology und Spinnanlagen GmbH im Remagener Gewerbegebiet Hallen mit ca. 15.000 qm Arbeitsfläche gebaut. FilaTech - Chef Dr. Müller hat als Diplomingenieur Spinnfäden aus Kunststoff entwickelt, dünner als Menschenhaar, die gebündelt heute zur Nieren - Dialyse (medizinische Blutwäsche) weltweit eingesetzt werden. Heute ist das Remagener Unternehmen spezialisiert auf die Entwicklung und den Bau leistungsstarker, komplizierter Maschinen zur Herstellung dieser Spinnfäden. Für diese Maschinen, inzwischen mit einer Kapazität von jeweils 40 Millionen Spinnfäden, interessiert man sich in ganz Europa und darüber hinaus, ganz besonders in Japan, China und Indien. Dr. Müller: „Unser großer Wettbewerbsvorteil ist, dass wir allein über die komplizierte Technologie zur Herstellung der Spinnfäden verfügen. Das führte im laufenden Jahr zu einem wirtschaftlichen Zuwachs von 19 Prozent.“ Die CDU - Chefin bewundernd: „19 Prozent Zuwachs - das ist ja gigantisch !“ Dr. Müller berichtet: Rund 80 Mitarbeiter sind bei FilaTech im Maschinenbau beschäftigt, und „wir suchen dringend weitere Mitarbeiter im Technik - und Organisationsbereich. Beide Firmen (Bouhs und FilaTech) sind voll des Lobes, was die Unterstützung durch den Kreis Ahrweiler und die Stadt Remagen angeht. Geschäftsführer Wilhelm Bouhs: „Was die Bearbeitung der Bauanträge angeht, machen wir nirgends so gute Erfahrungen, wie im Kreis Ahrweiler.“ Dr. Müller: „Es war toll, wie Remagen gespurt hat, als wir dieses Baugelände suchten. Sie hat es sicher nicht bereut.“ Die Oppositionsführerin aus Bad Kreuznach zeigte sich beeindruckt: „Hier beweist sich, welcher Vorsprung sich durch besseres Wissen eröffnet!“ Über diese Feststellung kam sie auf eines ihrer Lieblingsthemen zu sprechen: Von den hohen Steuereinnahmen muss mehr für gute Bildung und Ausbau gerechter Chancen eingesetzt werden ! Nebenher ergab sich eine Diskussion rund um die von den Praktikern des Mittelstands angefachte Diskussion zu der überzogenen Bürokratie, die in der Praxis mit der Anwendung des gesetzlichen Mindestlohns verbunden sei, zumal die beiden hier angesprochenen Unternehmen längst weit mehr als den Mindestlohn bezahlen. Zum Abschluss der Visite in Remagen regte Julia Klöckner an, die Firmen sollen eine Dokumentation anlegen, wie sich die Dokumentation des Mindestlohn auf die Büroarbeit auswirkt. Das helfe unter Umständen den Politikern bei Nachbesserungen dieser Vorschriften. Die Exkursion der Politikerin ging weiter in den Kreis Neuwied. In Leutesdorf besuchte sie die dort aus einem alten Kloster entstandene moderne Jugendherberge und war begeistert. „Das hat nichts mehr mit den Schlafsälen alter Jugendherbergen zu tun. Das hat schon etwas von einem Hotel !“ - Allerdings, man müsse auch die Bedenken des Gastronomie-Gewerbes ernst nehmen, das in einer solchen Einrichtung durchaus eine Konkurrenz sehen könnte! Wunderbare Eindrücke nahm die Politikerin von dem folgenden Besuch eines Altenheims mit. Dort beeindruckte sie eine hundertdreijährige Dame, die noch voll im Leben steht, witzig antwortete und noch selbst die Blumenbeete pflegt. Pralles Leben und ein Glas Glühwein erwartete sie auch bei der Stippvisite auf dem Neuwieder Weihnachtsmarkt. Aber der Höhepunkt des Besuches auf der rechten Rheinseite kam noch: Das von der Bad Hönninger CDU organisierte „Bürgerforum“ im Rheinbrohler „Römersaal“. Zum Empfang des hohen Besuches hatte sich alles eingefunden, was in der Region an Christdemokraten Rang und Namen hat. Selbst Ex-Landesminister Heinz Schwarz aus Leubsdorf, lokales Urgestein der CDU, war zum „Treffpunkt“ angereist, dazu auch Bundestagsmitglied Erwin Rüddel aus Windhagen. Vertreter der lokalen Verwaltung begrüßten Julia Klöckner in dem gut gefüllten „Römersaal“. Man gratulierte der mit viel Beifall aufgenommenen Besucherin zum gerade erst gefeierten Geburtstag, besonders aber zum grandiosen Wahlerfolg (96,4 Prozent) bei der im Vorfeld, gelegentlich des Landesparteitags, stattgefundenen Wiederwahl zur CDU-Landeschefin. In einer Videoshow stellte sich Julia Klöckner der Versammlung vor, ehe sie zu einem politischen Statement das Wort ergriff. Immer wieder von Beifall unterbrochen, nahm sie zu vielen politischen Themen Stellung: Sicherheit im Alltag, flexible Unterstützung der Familien, Vorbehalt gegen Sterbehilfe, Flächendeckende medizinische Versorgung, an Begabung orientierte Förderung der Bildung, Faire Chancen für jeden Bürger, Handschrift lernen in der Schule, Freiräume für Wissenschaft und Forschung, Nachhaltige Landwirtschaft, Förderung der Infrastruktur, Lenkung der Zuwanderung und Steuerung sinnvoller Integration, solider Umgang der Politik mit den Finanzen, Modernisierung der Verwaltung - die Oppositionschefin im Mainzer Landstag ließ kaum ein Thema aus, das ihr als Bewerberin um das Amt des rheinland-pfälzischen Landeschefs auf den Nägeln brennt. Aber sie weiß auch: „Es ist noch ein langer Weg bis dorthin - aber packen wir’s an !“ Enthusiastischer Beifall bewies: In der hiesigen Region, sowohl links als auch rechts des Rheins, findet Julia Klöckner viel Sympathie und Unterstützung.

Die CDU-Landeschefin beim Treffpunkt in Rheinbrohl. V. links.: Erwin Rüddel (MdB), Oliver Labonde (Ortsbürgermeister von Rheinbrohl), Peter Haardt (Kandidat als Verbandsbürgermeister von Bad Hönningen), Julia Klöckner, Heinz Schwarz (Ex-Innenminister von Rheinland-Pfalz). FA
Julia Klöckner auf Informations-Besuch in Remagen. (v.l.).: Ehepaar Dr. Müller (FilaTech), Detlev Odenkirchen (Bewerber für Bürgermeister Brohltal), Horst Gies (MdL), Peter Bouhs (Bouhs GmbH), Julia Klöckner, Ehepaar Willi Bouhs (Bouhs GmbH), Guido Ernst (MdL).FA

Julia Klöckner auf Informations-Besuch in Remagen. (v.l.).: Ehepaar Dr. Müller (FilaTech), Detlev Odenkirchen (Bewerber für Bürgermeister Brohltal), Horst Gies (MdL), Peter Bouhs (Bouhs GmbH), Julia Klöckner, Ehepaar Willi Bouhs (Bouhs GmbH), Guido Ernst (MdL).Foto: FA

Die CDU-Landeschefin beim Treffpunkt in Rheinbrohl. V. links.: Erwin Rüddel (MdB), Oliver Labonde (Ortsbürgermeister von Rheinbrohl), Peter Haardt (Kandidat als Verbandsbürgermeister von Bad Hönningen), Julia Klöckner, Heinz Schwarz (Ex-Innenminister von Rheinland-Pfalz).Foto: FA

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